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Ethikminister Simon Lokodo hält Homosexuelle für die größte Gefahr in Uganda

Der ugandische Ethikminister hat am Mittwoch das Verbot von 38 Nichtregierungsorganisationen angekündigt, weil deren Ziel sei, Kinder zur Homosexualität zu "bekehren".

Ethikminister Simon Lokodo erklärte, das Ziel dieser homofreundlichen Gruppen sei, eine "falsche Kultur" in Uganda zu etablieren: "Ich habe zweifelsfrei festgestellt, dass die 38 Nichtregierungsorganisationen, wenn nicht noch mehr, nicht aus humanitären Gründen bestehen, sondern die Traditionen und die Kultur dieses Landes vernichten wollen, indem sie Werbung für Homosexualität machen", empört sich Lokodo, der Theologie studiert und viele Jahre als katholischer Priester gearbeitet hat. "Die Organisationen wollen für Homosexualität werben, als ob das die beste Form des sexuellen Verhaltens ist". Besonders Kinder seien für LGBT-Aktivisten interessant, da diese besonders leicht in den "unmoralischen" Lebensstil eingewiesen werden könnten.

Lokodo warnte die Aktivisten vor Verhaftungen, wenn sie ihre Arbeit nicht einstellen. Er erklärte weiter, dass Homosexualität zu den größten Gefahren für die Gesellschaft gehöre: "Homosexualität ist illegal, inakzeptabel und passt nicht zu unserer Kultur. Es gibt keinen einzigen positiven Aspekt. Falls Homosexualität öffentlich und legitim werden sollte, gibt es keine Zukunft mehr für unsere Gesellschaft."

Regierung veranstaltet "Hexenjagd" gegen LGBT-Aktivisten

Die Polizei in Uganda hat bereits am Montag eine Razzia gegen eine LGBT-Konferenz durchgeführt (queer.de berichtete). 15 Aktivisten wurden festgenommen und verhört. Amnesty International bezeichnete die Verfolgung von Homosexuellen und Menschenrechtsaktivisten in Uganda daraufhin als "Hexenjagd". Frank Mugisha von der Homo-Gruppe "Sexual Minorities Uganda" erklärte, Lokodo wolle mit seinem Vorgehen Stimmen bei Homo-Hassern sammeln: "Simon Lokodo ist sehr homophob, aber das ist auch zu einem guten Teil Politik. Er versucht, populärer zu werden und sich einen Namen zu machen."

In der Öffentlichkeit kommen die homophoben Töne gut an: So erklärten in einer internationalen Umfrage des Pew Research Center aus dem Jahr 2010 79 Prozent der Ugander, dass Homosexualität "moralisch falsch" sei. Derzeit wird auch im Parlament über eine Verschärfung des Homo-Verbots verhandelt. Aus diesem Grund haben Deutschland und andere europäische Länder die Entwicklungshilfe für Uganda bereits gekürzt. (dk)



#1 sanscapote
  • 21.06.2012, 11:52h
  • "...erklärten...79 Prozent der Ugander, dass Homosexualität "moralisch falsch" sei. Derzeit wird auch im Parlament über eine Verschärfung des Homo-Verbots verhandelt. Aus diesem Grund haben Deutschland und andere europäische Länder die Entwicklungshilfe für Uganda bereits gekürzt. (dk)"

    Nicht kuerzen, sondern streichen!
    Damit auch der voll gefressene Sack abspeckt!
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#2 Anja_Nadine
  • 21.06.2012, 12:23h
  • "Die Organisationen wollen für Homosexualität werben, als ob das die beste Form des sexuellen Verhaltens ist. Besonders Kinder seien für LGBT-Aktivisten interessant, da diese besonders leicht in den "unmoralischen" Lebensstil eingewiesen werden könnten."

    Diesen Passus schreibe ich mal eben um, so wie er aus meiner Sicht korrekt wäre:

    "Die katholischen Kirchen wollen für Homoverurteilungen werben, da das ihre Form des menschenverachtenden Verhaltens ist. Besonders Kinder seien für katholische Aktivisten interessant, da diese besonders leicht in den homophoben Lebensstil eingewiesen werden könnten."

    Na, ist doch wahr...Niemand wird homophob geboren, aber da werden schon Babys, und somit entscheidungsunfähige Menschen, per kirchlicher Kindestaufe einer Geinschaft zugeführt, welche die Homophobie, bzw. Homoverfolgung in ihren Grundsätzen und der "Werbebroschüre" Bibel stehen hat und worauf auch noch ein Absolutheitsanspruch erhoben wird.
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#3 panzernashorn
  • 21.06.2012, 12:51h
  • Dummheit mit religösem Fanatismus gepaart dürfte eine der schlimmsten Gefahren für die Menschheit sein.

    Die systematische religiöse Hirnwäsche von Geburt an führt zur kollektiven Verblödung und damit auch zu einer praktisch problemlosen Lenkbarkeit durch die Sekte.

    Letztendlich arme, bedauernswerte Menschen, die sich an der Illusion eines "göttlichen" Wesens orientieren (einfach, weil sie so programmiert sind und sich keine weiteren Gedanken machen) und dabei an ihrem wirklichen Leben vorbeigehen.
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#4 KokolemleProfil
  • 21.06.2012, 13:09hHerschweiler
  • So eine Dummheit. Der Ethikminister hat sich ja auch schon durch das Kreuz an seinem Kragen als Mitglied des Klerikervereins Kirche geoutet. Wen wundert es dann, das er solch eine Schweinerei macht.
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#5 expansionAnonym
#6 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 21.06.2012, 19:36h
  • Was die Homorechte angeht, herrschen in Uganda mittlerweile "russische Verhältnisse", nur daß das ostafrikanische Land immer noch einen draufsetzt!
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#7 wanderer LEAnonym
  • 21.06.2012, 20:20h
  • Traditionen und Kultur dieses Landes vernichten? Das haben längst Missionare und britische Kolonisatoren getan. Jetzt plötzlich alles auf Schwule und Lesben schieben? Dreht solchen Typen den Geldhahn zu!
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#8 YannickAnonym
  • 21.06.2012, 20:49h
  • Diese Hexenjagd auf Schwule und Lesben wird finanziert mit westlichen Entwicklungsgeldern. Auch unsere Steuern!

    Die hassen uns, nehmen aber gerne unser Geld. Geld stinkt nicht...

    Entwicklungsgelder unterstützen nur eine Entwicklung: die Verfolgung von Schwulen und Lesben!
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#9 Roman BolligerAnonym
  • 21.06.2012, 21:21h
  • Dieser autoritäre ugandische Ethikbegriff ist das Resultat einer Mischung aus Resten traditionell-afrikanischen Clangeistes, welcher christlich lackiert wurde im Unterwerfungsprozess der missionarischen Kolonialzeit. Die Unterwerfung wird durch christliche Kirchen bis heute aktiv aufrechterhalten, beispielsweise durch das Einschleusen fundamentalistisch-katholischer Theologen auf den Ethikministerposten. Da geht's stramm in Richtung kultureller Monokultur und Abschussfreigabe zulasten der Ausgegrenzten.

    Wir sehen: Uganda hat sich im weltweiten Wettbewerb um Standortvorteile gegen die menschliche Vielfalt und für eine Ideologie entschieden. Ein klares Abseits. Da will niemand hin.
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#10 RobinAnonym
  • 21.06.2012, 21:49h
  • Was für Barbaren!

    Wer Hass über Liebe stellt, wird früher oder später daran zugrundegehen...

    Aber bis dahin, sollte man das nicht auch noch finanziell fördern.
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