Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?16775

Eine der vier Unterzeichner ist der ehemalige anglikanische Erzbischof Desmond Tutu

In einer öffentlichen Botschaft haben vier Träger des Friedensnobelpreises ihre "Besorgnis über Gewalt und Diskriminierung gegen LGBTI-Menschen" geäußert.

"Als weltweite Gemeinschaft von Einzelpersonen, die sich einer friedlicheren und gerechteren Welt verschrieben haben, möchten wir unserer tiefen Sorge darüber Ausdruck geben, wie unsere lesbischen, schwulen, bisexuellen, transgeschlechtlichen und intersexuellen (LGBTI) Brüder und Schwestern auf der ganzen Welt behandelt werden", heißt es in der vom ehemaligen anglikanischen Erzbischof Desmond Tutu (Südafrika, Friedensnobelpreisträger 1984), Professor Jody Williams (USA, 1997), Dr. Shirin Ebadi (Iran, 2003) und Professor Muhammad Yunus (Bangladesch, 2006) unterzeichneten Botschaft.

Weiter heißt es in ihrem Text: "Heute möchten wir nachdrücklicher als je zuvor bekunden, dass dieselben kulturellen Werte, die unser lebenslanges Streben nach Frieden gefördert und unterstützt haben, uns heute gebieten, uns gegen die Gewalt und Diskriminierung zu stellen, die unsere Mitmenschen Tag für Tag erdulden, weil sie lesbisch, schwul, bisexuell, transgeschlechtlich oder intersexuell sind."

Botschaft "im universellen Geist von Einheit und Mitgefühl"

Die Friedensnobelpreisträger zeigen sich besorgt: "In vielen unserer Länder macht der Einfluss von Gesetzen aus der Kolonialzeit LGBTI-Menschen noch immer zu Ausgestoßenen. Neuere gesetzgeberische Anstrengungen wie diejenigen in Russland und Uganda könnten noch schlimmere Sanktionen gegen LGBTI-Menschen bedeuten, ebenso gegen ihre Verbündeten, was auch uns mit einschließt." Die Kriminalisierung von Homosexualität zwischen erwachsenen, beidseitig freiwilligen Partnern in jeder Form sei "nicht hinnehmbar", so die vier Unterzeichner: "Und wir müssen selbst in Ländern, welche Diskriminierungen aufgrund der sexuellen Ausrichtung oder der geschlechtlichen Identität verbieten, wachsam bleiben, um sicherzustellen, dass LGBTI-Bürger wirksam vor dem beharrlich fortbestehenden Hass und blindem Fanatismus geschützt werden."

Fazit der vier Friedensnobelpreisträger: "Indem wir unsere Solidarität mit LGBTI-Menschen auf der ganzen Welt bekunden, anerkennen wir die jedem Menschen innewohnende Würde und die Menschenrechte, ohne Vorurteile und ohne Intoleranz, und wir machen einen wichtigen Schritt vorwärts auf unserem gemeinschaftlichen Weg hin zum Frieden." (cw)



#1 goddamn liberalAnonym
  • 23.06.2012, 16:02h
  • Eine sehr wichtige international-humanistische Initiative - gegen die frömmelnde Internationale einer 'Kultur' des Hasses!

    Für Frau Ebadi ist dieser Einsatz für unsereinen sogar gefährlich. Ewig werden sie ihre Ehrungen nicht gegen die dortigen Klerikalfaschisten schützen können.

    Für 'unsere' Klerikalfaschisten, die immer wieder betonen, wir hätten keine Menschenrechte verdient. ist das eine wichtige Niederlage!

    Und für die unter uns, die ihre Ressentiments hegen und pflegen, ist die Initiative beschämend!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
#3 sanscapote
  • 24.06.2012, 00:22h
  • Kommentar unnoetig!

    Freunde, seien wir - bei allen noetigen anderweitigen Diskussionen - ermutigt, dass das gute, das den Menschen dient, nicht mehr aufzuhalten ist!
  • Antworten » | Direktlink »
#4 FelixAnonym
  • 24.06.2012, 20:24h
  • Ja, es ist wirklich eine besorgniserregende Rückwärtsentwicklung, dass homo-, bi- und transsexuelle Menschen immer schlechter gestellt werden und immer öfter Opfer von Hass und Gewalt werden.

    Wenn einzelne Menschengruppen diskriminiert werden, ist das ein sehr schlechtes Zeichen für die Menschheit.

    Was früher die Schwarzen waren, sind heute wir!
  • Antworten » | Direktlink »
#5 sanscapote
  • 24.06.2012, 22:26h
  • Antwort auf #4 von Felix
  • In den USA haben in dieser Woche mehrere Staaten die Gleichstellung und Eheschliessung beschlossen.

    Es wurde schon viel erreicht: Packen wir es an, damit es bekannt wird, wieviele Maenner und Frauen schwul sind!
  • Antworten » | Direktlink »
#6 Sandra-IsabellAnonym