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  • 25.06.2012           10      Teilen:   |

Homophober "Fehler"

Slowenische Tourismus-Werbung: "Schwule unerwünscht"

Das Fremdenverkehrsamt hat sich bereits für das homophobe Symbol im Katalog entschuldigt
Das Fremdenverkehrsamt hat sich bereits für das homophobe Symbol im Katalog entschuldigt

Der nahe der italienischen und österreichischen Grenze gelegene slowenische Touristen-Ort Bovec hat einen Werbekatalog veröffentlicht, der ein Symbol "Homosexuelle unerwünscht" enthält - nach Protesten entschuldigte sich das Fremdenverkehrsamt für den "Fehler".

Das Symbol ist inzwischen aus dem Sommer-Katalog entfernt worden, nachdem mehrere slowenische Zeitungen und Blogs über den Vorfall berichtet hatten. Im Fernsehender RTV erklärte Cecilija Ostan, die Chefin des Fremdenverkehrsamtes von Bovec, dass ursprünglich die Einführung des Symbols "Gays Welcome" geplant gewesen sei, um schwule und lesbische Touristen anzulocken. Sie könne sich nicht erklären, wieso das Symbol dann ins Gegenteil verkehrt wurde. Im Katalog wurden dann Hotels, die sich als "gay-friendly" eingestuft hatten, mit dem abweisenden Zeichen versehen.

Das slowenische Verbraucherschutzministerium hatte mit einer Klage gedroht, falls das Zeichen nicht entfernt wird. Das Symbol verstoße gegen Artikel 14 der slowenischen Verfassung, in der ein Diskriminierungsverbot verankert ist. Außerdem verbietet ein Gesetz ausdrücklich die Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung.

Fortsetzung nach Anzeige


Slowenien gilt als das homofreundlichste Land des ehemaligen Jugoslawien. Homosexualität ist seit 1977 legal, seit 2006 gibt es im Land eingetragene Partnerschaften. Außerdem hat das Land eines der besten Antidiskriminierungsgesetzgebungen in der EU. Allerdings ist die Akzeptanz von Homosexuellen noch sehr gering. Insbesondere auf dem Land ist offen schwules oder lesbisches Leben nach wie vor tabu. Immer wieder gibt es auch in der Hauptstadt Schlagzeilen wegen Übergriffen: So haben 2009 schwarz gekleidete Männer im Vorfeld des CSDs in Ljubljana einen Schwulentreff gestürmt (queer.de berichtete). Ein Jahr später gab es Berichte über mehrere Anschläge auf ein homofreundliches Café - Unbekannte attackierten die Gaststätte mit Molotow-Cocktails und schmierten homophobe Texte wie "Tod den Schwuchteln!" auf die Hauswand.

Im März 2012 stoppte ein Volksentscheid außerdem ein neues Familiengesetz, das eingetragene Lebenspartnerschaften praktisch mit der Ehe gleichgestellt hätte (queer.de berichtete). Das Referendum wurde insbesondere von der katholischen Kirche unterstützt. (dk)

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Reaktionen zu "Slowenische Tourismus-Werbung: "Schwule unerwünscht""


 10 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
25.06.2012
16:20:20


(+4, 4 Votes)

Von ehemaligem User ererer


Bei uns in Vilnius hangen ahnliche Zeichen an den Turen mancher Bars. Keine Aufregung, absolut nichts. Ubrigens, eine solche Bar ist beliebt vom heutigen Ministerprasidenten A. Kubilius aus der Konservativen-Partei. Tja...


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#2
25.06.2012
17:02:58


(-1, 7 Votes)

Von Leo G


Dann sollen die lieber die Arschpimper-Symbole benutzen, das regt immer die Fantasie an.


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#3
25.06.2012
20:42:28
Via Handy


(+4, 4 Votes)

Von Schoki


Ich vermute, dass ein homophober Mitarbeiter die Symbole auf eigenen Willen ausgewechselt hat.


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#4
25.06.2012
23:33:37


(+4, 4 Votes)

Von Alte Tunte


Es riecht tatsächlich nach Sabotage, wenn Herbergen, die sich als "gay friendly" bezeichneten, jetzt als besonders homophob hingestellt werden.


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#5
26.06.2012
08:48:39


(-1, 3 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Bevor Werbekataloge gedruckt werden, steht erst einmal das Korrekturlesen an. Da hätte schon den Redakteuren das falsche Symbol auffallen müssen! Daß der Werbekatalog nun neu gedruckt wird, ist eine gute Nachricht.


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#6
26.06.2012
10:49:57


(+2, 4 Votes)

Von Robin


Schön, dass Slowenien uns klar macht, dass wir für sie auf einer Stufe mit Hunden stehen und unerwünscht sind.

Dann wissen wir schon mal, wo wir nicht unser Geld lassen.


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#7
26.06.2012
11:11:07


(+2, 4 Votes)

Von Futura
Antwort zu Kommentar #6 von Robin


Nee, Hunde sind doch willkommen..guck mal genau.


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#8
26.06.2012
19:11:30


(+1, 3 Votes)

Von echtzeit
Antwort zu Kommentar #7 von Futura


stimmt. ein schwarzer hund.

vielleicht hätte er da mehr glück gehabt?

"Eine Frau aus Neuwied, deren dunkelhäutiger Adoptivsohn (13) zunächst nicht die Fanmeile betreten durfte. "Ohne Gründe zu nennen, hat man ihn am Eingang an die Seite gestellt. Er wusste nicht, was er dort machen sollte."

Link zu www.rhein-zeitung.de


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#9
28.06.2012
10:13:45


(-1, 1 Vote)

Von Marius
Antwort zu Kommentar #8 von echtzeit


Das ist Deutschland im Jahr 2012!

Homophobie, Rassismus und Dummheit!

Und dann schwafeln Union und FDP immer noch was, warum man uns nicht gleichstellen solle, etc.


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#10
04.07.2012
17:08:04


(0, 0 Vote)

Von Bovec


Öffentliche Entschuldigung

Liebe Gäste und Besucher von Bovec Land,

Unglücklicherweise, ist uns zu spät aufgefallen, dass uns in unserem neuen Prospekt »Unterkunftsverzeichnis in Bovec – Sommer 2012«, ein unangenehmer und schlimmer Fehler unterlaufen ist.

Wir sind uns bewusst, dass es keine Entschuldigung dafü gibt, aber trotzdem möchten wir versuchen diesen Fehler zu bereinigen. Auf Grund des hohen Zeitdrucks unter welchem der Katalog angefertigt wurde, ist es zu diesem ungewollten Fehler gekommen.

In der finalen Version des Kataloges wurde ein falsche Piktogramm gedruckt, welches ein unangebrachtes Symbol enthält und dadurch einen unglücklichen Eindruck hinterlassen hat.

Die gesamten Tourismusbetriebe in Bovec sind sehr offen und tolerant gegenüber Ihren Gästen und derer sexuellen Orientation.

Der Fehler in unserem Katalog, welcher in elektronischer Form auf unserer Homepage veröffentlicht wurde, wurde bereits beseitigt und durch einen neuen, angebrachteren ersetzt. In den schon ausgedruckten Katalogen werden wir das fehlerhafte Piktogramm so bald als möglich ersetzen. In der Zwischenzeit werden nur Kataloge verteilt, welche per Hand von unseren Mitarbeitern verbessert wurden.

Im Namen des gesamten Teams, welche den Katalog vorbereitet haben, entschuldige ich mich vielmals bei allen Tourismusbetrieben in Bovec und speziell bei allen potentiellen Gästen für den falschen Gebrauch des Piktogramms und die falschen Eindrücke welche dadurch entstanden sind.

Darjo Berra


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