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  • 26. Juni 2012, noch kein Kommentar

Der ungewöhnliche Titel ist die Vervollständigung des Namens des Sängers: aTunde und Adjuah sind zwei Städte in Ghana

Sein neuse Doppelalbum "Christian aTunde Adjuah" bietet rockigen Jazz und nachdenkliche Balladen.

Von Carsten Weidemann

Seit er 2006 mit "Rewind That" sein erstes Album bei Concord Music vorlegte und gleich für einen Grammy nominiert wurde, ragt der Trompeter und Komponist Christian Scott weit aus der Handvoll talentierter junger Jazzkünstler hervor, die versuchen, ihre künstlerische Vision über die strikten Grenzen der Tradition ihres Genres hinausschweifen zu lassen. Und mit jedem weiteren Album setzte der mittlerweile 29-Jährige, der 2010 in den Niederlanden mit einem Edison Award geehrt wurde, neue musikalische Maßstäbe.

Die weltweite Kritik überschlug sich vor Begeisterung, obwohl sie Scotts Musik nicht in die üblichen Schubladen ablegen konnte. Jetzt offeriert ihnen der Trompeter, der zuletzt mit Saxophonist David Sánchez und Vibraphonist Stefon Harris als Partnern das afrokubanische Meisterwerk "Ninety Miles" einspielte, eine eigene Stilbezeichnung: "stretch music". Und was man darunter genau zu verstehen hat, zeigt er in den 23 Tracks seines neuen, atemberaubenden Doppelalbums "Christian aTunde Adjuah".

Nachdenkliche Balladen und rockiger Jazz


Dehnt den Jazz in verschiedenste Richtungen aus: Christian Scott (Bild: Delphine Diallo)

Die neue CD bietet nachdenkliche Balladen und Exkurse durch schwerelos-träumerische Klanglandschaften, aber auch betont rockige, Funk-infizierte und absolut ekstatische Nummern. Die Trompete von Chrisian Scott ist dabei fast immer das pulsierende Herz der Musik.

In den Linernotes zu "Christian aTunde Adjuah", die als "Brief an einen zukünftigen Künstler" adressiert sind, schreibt der in New Orleans geborene und heute in Harlem lebende Scott: "Als Künstler versuche ich immer Dinge zu tun, die noch keiner zuvor getan hat. Das geht darüber hinaus, einfach zu versuchen, etwas Bestimmtes zu meistern. Es erfordert die Fähigkeit, frühere Gedankenprozesse nochmals zu durchlaufen, während man neue Kontexte in Betracht zieht..."

Im Gespräch fügt er hinzu: "Es geht immer darum, gewillt zu sein, neue Pfade einzuschlagen und neues Terrain zu suchen, während man seine eigene Vergangenheit als Mittel gebraucht, um ein besseres kontextuelles Verständnis dieses Pfades zu erlangen."

Youtube | Offizielles Video zum neuen Album