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Deutschlands dienstältester "Homo-Beamter": Hans Hengelein (Bild: Bernd Schwabe)

Hannover. Am 1. Juli 1992 trat der Behinderten- und Schwulenaktivist Hans Hengelein sein Amt als erster Referent für homosexuelle Lebensweisen im niedersächsischen Sozialministerium an. Der Landesverband der Niedersächsischen Aids-Hilfen (NAH) bedankte sich anlässlich des 20-jährigen Dienstjubiläum bei dem 56-Jährigen und der Landesregierung für "zwei Jahrzehnte schwulenbewegter Geschichte und Erfolge, die die rechtliche und gesellschaftliche Situation von Schwulen verbessert und gestärkt haben".

"Hengelein hat mit seinem persönlichen Engagement ebenso vital wie loyal gegen die vielfältigen Formen von Ungleichbehandlung von Homosexuellen auf allen Ebenen Einfluss genommen", heißt es in einer Pressemitteilung der NAH. "Seit 20 Jahren ist er ein verlässlich-streitbarer Ansprechpartner auf Landesseite für die Nichtstaatlichen Organisationen der Schwulenbewegung, die bis heute ein konstruktiver Dialog auf beiden Seiten verbindet."

Hengelein, der im Alter von drei Jahren an Kinderlähmung erkrankte, ist seit 1977 in der Behindertenbewegung, seit 1981 in der Schwulenbewegung ehrenamtlich aktiv. Er war Mitbegründer der Erlanger Schwulengruppe und Mitarbeiter der Schwulenzeitungen "Rosa Flieder" und "Siegessäule", ist Referent in der Akademie Waldschlösschen und war von 2001 bis 2011 Vertrauensmann der Schwerbehinderten im Sozialministerium. (cw)