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Haupttor zum ehemaligen Konzentrationslager Sachsenhausen (Bild: Wiki Commons / Ciell / PD-user)

Oranienburg. Im ehemaligen Konzentrationslager Sachsenhausen haben am Sonntag rund 100 Menschen einer Mordaktion gegen homosexuelle Häftlinge vor 70 Jahren gedacht. Eingeladen hatten die Gedenkstätte Sachsenhausen und der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD).

Im Juni 1942 wurden fast alle Rosa-Winkel-Häftlinge aus dem Hauptlager des KZ Sachenhausen ins nahe gelegene Außenlager Klinkerwerk verlegt. Damit begann eine Mordaktion gegen Homosexuelle, die mehrere Monate andauerte. Bis zum September 1942 wurden etwa 200 Häftlinge von der SS getötet: durch sadistische Misshandlungen und absichtlich herbeigeführte Unfälle oder durch Erschießung "auf der Flucht".

In Reden erinnerten Prof. Dr. Günter Morsch (Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten), Alexander Zinn (Mitglied im Beirat der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten), Dilek Kolat (Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen des Landes Berlin) und Martin Gorholt (Staatssekretär für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg) an das Schicksal der Häftlinge. Unter dem Titel "Es war die Hölle" folgte eine Lesung aus Erinnerungen von Zeitzeugen. Musikalisch wurde die Veranstaltung durch den Männerchor "RosaCavaliere" begleitet. (cw)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 02.07.2012, 00:29h
  • In der Zeit des Nationalsozialismus sind sehr viele Schwule umgekommen und es ist gut, daß daran in Oranienburg an dieses dunkle Kapitel erinnert und gedacht wurde!
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#2 Fiete_Jansen
  • 03.07.2012, 10:16h
  • Antwort auf #1 von FoXXXyness
  • Es wäre auch sehr schön, wenn an die BRD Opfer des alten faschistischen §175 der in seiner Form von 1935 bis 1969 weiter gegolten hat mehr erinnert würde.

    Unter dem Adenauerregiem wurden mehr Menschen nach §175 verurteilt als unter dem deutschen Faschismus. Und für viele war auch das ein Todesurteil, weil man ihnen die Lebensgrundlage raubte nahmen sich viele das Leben.
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