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Facebook-Mitgründer Chris Hughes verkündete seine Ehe in der Chronik

Das Online-Netzwerk Facebook hat in seiner Chronik-Funktion (Timeline) ein Icon für gleichgeschlechtliche Hochzeiten eingeführt - als einer der ersten nutzte Facebook-Mitbegründer Chris Hughes das Symbol.

Bislang hat Facebook in der Chronik Ehen immer mit einem Icon angezeigt, das eine Frau und einen Mann in stilisierter Form zeigt. Nun können Schwule und Lesben im sozialen Netzwerk eigene Symbole nutzen. Facebook hat damit eine Anregung der Homo-Gruppe Gay and Lesbian Alliance Against Defamation (GLAAD) aufgegriffen, die dem Konzern am Montag für den Schritt ihre Anerkennung aussprach: "Das ist ein weiterer in einer Reihe von Schritten, bei denen Facebook die LGBT-Community berücksichtigt."

Einer der ersten, die das Icon genutzt haben, ist Facebook-Mitbegründer Chris Hughes, der am Samstag seinen langjährigen Freund Sean Eldrige in Garrison (US-Bundesstaat New York) geheiratet hat. Mehr als 2.000 Facebook-Mitglieder haben "Gefällt mir" bei der Hochzeitsanzeige angeklickt, darunter auch Facebook-Chef Mark Zuckerberg. Der 28-jährige Hughes hat sich in den vergangenen Jahren für Homo-Gruppen engagiert, insbesondere für die Öffnung der Ehe in seinem Heimatstaat (queer.de berichtete). New York stimmte schließlich trotz eines republikanisch dominierten Senats im vergangenen Jahr der Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben im Eherecht zu (queer.de berichtete).


Symbole für gleichgeschlechtliche Ehen

Facebook hat im vergangenen Jahr bereits "civil union" und "domestic partnerships" als mögliche Beziehungen in seine Auswahl aufgenommen (queer.de berichtete). Die in Kalifornien ansässige Firma engagiert sich außerdem für Homo-Rechte: So kommt sie für Steuernachteile ihrer schwulen und lesbischen Mitarbeiter auf, die sie durch das Eheverbot in vielen US-Bundesstaaten erleiden (queer.de berichtete).

Auch mit anderen Projekten ging das soziale Netzwerk auf Homo-Gruppen zu. So arbeitet das Netzwerk gezielt mit Aktivisten, um gegen Kommentare vorzugehen, die Schwule und Lesben verunglimpfen (queer.de berichtete). Allerdings fiel die Firma auch durch übermäßige Zensur insbesondere schwuler Motive auf. So wurde sogar ein Bild des schwul-lesbischen Nachrichtenmagazins "Advocate" gelöscht, weil sich darauf zwei Männer küssten (queer.de berichtete). Die Firma entschuldigte sich für den "Fehler". (dk)



#1 smash the systemAnonym
  • 03.07.2012, 13:58h
  • in wessen interesse sammelt facebook nochmal milliarden persönlicher daten, um damit milliarden zu verdienen?

    es war natürlich ein großer fehler, schwule nicht von anfang an in den total-überwachungsapparat von facebook voll zu integrieren.

    allerdings wird den allermeisten jugendlichen ja angesichts einer noch nie dagewesenen überwachung und kontrolle, einer ständigen fremd- und selbstbeobachtung nicht zuletzt auf basis der massenmedial indoktrinierten sexismen, sowieso jeder anflug von schwulsein ausgetrieben, bevor er sich irgendwie manifestieren könnte.

    ein hoch auf die diktatur der konzerne und banken, die schon heute im interesse der profite einer kleinen minderheit planen (sic!), was wir alle in den nächsten jahren zu konsumieren, wie wir dafür lohnabhängig zu schuften und allgemein wie wir zu leben haben!
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
#3 finkAnonym
  • 03.07.2012, 16:19h
  • "Facebook hat im vergangenen Jahr bereits "civil union" und "domestic partnerships" als mögliche Beziehungen in seine Auswahl aufgenommen."

    ...und damit seinen anzeigenkunden eine weitere wertvolle datenquelle eröffnet, die nun noch ein grafisches i-tüpfelchen bekommt.

    glaubt wirklich noch irgendwer ernsthaft, das sei eine politische entscheidung?
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#4 SebiAnonym
  • 03.07.2012, 20:05h
  • Ja, die Stasi 2.0 will natürlich auch wissen, wer schwul oder lesbisch ist und in welcher Beziehung die zu wem stehen.
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#5 Jan5Anonym
  • 03.07.2012, 21:02h
  • Wie will man jemanden denn das Schwulsein austreiben ? Lass das bloß nicht Homo Heiler hören, sonst gibt es demnächt neune Behandlungsansätze.
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#6 gähnAnonym