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TV-Journalist Anderson Cooper (Bild: Wiki Commons / Kimse / CC-BY-SA-2.0)

Seit Jahren gilt Anderson Cooper als bekanntester Schwuler beim Nachrichtensender CNN. Offiziell geoutet hat er sich aber erst jetzt in einem Artikel des Homo-Aktivisten Andrew Sullivan.

Sullivan, der im Mai US-Präsident Barack Obama in einer "Newsweek"-Titelgeschichte als "ersten schwulen Präsidenten" bezeichnet hatte, veröffentlichte in seinen Blog einen Brief von Anderson Cooper, in dem der CNN-Journalist erklärt, dass er ein "stolzer" Schwuler sei. Cooper hat der Veröffentlichung zugestimmt.

In dem Brief beschreibt der 45-Jährige, dass er eigentlich sein Privatleben nicht in der Öffentlichkeit ausbreiten wolle, dies aber in der augenblicklichen Debatte um die Gleichstellung von Schwulen und Lesben notwendig sei: "Die Geschichte bewegt sich nur vorwärts, wenn Leute sichtbar sind", schreibt Cooper. "Heute gibt es immer noch viel zu viele Fälle von Mobbing gegen junge Leute, sowie Diskriminierung und Gewalt gegen Menschen aller Altersgruppen wegen ihrer sexuellen Orientierung". Er erklärte weiter, dass es dem Kampf für Gleichberechtigung nutze, wenn er zu dieser Frage Stellung beziehe: "Tatsache ist: Ich bin schwul. Ich bin immer schwul gewesen und werde es immer sein. Ich bin überglücklich, fühle mich wohl in meiner Haut und bin stolz."

Youtube | Süß: Anderson Cooper hat während seiner Sendung einen Lachanfall

"Ich bin kein Aktivist"

In einer "perfekten Welt" sei so ein Coming-out überflüssig, allerdings sei es heute wichtig, "gezählt zu werden". "Ich bin kein Aktivist, aber ich bin ein Mensch und gebe das nicht auf, wenn ich Journalist bin." Als Reporter habe er auch früher schon versucht, weltweit die Lage von Schwulen und Lesben wirklichkeitsgetreu darzustellen - ebenso wie die Argumente der Homo-Gegner.

Die Homosexualität Coopers war in den USA nie ein Geheimnis. So outete ihn bereits 2007 das schwul-lesbische Magazin "Out". In der Titelgeschichte wurden Cooper und andere bekannte Stars aufgefordert, sich zu ihrer sexuellen Orientierung zu bekennen, um insbesonders jungen Schwulen und Lesben ein gutes Vorbild zu sein (queer.de berichtete). "Out" warf den Promis, darunter auch Schauspielerin Jodie Foster, damals vor, dass sie ein schwules oder lesbisches Leben führten, aber "peinlich genau darauf achten, dass das nicht von einer Kamera gefilmt wird".

Youtube | Coopers Coming-out aus Sicht der taiwanesischen Animatoren von NMA

Seit neun Jahren eigene Show auf CNN

Cooper moderiert seit 2003 die Nachrichten- und Meinungssendung "Anderson Cooper 360°" auf CNN. Die Sendung läuft an der Ostküste wochentäglich live zur besten Sendezeit um 20 Uhr, auch CNN International überträgt sie live um 2 Uhr morgens deutscher Zeit. Darin berichtet er über aktuelle Themen und konnte unter anderem für seine Berichterstattung über Haiti mehrere Emmys gewinnen. Die Qualität der Sendungen und der Gäste variiert allerdings merklich. In den amerikanischen Einschaltquoten liegt "Anderson Cooper 360°" im Rahmen eines schwachen CNN-Umfeldes weit hinter der weit agressiveren Konkurrenz zurück: Seine einstündige Show schalten durchschnittlich rund 500.000 Zuschauer ein, während es die linke MSNBC-Meinungssendung "Ed Show" auf 700.000 Zuschauer bringt. Der rechtspopulistische "O'Reilly Factor" im Fox News Channel kommt zur gleichen Zeit auf 2 bis 2,5 Millionen Zuschauer.

Weltweit bekannt wurde Cooper 2011, als er vom Tahrir-Platz in Kairo berichtete; Er wurde damals von Mubarak-Unterstützern vor laufenden Kameras attackiert (queer.de berichtete).

Inzwischen versucht sich der Moderator auch in leichterer Kost: Seit September 2011 moderiert er die wochentägliche Nachmittags-Talkshow "Anderson". Hier empfängt er eher boulevardeske Gäste wie Snooki ("Jersey Shore") oder Vanessa Williams ("Desperate Housewives"). (dk)



#1 Mullah v d AlmAnonym
  • 03.07.2012, 14:23h
  • Vorletzte Woche hat er sich bei Kathy Griffin schon so benommen, dass ich mich gefragt habe ob ich sein comming out verpasst habe ...

    Als Kathy's Produzentin auf dem Sofa erzählte, sie hätten sich Backstage unsterblich in einander verliebt und wären jetzt festes Paar meinte er in etwa "i don't kow how i can break this to you, but this is sooooo not going to hapen ... "
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
#3 Timm JohannesAnonym
  • 03.07.2012, 14:58h
  • Antwort auf #2 von FoXXXyness
  • Anderson Cooper ist doch schon lange bekannt, wenn man "nur ein wenig" sich mit diesem Journalisten beschäftigt hat. Aber gut, das er es endlich auch in der Öffentlichkeit ausspricht.

    ----

    Was John Travolta angeht: das ist echt eine Neverending Story, die dort abläuft. Allein die ganzen Gerichtsprozesse der letzten Jahre...
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#4 erererEhemaliges Profil
  • 03.07.2012, 15:37h
  • Ein attraktiver Schwuler aus Amerika wird von seiner 'Frau' verlassen, ein anderer feiert sein 'coming out'. Was fur eine Woche!
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#6 Leo GAnonym
  • 03.07.2012, 20:15h
  • Jetzt kommt ne Titelstory fürn Gaymagazin.
    Am liebsten mit Cock ausm Anzug. Bitte!
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#7 PanneAnonym
#8 reiserobbyEhemaliges Profil
#9 cool aberAnonym
#10 BjörnarAnonym