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  • 10.07.2012           45      Teilen:   |

CSD Hamburg: Auch FDP beharrt auf Teilnahme

Aktueller CSD-Aufkleber der FDP: Bei der Hamburger Parade wollen die Liberalen aber nicht frei machen...
Aktueller CSD-Aufkleber der FDP: Bei der Hamburger Parade wollen die Liberalen aber nicht frei machen...

Den Aufruf von Hamburg Pride, die CSD-Teilnahme zu überdenken, nahmen die Liberalen "mit großer Überraschung" zur Kenntnis.

Von Carsten Weidemann

Beim Hamburger CSD am ersten August-Wochenende werden auch die beiden Regierungsparteien im Bund bei Parade und Straßenfest dabei sein. Sowohl die Lesben und Schwulen in der Union (LSU) als auch die FDP wiesen einen Aufruf des Hamburg Pride e.V. zurück, die Teilnahme zu überdenken. Der CSD-Verein hatte Schwarz-Gelb am Montag in einem Offenen Brief vorgeworfen, wegen des Abstimmungsverhaltens Ende Juni im Bundestag nicht hinter dem CSD-Motto "Ehe 2.0 - Nach den Pflichten jetzt die Rechte" zu stehen (queer.de berichtete).

Während die LSU noch am selben Tag erklärte, "jetzt erst recht" am Hamburger CSD teilnehmen zu wollen (queer.de berichtete), antworteten die Fraktionen der FDP in Bürgerschaft und Bundestag in einem gemeinsamen Brief am Dienstag. Darin heißt es, den Aufruf des Hamburg Pride e.V. habe man "mit großer Überraschung (...) zur Kenntnis genommen". Fast trotzig klingt der Satz: "Wenn der Hamburg Pride erklärt, niemanden von der Parade ausschließen zu wollen, dann können Sie davon ausgehen, dass wir an der Parade teilnehmen werden."

Fortsetzung nach Anzeige


Die FDP fordert den Hamburg Pride zum Gespräch auf

Weiter schreiben die Liberalen: "Die FDP-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft bekennt sich zum Motto der CSD-Demonstration 'Ehe 2.0 - Nach den Pflichten jetzt die Rechte'. Die FDP kämpft auf allen Ebenen für den Abbau von Diskriminierung und Intoleranz. Gerade weil es dazu weiterer Anstrengungen bedarf, sollten die Kräfte, die sich für die Gleichstellung einsetzen, zusammen arbeiten."

Die FDP forderte den Hamburg Pride indirekt auf, sich ein Beispiel am Kölner KLuST zu nehmen: "In Köln kam es im Vorfeld des CSDs in diesem Jahr zu Bedrohungen des FDP-Wagens auf dem CSD. Dort stellte sich der Veranstalter ganz bewusst hinter die FDP als Teilnehmer an der politischen Parade, weil es ihm nicht um parteipolitisches Gezänk ging, sondern um das Vorantreiben der gemeinsamen Ziele."

"Über den Weg dorthin sollten wir diskutieren", schreiben die Liberalen weiter. "Wir würden uns freuen, wenn es zu einem Gespräch zwischen Vertretern des Hamburg Pride e.V. und der FDP-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft kommen würde. Und wenn Ihr offener Brief am Ende dazu führt, dass wir diesem Ziel ein Stück näher kommen, dann hat er sich auf jeden Fall gelohnt."

Links zum Thema:
» FDP-Antwort auf offenen Brief von Hamburg Pride zum Download
» Homepage des CSD Hamburg
Mehr zum Thema:
» Hamburg Pride: CDU und FDP sollen CSD-Teilnahme überdenken (09.07.2012)
» LSU Hamburg: "Jetzt erst recht" zum CSD (10.07.2012)
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Tags: csd hamburg, hamburg pride, lsu, fdp
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Reaktionen zu "CSD Hamburg: Auch FDP beharrt auf Teilnahme"


 45 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
10.07.2012
19:25:24


(+8, 12 Votes)

Von alexander
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die letzten ereignisse bestätigen immer mehr meine meinung, dass diese "politikhuren" auf einem csd nichts zu suchen haben !!!
das hat mit demokratie überhaupt nichts zu tun !
wir wollen unsere gegner nicht MITFEIERN lassen, basta ! denn sie missbrauchen den grundgedanken der bewegung und wollen ihn für ihre zwecke "benutzen"!
offenbar würde ein ausschluss die bande doch treffen, und genau das ist der sinn der sache !!!
oder aber sollten sich schwule und lesben auch auf ihren "veranstaltungen" in vollem ornat und fummel beteiligen ???????


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#2
10.07.2012
19:36:50


(+9, 13 Votes)

Von SSJ3 Vegotenks


Jetzt erst recht die faulen Eier besorgen gehen! Dieses verlogene hinterf***ige gelbe Pack!

Es mag ja sein daß die Basis der FDP anders denkt als ihre Chefetage... und daß die Basis die Wut jetzt zu unrecht kassiert... aber dann soll dieses Basis, in 3 Teufels Namen (gerne auch noch alle anderen Höllen mit dazu...), ihrer sch*** Chefetage mal richtig gewaltig Feuer unterm Allerwertesten machen!!!

Wir helfen gerne nach.... Spätestens wenn Ihr (ja, das gelbe Pack!) es mal aus EIGENEM Antrieb (und nicht durch Gerichtszwang!) geschafft habt die Ehe-Öffnung durchzusetzen.... DANN könnt ihr euch VIELLEICHT mal wieder mit nem kleinen gelben Wägelchen ganz hinten aufm CSD blicken lassen!

Dasselbe gilt im übrigen auch für die CDU/CSU, obwohl hier ja die (schwarze) Betonköpfigkeit bekannt ist.... ist zwar auch keine wirklich Entschuldigung, aber wenigstens werben sie nicht aktiv mit Augenwischerei um lesbischwule Stimmen....


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#3
10.07.2012
20:15:13


(+8, 10 Votes)

Von Felix


Das war klar, dass die FDP auf stur schaltet und sich diese Propaganda-Möglichkeit nicht durchgehen lassen will.

Schließlich gibt es immer noch ein paar Wähler, die die reale Politik nicht so verfolgen und dann meinen, die FDP würde was für uns tun, nur weil sie bei einem CSD mitfährt.

Anstand hatte die FDP noch nie; die ziehen gnadenlos ihre Nummer durch, um möglichst viele Wähler verarschen zu können. Was zählt die Meinung der informierteren, solange man sich Macht und Einkommen sichern kann...


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#4
10.07.2012
20:24:09


(+10, 12 Votes)

Von sanscapote
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Die getroffenen Hunde bellen.

Sie nehmen "mit grosser Ueberraschung" zur Kenntnis? Also sind sie ein bisschen aufgewacht?

Wer hat das letzte Wort, ob die gelben Schwarzkittel am Hambourg Pride teilnehmen koennen?

Ich plaediere fuer Standhaftigkeit im Ausschluss!
Die Situation hat sich veraendert und neue Erkenntnisse rechtfertigen neue Entscheidungen!


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#5
10.07.2012
20:58:59


(+8, 10 Votes)

Von antos
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Antwort zu Kommentar #1 von alexander


Ich würde - kleine Steigerung - generell Parteien von den CSD-Paraden ausschließen. Den Platz für Parteivertreter sehe ich auf den Bühnen für politische Diskussion, auf denen sie sich zu ihren Erfolgen und Mißerfolgen befragen lassen.


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#6
10.07.2012
21:08:45


(+5, 7 Votes)

Von Nappoman


Selbst schuld, wenn sie niemanden ausschließen wollen. Selbst schuld, sich diskriminieren zu lassen. Selbst schuld, sich schlecht bezahlen zu lassen. Selbst schuld, sich entlassen zu lassen. ... Dieses FDP-Gekröse schreit nach mehr Druck.


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#7
10.07.2012
21:16:11


(+8, 10 Votes)

Von Peer


Ich verstehe nicht, warum man bei homophoben Parteien wie Union und FDP überhaupt noch so freundlich nachfragt, ob sie nicht freiwillig auf eine Teilnahme verzichten.

Klar, dass dieses bigotte Pack sich niemals freiwillig eine kostenlose Werbemöglichkeit durch die Lappen gehen lässt. Sonst müsste man für denselben Werbeeffekt sehr viel Geld zahlen. Und selbst die homophobsten Parteien haben nichts gegen eine CSD-Teilnahme, wenn es ihnen nützt. Man kann ja dann trotzdem weiter bei Abstimmungen gegen uns stimmen und uns weiterhin diskriminieren.

Sowas lassen auch nur Schwule und Lesben zu. Kein Schwarzer würde zulassen, dass Parteien, die Schwarze diskriminieren, sich bei Bürgerechtsdemos anders geben als sie in der Realität handeln.

Ich verstehe nicht, wieso die Organisatoren statt nur zu bitten, die Teilnahme schlicht verbieten!

Klar ist das eine harte Maßnahme, aber Parteien wie Union und FDP, die uns laufend diskriminieren und selbst den kleinsten Fortschritt verhindern, sollten nicht die Chance bekommen, CSDs für ihre Zwecke zu instrumentalisieren.


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#8
10.07.2012
21:16:23


(+7, 9 Votes)

Von alexander
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Antwort zu Kommentar #5 von antos


danke dir, auf die idee bin ich aufgrund meiner "persönlichen empörung" noch nicht gekommen !

zumal wir auch bis jetzt, genau besehen, mehr oder weniger, nur mit worthülsen aller parteien abgespeist wurden !


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#9
10.07.2012
21:26:50


(+8, 10 Votes)

Von Boyfriend
Antwort zu Kommentar #7 von Peer


Sehe ich auch so:
Klar werden solche scheinheiligen Opportunisten, die sich winden, um überall möglichst viele Stimmen zu bekommen, ohne was zu tun, sich nicht diese Gratis-Werbung entgehen lassen.

Die muss man schon zwingen. Und eh Leute das selbst in die Hand nehmen, sollten die Organisatioren das tun.

Wieso soll man Parteien freundlich bitten, die uns nur schaden. Bei denen helfen nur Verbote und keine sachlichen Appelle. Die schaden uns, wieso sollten wir denen dann ein Forum bieten...


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#10
10.07.2012
21:39:23


(+6, 8 Votes)

Von Loren
Aus Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern)
Mitglied seit 02.11.2013


Sofern diese Diskussion es in die regionale und überregionale Presse schafft, könnte das Handeln von FDP und CDU, das offenbar dem Motto "Frechheit siegt" folgt, doch nach hinten losgehen. Informierte Bürger werden das Resultat der schwarz-gelben Politik im Bundestag (hoffentlich) einzuordnen wissen:

"Am Ende steht jedoch das Ergebnis: Homosexuelle werden weiter diskriminiert."

(aus dem offenen Brief von Hamburg Pride e.V.)


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