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  • 12.07.2012           10      Teilen:   |

Homo-Aufklärung: Kretschmann kündigt Aktionsplan an

Mal ein etwas anderer Coverboy: Als erster Ministerpräsident Baden-Württembergs gab Winfried Kretschmann der "Schwulst" ein Interview
Mal ein etwas anderer Coverboy: Als erster Ministerpräsident Baden-Württembergs gab Winfried Kretschmann der "Schwulst" ein Interview

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat einen "Aktionsplan für Selbstbestimmung und Akzeptanz sexueller Vielfalt" angekündigt. Dieser werde zurzeit vom Sozialministerium erarbeitet, erklärte der Grünen-Politiker in einem Interview mit dem Stuttgarter Schwulenmagazin "Schwulst". Schon bald solle der Entwurf dem grün-roten Kabinett vorgelegt werden.

"Wir haben uns ja vorgenommen, dass Baden-Württemberg sich gegenüber sexuellen Minderheiten ein tolerantes und offenes Gesicht gibt", sagte Kretschmann dem Magazin. "Der Aktionsplan soll Abwertung und Diskriminierung entgegenwirken. Ziel ist, dass wir Diskriminierung auf allen Gebieten beseitigen, auf denen es sie gibt." Kretschmann versprach, die schwul-lesbischen Interessenverbände dabei einzubeziehen: "Es ist sehr notwendig, dass die Betroffenen mitgestalten können."

Der Aktionsplan soll die vorschulische, schulische und außerschulische Bildung, Arbeitswelt, Kultur als auch Sport umfassen, erklärte der Ministerpräsident. Das Thema werde bereits in die neuen Bildungspläne 2015/2016 einfließen. "Aber schon wird bei der Überarbeitung von Lehrmaterialien die schwul-lesbische Thematik eingebracht", sagte Kretschmann gegenüber "Schwulst".

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Kretschmann gegen Ächtung homophober Sprache

Am 28. Juni 2012 lud Kretschmann erstmals zu einem CSD-Empfang in die Villa Reitzenstein - Quelle: Staatskanzlei Baden-Württemberg
Am 28. Juni 2012 lud Kretschmann erstmals zu einem CSD-Empfang in die Villa Reitzenstein (Bild: Staatskanzlei Baden-Württemberg)

Der Grünen-Politiker sprach sich allerdings gegen eine institutionalisierte Ächtung von homophober Sprache und Mobbings an den Schulen aus, wie sie etwa in Großbritannien vorgesehen ist. Man könne Kindern und Jugendlichen keine "political correctness" verordnen. "Ich bin generell skeptisch, den Schulbetrieb immer mehr zu verrechtlichen. Wir müssen im Inneren überzeugen, was falsch und was richtig ist", sagte Kretschmann. "Ich sage da immer: 'Raus, was raus muss!' und das dann verarbeiten, statt es schwelen zu lassen." Allerdings warnte der ehemalige Lehrer: "Der Pädagoge darf es niemals übersehen, wenn Diskriminierung geschieht".

Als erster Ministerpräsident von Baden-Württemberg hatte Kretschmann im vergangenen Monat zu einem CSD-Empfang in die Villa Reitzenstein eingeladen. Auf die Frage von "Schwulst", ob er nicht auch an der Parade auf dem Wagen der Grünen oder einem möglichen Truck der Landesregierung teilnehmen wolle, winkte er jedoch ab: "Das ist nicht ganz mein Format. (...) Man muss die Dinge machen, die persönlich zu einem passen."

Links zum Thema:
» Das komplette Kretschmann-Interview in der Schwulst
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Tags: baden-württemberg. winfried kretschmann, schule, aktionsplan
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Reaktionen zu "Homo-Aufklärung: Kretschmann kündigt Aktionsplan an"


 10 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
12.07.2012
14:55:34


(-1, 5 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Was Schwarzgelb in Baden-Württemberg jahrelang sträflich vernachlässigt hat, wird nun endlich von der neuen Landesregierung nachgeholt!


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#2
12.07.2012
15:14:18


(+4, 6 Votes)

Von Tomm
Antwort zu Kommentar #1 von FoXXXyness


Da wurde nix "vernachlässigt" !! Es hat schlichtweg gar nicht stattgefunden !!


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#3
12.07.2012
18:43:03


(-3, 5 Votes)

Von GrFr


Na dann, viel Gluck... Ich bin mit Baden-Wurtemberg gut bekannt, besonders - mit Hechingen-Jungingen Kreis, und kann nur raten: bitte, lassen sie diese Umgebung in Ruhe! Sie wird nie 'homofreundlicher' werden, dazu ist sie zu konservativ und glaubig. Und das ist auch gut so.


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#4
12.07.2012
19:04:54


(-1, 5 Votes)

Von Timm Johannes


Sehr erfreulich für Baden-Württemberg

Aktuell holt derzeit das Bundesland Baden-Württemberg als zweitletztes Bundesland die Glleichstellung der verpartnerten Landesbeamten in Besoldung und in Versorgung nach. Der Gesetzentwurf ist schon im Landtag.

Ebenso letzten Dezember bereits die landesweite Öffnung der Standesämter, vorher war dies nur in den kreisfreien Städten in Baden-Württemberg erlaubt.

Es fehlt dann noch ein Gleichstellungsgesetz für verpartnerte Paare zum sonstigem Landesrecht in Baden-Württemberg. Das muss Rot-Grün dann noch gesetzlich erledigen.

Baden-Württemberg ist auf einem guten Weg.

Schlussslicht ist in Sachen Gleichstellung das Bundesland Sachsen.


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#5
12.07.2012
20:56:12


(+2, 4 Votes)

Von antos
Profil nur für angemeldete User sichtbar


"Ich bin generell skeptisch, den Schulbetrieb immer mehr zu verrechtlichen. Wir müssen im Inneren überzeugen, was falsch und was richtig ist", sagte Kretschmann. "Ich sage da immer: 'Raus, was raus muss!' und das dann verarbeiten, statt es schwelen zu lassen."

Was für ein Unfug. Seine letzter psychologischer Refresher zum Umgang mit aggressivem Verhalten scheint Jahrzehnte her zu sein. Als hätte irgendein Mensch ein Reservoir an "Aggressionen", die "rausmüssen".


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#6
13.07.2012
06:53:35
Via Handy


(+2, 4 Votes)

Von Björnar
Antwort zu Kommentar #3 von GrFr


Ich muß mich doch sehr wundern: Homophobie ist "gut so"?


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#7
13.07.2012
12:22:12


(+2, 4 Votes)

Von David77
Antwort zu Kommentar #3 von GrFr


"GrFr schreibt am 12.07.2012, 18:43:03 Uhr:
Na dann, viel GlUck... Ich bin mit Baden-Wurtemberg gut bekannt, besonders - mit Hechingen-Jungingen Kreis, und kann nur raten: bitte, lassen sie diese Umgebung in Ruhe! Sie wird nie 'homofreundlicher' werden, dazu ist sie zu konservativ und glAUbig"

Dü bist äber gänz sicher nicht von dä oder lebst dört, sonst hättest dü keine Pröbleme mit Ümläüten.


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#8
13.07.2012
16:06:57


(+3, 3 Votes)

Von karl-Otto


wenn GRÜN das ankündigt im Wahlprogramm dann machen die das auch - ist doch logisch (wenn sie nicht durch andere Regierungsmehrheiten zu Komprimissen gezwungen werden - das muss wohl nicht betont werden)


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#9
19.07.2012
12:39:07


(+3, 3 Votes)

Von Timm Johannes


So zumindest die verpartnerten Landesbeamten in Baden-Württemberg können sich schonmal jetzt freuen:

*
Link zu www.tagblatt.de

Als zweitletztes Bundesland hat Baden-Württemberg dies nun umgesetzt. Es fehlt nur noch das Bundesland Sachsen als leztes Bundesland, das somit homopolitisches Schlusslicht ist.

---
Des Weiteren sollte Baden-Württemberg nunmehr sein "restliches" Landesrecht anpassen: dies haben bisher auch Bayern, Thüringen und Sachsen versäumt.


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#10
07.12.2012
15:28:10


(0, 0 Vote)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #3 von GrFr


Also ich bin mit einigen Menschen ziemlich gut bekannt, aber nicht mit einem "Grün-Streifen" in der Republik..

Und mit diesen gut bekannten Menschen in diesem Grün-Streifen die alle ausnahmslos schwul sind, pflege ich auch über die politische Situation in ihrem "Ländle" zu sprechen..

Grundsätzlich stimmt es, das dort ebenso wie anderswo, gerade die ländlichen Gebiete von theologischer Indoktrination und Intoleranz strotzen..

Aber auch diese Gebiete werden sich mit den Gegebenheiten und der Lebenswirklichkeit eines Staates in der Mitte Europa´s abfinden müssen, und schlussendlich akzeptieren müssen das sie durch ihre innewohnende Ignoranz das Land nicht in die Zeit vor der Erfindung des Rades, des Wortes, des Buchdruckes und der Erkenntnis zurück-reden werden können..

Lebt damit, oder lasst es..

Aber redet hier, in solchen Foren keinen Schwachsinn..

-tze-


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