Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 12.07.2012           17      Teilen:   |

ÖVP macht Stimmung gegen "homofreundliches" Rot-Grün

Wahlpakat der ÖVP aus dem Jahr 2006. Der nächste Nationalrat wird im nächsten Jahr gewählt. - Quelle: Wiki Commons / Gryffindor / CC-BY-2.5
Wahlpakat der ÖVP aus dem Jahr 2006. Der nächste Nationalrat wird im nächsten Jahr gewählt. (Bild: Wiki Commons / Gryffindor / CC-BY-2.5)

Die Österreichische Volkspartei hat mit einem neuen 61-seitigen Strategie- und Argumentationspapier für Parteifunktionäre für Empörung gesorgt. Mit dem Heft bereitet die Partei ihren Wahlkampf für den Nationalrat vor.

Die Fibel steht unter dem Titel "Rot-Grün - Eine gefährliche Drohung" und spricht sich gegen mehr Rechte für Schwule und Lesben aus. Rot-Grün stehe für eine "Abschaffung der Ehe", heißt es etwa. "Der Angriff von Rot-Grün auf das Institut der Ehe" zeige sich in einer Öffnung der Lebenspartnerschaft auch für Hetero-Paare und einer Öffnung der Ehe, die "die besondere Stellung einer auf Kinder und Familie ausgerichteten Partnerschaft zwischen Mann und Frau untergrabe".

Die ÖVP findet hingegen, das Land brauche mehr Kinder, daher müsse der "Familie und der Ehe zwischen Mann und Frau wieder mehr Bedeutung" beigemessen werden. "Für gleichgeschlechtliche Partnerschaften wurde eine eigene Rechtsform geschaffen, die keiner Ergänzung bedarf."

Fortsetzung nach Anzeige


Rot-Grün möchte zudem "Ideologie durchsetzen" statt sich um das Kindeswohl zu kümmern, so die ÖVP. Das zeige das geforderte Adoptionsrecht für Homopaare. Die ÖVP hingegen bezeichnet sich als "einzige Familienpartei". Jedes Kind habe "Anspruch auf Vater und Mutter" und es entspreche dem Kindeswohl am ehesten, "wenn ein Kind von verschiedengeschlechtlichen Bezugspersonen aufgezogen wird".

Umgarnt sind die Abschnitte zu Ehe und Familie mit positiven Stimmen von SPÖ- und Grünenpolitikern zu Homo-Rechten. Diese reagierten entnervt auf die Fibel: "Was die ÖVP in ihrer Fibel gegen Rot-Grün von sich gibt, ist teilweise unglaublich homophob", kritisierte etwa Marco Schreuder, Bundesrat der Grünen und Sprecher der Grünen Andersrum Wien. "Wenigstens zeigt sie jetzt ihr homophobes Gesicht und offenbart, dass ihnen die Rechte von Schwulen, Lesben und Transgender-Personen nie wirklich ein Anliegen waren."

Die SPÖ-Geschäftsführerin Laura Rudas nannte das Papier einen "komischen Versuch, das Sommerloch zu füllen". Andere Politiker verglichen die Aussagen mit denen der FPÖ. Die ehemals von Jörg Haider gegründete Partei macht immer wieder mit rechten Parolen von sich reden.

Die ÖVP hingegen, das Pendant zur deutschen CDU, hatte erst vor rund zwei Jahren in der Großen Koalition eine Einführung von Eingetragenen Partnerschaften mitgetragen (queer.de berichtete) - wenngleich mit gewissen Einschränkungen. Lebenspartner durften etwa keinen "Familiennamen", sondern einen "Nachnamen" führen und müssen mindestens 18 sein, während eine Hetero-Ehe bereits mit 16 möglich ist. (nb)

Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 17 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 19                  
Service: | pdf | mailen
Tags: österreich, övp
Schwerpunkt:
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

loading...

Reaktionen zu "ÖVP macht Stimmung gegen "homofreundliches" Rot-Grün"


 17 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
12.07.2012
22:45:13


(+7, 9 Votes)

Von Irre Lesbe


"Die ÖVP findet hingegen, das Land brauche mehr Kinder, daher müsse der "Familie und der Ehe zwischen Mann und Frau wieder mehr Bedeutung" beigemessen werden."

Na klar... die ganze Welt braucht mehr Kinder... mehr Menschen. Da es ja so wenige unserer Art gibt.

Ansonsten bleibt mir da nur zu sagen: Stopft all diese Bekloppten auf eine Insel, von der sie nie wieder wegkommen.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
13.07.2012
00:01:50


(-11, 13 Votes)

Von GF von Pr


Ich bin mit OVP diesmal absolut einverstanden. Eingetragene Partnerschaft ist ein Zivilrecht der schwulen und Lesben - nicht weniger, aber auch nicht mehr. Die Ehe, und insbesonders Adoptionsrecht mussen den Hetero-Paaren vorbehalten bleiben. Denn was sagen die Kinder, die jetzt in den gleichgeschlechtlichen Partnerschaften aufwachsen, wenn sie erwachsen werden? Ich weiss das nicht - aber wer weiss das so genau? Adoptiosnsrecht, ja auch eingetragene Partnerschaft bleiben unter LGBT Leuten ein absolutes Minderheitsprogramm (Sie glauben das nicht? - dann sehen, bitte, die Statisken und Artikel von Kurt Kickler in der vorletzten 'Lambda Nachrichten' Ausgabe, dort ist vieles uber wirkliche Aktualitaten der LGBT Community von Osterreich berichtet). Warum, darf ich fragen, warum sollen die Wunsche einer absoluten Minderheit in der Minderheit im Vordergrund stehen und die Interesse aller ubrigen in dieser Gemeinde geopfert sein? Ja, Sie konnen sagen, Ehe und Adoptionsrecht schadet niemandem in der LGBT Gemeinschaft, egal ob er oder sie das personlich irgendwann im Leben ausnutzen wird.- Vielleicht, ich stimme zu - das homofreundliche Klima ist durch Recht auf die Adoption bzw. Ehe irgendwie schon starker befestigt. Aber das Risiko ist einfach zu gross, und vor allem - fur uns, Schwule, selbst. Wenn etwas schief mit den Kindern in den Homofamilien geht, dann werden die religiosen Fanatiker das sehr gut benutzen, um alle - ja, alle - unsere Rechte zu streichen, auch das Recht auf straffreien Sex (und das ist so verdammt schon, mit einem netten Kerl, den ich auf der Berliner Stadtschlosswiese am Tag getroffen habe, Sex in der Nacht, irgendwo in der Bar zu haben, als meine Frau im Ausland ist). Ist das wirklich das Risiko wert? Wirklich?


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#3
13.07.2012
00:16:17


(+5, 7 Votes)

Von Gollis
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #2 von GF von Pr


Geh beten, Feigling!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#4
13.07.2012
06:34:48


(+7, 9 Votes)

Von sanscapote
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #2 von GF von Pr


Geh und erklaere dich solidarisch mit der Tunte Sch... in Wien. Sie will auch keine Rechte fuer uns Schwule.

Du kennst keine Aussage von Kindern, die von gleichgeschlechtlichen Paaren aufgezogen wurden?

Schaugst mal auf meine Profiseite. Dort findest du einen Film von einer jungen Dame, die von einem gleichgeschlechtlichen Paar aufgezogen wurde und wirst dann zu anderen heute Erwachsenen gefuehrt die ebenfalls so aufgezogen wurden. Hoere, was sie erzaehlen!!

Es gibt kein Risiko, per se. Nur dir Schatzerl rate ich von einem Adoptionsantrag ab. Du hast viel zu vui Schiiiiiss ind Hosn du mit die Frau in Austria?!?!?!

Hoer auf so zu reden: Dass unsere Wuensche die Interessen aller uebrigen in deiner Gemeinde zunichte machen.
Du bist doch kein echter Schwuler, sonst wuerdest du so nicht reden!!

Es ist mehr als unsere Wuensche (die auch):

ES IST UNSER RECHT IN EINEM DEMOKRATISCHEN STAAT DIE GLEICHEN RECHTE ZU HABEN WIE DIE HETEN!!!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#5
13.07.2012
06:41:30
Via Handy


(+7, 7 Votes)

Von Björnar
Antwort zu Kommentar #2 von GF von Pr


Was soll der Unfug? Wir sind nicht auf Spekulationen angewiesen. Es gibt hinlänglich Studien, die belegen, daß Schwule und Lesben als Eltern ebenso geeignet und deren Kinder ebenso gut angepaßt sind. Warum sollten wir uns also dem Diktat der Homohasser unterwerfen?


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#6
13.07.2012
06:45:29
Via Handy


(+6, 8 Votes)

Von Björnar


Warscheinlich entspräche es am ehesten dem Kindeswohl, wenn die Eltern blond und blauäugig sind, am liebsten Marschmusik hören und das R schön rrrollen...


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#7
13.07.2012
09:16:46


(+1, 3 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


In Piefkeland wundert mich überhaupt nichts mehr und daß die ÖVP mit dieser Hetzschrift meint, die Wahlen zu gewinnen, liegt sie auf dem Holzweg! Es ist schon schizophren, erst in der Großen Koalition für die Eingetragene Partnerschaft zu stimmen und nun nichts mehr davon wissen zu wollen!

Mit diesem Pamphlet erreicht die ÖVP höchstens, daß sie bei den Wahlen einen Denkzettel von den Wählern bekommt! Das dürfte man doch dort wohl hinbekommen?


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#8
13.07.2012
11:20:28


(+4, 4 Votes)

Von Darth Bane
Antwort zu Kommentar #7 von FoXXXyness


Politiker interessiert doch nie, was sie vorher gesagt haben. In Deutschland hat die SPD z.B. zu Zeiten der Großen Koalition auch der Einführung des Betreungsgeldes zugestimmt. Jetzt will sie davon plötzlich nichts mehr wissen.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#9
13.07.2012
11:34:59


(+8, 10 Votes)

Von alexander
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #2 von GF von Pr


ich kann dir überhaupt nicht sagen, wie sehr ich SCHRANKSCHWESTERN hasse !!!

dein text :
[Aber das Risiko ist einfach zu gross, und vor allem - fur uns, Schwule, selbst. Wenn etwas schief mit den Kindern in den Homofamilien geht, dann werden die religiosen Fanatiker das sehr gut benutzen, um alle - ja, alle - unsere Rechte zu streichen, auch das Recht auf straffreien Sex ] ???

also ich bitte dich, was soll in homofamilien mit den lieben kleinen denn noch schiefer laufen, als es mit den lieben kinderchen in der kirche bislang gelaufen ist ??? und mit sicherheit immer noch läuft !!!
besonders infam finde ich aber deine persönliche haltung ! du benutzt diesen schmierigen umweg, weil du um deinen unkomplizierten, schnellen FICK, (nebenbei) fürchtest !!!
(weil deine, dich liebende gattin gerade nicht hinschaut ???)

solche "menschen" liebe ich, die krampfhaft ihre heile welt gegen den rest der welt verteidigen wollen, aber bei jeder gelegenheit, genau diesen rest völlig skrupellos, für sich in anspruch nehmen !
das gleiche verhalten, dass uns die offiziellen, besonders "gläubigen" HOMOHASSER entgegenbringen ! schwule und lesben sind deiner meinung nach, mal eben zum schnellen GE-und VERBRAUCH gedacht und bestimmt ???

IST DOCH ALLES NUR SPASS !

du bist ein HERZERL ? mir übelt !


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#10
13.07.2012
12:09:06


(+9, 9 Votes)

Von FDP-Christian
Antwort zu Kommentar #2 von GF von Pr


Das ist ja ekelhaft!!

Sie haben eine Ehefrau, leben also in der heiligen Institution der Ehe, und gehen dann nachts mit fremden Kerlen fremd.

Ich habe wirklich aufrichtiges Mitleid mit Ihrer Frau. Vom Ansteckungsrisiko mal abgesehen...

Ich empfinde auch so, dass eine Ehe eine sakrale Sache ist. Dies schließt aber nicht aus, dass nicht auch Homosexuelle eine Ehe eingehen können sollen.
Ihre Pseudo-Bedenken leiten sich von Ihrem mehr als befremdlichen Lebensstil ab.
Sie diskreditieren sich und sicherlich auch andere Schwule mit Ihren Worten...

Ich bin einfach fassungslos. Die arme Ehefrau geht ins Ausland und der Ehemann geht mit Kerlen fremd. Baaah...


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
« zurück  12  vor »


 POLITIK - EUROPA

Top-Links (Werbung)

 POLITIK



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
Wieder homophobe Fangesänge gegen Cristiano Ronaldo Stuttgart: Laura rüffelt schwule Cruiser MV: Fast alle LGBT-Schüler beklagen Diskriminierung Regenbogenfahnen gestohlen und verbrannt
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt