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Jobst Knigge hat neben "Der Aids-Krieg" zahlreiche Dokus gedreht, darunter zu "Dynastien in NRW" (WDR) und zum "Wunder von Bern" (ZDF) (Bild: Axel Bach)

Beim CSD in München ist am Samstag der Filmautor Jobst Knigge für seine TV-Dokumentation "Der Aids-Krieg" mit dem Felix-Rexhausen-Preis 2012 ausgezeichnet worden. Mit dem Preis würdigt der Bund Lesbischer und Schwuler JournalistInnen (BSLJ) besonderes publizistisches Engagement in der Berichterstattung über Lesben, Schwule und Bisexuelle.

Die Dokumentation, die die ARD im letzten November ausstrahlte und derzeit in der WDR-Mediathek abrufbar ist, erzählt von den ersten Jahren der Aids-Krise, von den Betroffenen, die sich zusammenschließen, auch im Kampf gegen die Politik, die über Internierungslager nachdenkt. Unter anderem gelingt es Knigge durch Interviews mit Zeitzeugen, darunter Internierungs-Befürworter Peter Gauweiler (CSU), "auf anrührende und zugleich informative Weise, an die Jahre nach dem Aufkommen der Immunschwächekrankheit zu erinnern", so die Jury. "Spannend erzählt, beleuchtet die Dokumentation eine Zeit, in der erstmals in aller Öffentlichkeit über schwulen Sex gesprochen wurde und in der lange nicht klar war, wie 'Der Aids-Krieg' ausgehen würde."

Der Preis, dotiert mit 500 Euro, wurde von Ex-Formel-Eins-Moderator Peter Illmann überreicht. Nominiert waren auch Amrai Coen für ihre Reportage "Der Ball als Waffe", die am 23. April 2012 im "Spiegel" veröffentlicht wurde, und Wibke Starck für ihr Radio-Feature "Elternquartett - Vom Alltag einer Regenbogenfamilie", gesendet am 22. Januar 2012 auf NDR-Info. Mit einem undotierten Sonderpreis wurde zudem die ARD-Kurzdoku "Ich bin schwul - Tobi steht auf Jungs" ausgezeichnet, das Feature über einen 17-jährigen Kölner lief in in der Jugendreihe "neuneinhalb".

Im BLSJ sind derzeit rund 200 Journalisten versammelt, die sich auch in Regionalgruppen treffen. 2001 hatte der Bund den Kölner Appell beschlossen, der Medien zu einem neuen Umgang mit sexueller Orientierung und Privatleben von Personen des öffentlichen Lebens aufruft. (nb)