Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?16953

Keith O'Brien will das Volk gegen die Ehe-Öffnung mobilisieren

Die katholische Kirche in Großbritannien will sich gegen die geplante Öffnung der Ehe für schwule und lesbische Paare in Schottland wehren. Entsprechende Pläne will die regionale Regierung in dieser Woche vorstellen, nachdem sie in einem Beratungsprozess 80.000 Antworten aus dem Volk bekommen hatte.

Kardinal Keith O'Brien, Erzbischof von Edinburgh und Vorsitzender der Bischofskonferenz der schottischen Katholiken, hat nun die Regierung aufgefordert, ein Referendum über die Frage abzuhalten. Die Regierung habe fast vier Mal soviele Antworten in dem Beratungsprozess erhalten als bei der Frage zu einem Unabhängigkeitsreferendum. "Lasst alle, die eine Meinung zu dieser Frage haben, ihr Vertrauen in die Menschen Schottlands setzen und Schottland entscheiden", so O'Brien.

Der Kardinal hat der BBC zufolge bereits einen Plan beschlossen, mithilfe einer Kollekte bis zu 100.000 britische Pfund zu sammeln, um mit einer "Scotland for marriage"-Kampagne gegen die Ehe-Öffnung zu kämpfen. Dabei hat die Regierung bereits angekündigt, dass Kirchen nicht gezwungen werden, gleichgeschlechtliche Ehen zu trauen.

"Die Ehe ist bedroht und Politiker sollen wissen, dass die Katholische Kirche jede Anstrengung und jede Kosten auf sich nimmt, um sie zu verteidigen", sagte O'Brien. Er hatte bereits Anfang des Jahres die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare als "groteske Zersetzung eines allgemein akzeptierten Menschenrechts" bezeichnet und mit der Legalisierung von Sklaverei verglichen (queer.de berichtete).

Die Homo-Gruppe The Equality Network kritisierte den Vorschlag für ein Referendum als "Amerikanisierung der schottischen Politik", als unfair und als Verschwendung von Steuergeldern. "Unsere Abgeordneten des schottischen Parlaments sind mit einem klaren Manifest gewählt worden, die Argumente für und gegen eine Ehe-Öffnung zu prüfen und dann darüber zu entscheiden", so Netzwerk-Sprecher Tom French gegenüber stv. Da das Gesetzesvorhaben von allen Parteien und der Mehrheit der Bevölkerung unterstützt werde, sollte es die Regierung nun zügig umsetzen.

Anglikaner: Gemeinde in Glasgow spaltet sich ab

Derweil hat sich am Montag eine Gemeinde in Glasgow von der anglikanischen Kirche Schottlands abgespalten. Dr. William Philip, Pfarrer an der bekannten Innenstadt-Kirche St. George's Tron, begründete die Entscheidung mit dem Beschluss der Landeskirche, Priester zuzulassen, die in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft leben. Die Gemeinde, die rund 500 Gläubige versammelt, prüft nun einen Anschluss an die Presbyterianer. (nb)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 GF Pr von PrAnonym
  • 16.07.2012, 18:48h
  • Dann bitte auch Referendum uber Zelibat, Frauen im Priesteramt und Wahl der Bischopfe von der Gemeinde selbst. Ach ja, ' Autonomie der Kirche' . Wie gut, dass sie selbst sich erinnert haben, vergessen das bitte nie mehr...
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Timm JohannesAnonym
  • 16.07.2012, 19:05h
  • Die katholische Kirche ist einfach zum KOTZEN.

    Es gibt bessere christliche Kirchen, die ganz andere theologische Positionen zum Thema homosexuelle Paare haben. Übrigens auch die presbyterianisch verfasste Church of Scotland ermöglicht öffentliche Segnungsgottesdienste für gleichgeschlechtliche Paare in Schottland.

    Und Ratzinger und Vatikanleitung versuchen seit einigen Jahren in England, Schottland, Wales anglikanische Christen abzuwerben, indem sie im Vereinigten Königreich massiv homophob auftreten und dadurch rechtskonservativ denkende Anglikaner abwerben wollen.

    Wie gesagt die KATHOLISCHE KIRCHENLEITUNG ist das Allerletzte.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 David77Anonym
  • 16.07.2012, 19:53h
  • Und was liebe Katholiken wenn die Mehrheit nun für die Eheöffnung spricht?! Wird das Referendum dann auch anerkannt oder spielt man dann weiter die beleidigte Leberwurst?
    Man müsste im Gegenzug demonstrativ ein Referendum über die Vorschriften der Kirche durchführen, mal sehen ob ihm das schmeckt.
    Was die einen dürfen kann den anderen doch recht und billig sein.

    "Er hatte bereits Anfang des Jahres die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare als "groteske Zersetzung eines allgemein akzeptierten Menschenrechts" bezeichnet und mit der Legalisierung von Sklaverei verglichen"

    Ach nee. Wo die Kirche bei der Sklaverei jahrhundertelang die Augen zugedrückt hat - war das etwa keine "Zersetzung des Menschenrechts"?!?

    Aber die Konflikte zwischen Protestanten und Katholiken sind wahrscheinlich ok, obwohl im benachbarten Nordirland noch immer nicht gelöst. Offenbar sieht man da keinen großen Handlungsbedarf. Tolle Prioritäten
  • Antworten » | Direktlink »
#4 sanscapote
#5 Timm JohannesAnonym
  • 16.07.2012, 20:56h
  • Antwort auf #4 von sanscapote
  • @sanscapote

    Das brauch ich nicht erst zu machen, denn das hat zumindest für Nordamerika bereits die US-amerikanische LGBT Seite ADVOCATE bereits sehr schön aufgelistet:

    Der Titel des Artikels mit entsprechender Liste lautet sehr schön:

    "Will you marry me?"

    *
    www.advocate.com/arts-entertainment/features/2011/11/18/will
    -you-marry-me


    American Baptist Church
    American, Independent, and Old Catholic Churches (unlike Roman Catholicism, independent of the Vatican)
    Christian Church (Disciples of Christ)
    Conservative, Reform, and Reconstructionist Judaism
    Episcopal Church
    Evangelical Lutheran Church in America
    Metropolitan Community Church
    Presbyterian Church (USA)
    Reformed Church in America
    Religious Society of Friends (Quakers)
    Unitarian Universalist Association
    United Church of Canada
    United Church of Christ
    Unity Church

    (Im Artikel ist nur ein Fehler nach meiner Meinung: die Reformed Church in Ameica ist leider noch nicht ganz soweit.)

    ----------------------

    Für Europa liesse sich eine theologisch ähnliche Liste von Kirchen aufführen:

    In zehn von 20 Landeskirchen der Evangelische Kirche in Deutschland:
    **Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz
    **Evangelisch-Lutherische Landeskirche in Braunschweig
    **Bremische Evangelische Kirche
    **Evangelische Kirche in Hessen und Nassau
    **Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg
    **Evangelische Kirche der Pfalz
    **Evangelische Kirche im Rheinland
    **Nordelbische Evangelisch-Lutherische Kirche
    ** Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck
    ** Evangelische Kirche von Westfalen
    * in den Evangelischen Kirche Helvetischen Bekenntnisses in Österreich
    * in den Schweizer reformierten Landeskirchen der Kantone Aargau, Schaffhausen, Reformierte Kirchen Bern-Jura-Solothurn und Evangelisch-reformierte Landeskirche des Kantons Zürich
    * in der Protestantische Kirche der Niederlande
    * bei den Remonstranten in den Niederlanden
    * in der Dänischen Volkskirche
    * in der Schwedischen Kirche
    * in der Norwegischen Kirche
    * in der Isländischen Kirche
    * in der Finnisch-Lutherischen Kirche
    * bei den Quäkern im Vereinigten Königreich
    * in der United Reformed Church in Großbritannien
    * in der Kirche Helvetischen Bekenntnisses in Österreich
    * in der presbyterianischen Church of Scotland
    * bei den Waldensern, einer protestantischen Kirche mit Verbreitung in Italien
    * bei den Altkatholiken
    * bei den Unitariern
    * bei der Evangelisch-medothistischen Kirche (EmK) ("sehr schwankend", Bischöfin Rosemarie Wenner hat da sehr gute Wort gefunden)

    * im Reformjudentum und im Konservativen Judentum
    * in einigen buddhistischen Gemeinschaften

    Das ist so ungefähr vollständig, was Europa angeht im Jahre 2012:

    --->Fazit: Es gibt durchaus eine ganze Reihe an christlichen Kirchen, die ganz anders lehren und handeln, als der Vatikan im Jahre 2012.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 alexander
#7 sanscapote
#8 StefanoAnonym
  • 16.07.2012, 21:42h
  • Immer interessant wie die kath. Kirche demokratische entscheidungsprozesse torpedieren will. Aggressiver geht es nicht. Ebenso dazu zu beachten der heutige Artikel über Umweltminister Altmaier, der sich zum entsetzen seiner parteifreunde in einer rede zur eheöffnung bekannt hat. Das lässt über den Charakter der CDU tief blicken. Katholibans im Bundestag?
  • Antworten » | Direktlink »
#9 alexander
  • 16.07.2012, 21:46h
  • Antwort auf #8 von Stefano
  • tja........, wie in der FDP, wir haben überhaupt nichts gegen die eheöffnung, müssen aber "politisch gegen sie stimmen" weil wir MUTTI VERPFLICHTET SIND !!!
    das nenne ich DEMOKRATIE !
  • Antworten » | Direktlink »
#10 finkAnonym
  • 16.07.2012, 22:22h
  • Antwort auf #5 von Timm Johannes
  • endlich wieder eine liste, was haben wir das alle vermisst...

    ich weiß nicht, wie oft ich dich hier im forum schon darauf hingewiesen habe, dass die finnische kirche vor nicht allzu langer zeit sehr ausdrücklich GEGEN die gleichstellung von homosexuellen paaren votiert hat. es gibt jetzt irgendein wischiwaschi mit handauflegen im privaten rahmen, wenn der pfarrer das unbedingt will, mehr ist nicht rumgekommen. öffentlich wird weiter gegen jedes weitere rechtliche zugeständnis gewettert - was diese kirche übrigens tausende von austritten kostet.

    mir ist es zu mühsam, deine ganze liste abzuklappern, aber dass du diese eine kirche trotz mehrfacher korrektur meinerseits hier schon wieder als "100% homofreundlich" auflistest, stellt deine glaubwürdigkeit deutlich in frage.

    liest du eigentlich jemals das, was andere schreiben? oder geht das alles zum einen ohr rein und zum anderen wieder raus?
  • Antworten » | Direktlink »