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  • 19.07.2012           47      Teilen:   |

Der Fall Peter Altmaier - Ein Sommersturm?

Peter Altmaier gilt als enger Vertrauter der Kanzlerin. Das macht die Frage seiner Homosexualität auch politisch interessant.
Peter Altmaier gilt als enger Vertrauter der Kanzlerin. Das macht die Frage seiner Homosexualität auch politisch interessant.

Während sich der Bundesumweltminister nur per Twitter zur Debatte äußert, wird in Blogs munter weiter über sein Schwulsein und ein angeblich spekulatives "Zwangsouting" debattiert. Dabei geschah das längst schleichend. Für die meisten Medien und Altmaiers Politikerkollegen bleibt die Geschichte eine Privatsache, über die man nicht spricht.

Von Norbert Blech

Die schrillsten Töne in der aktuellen "Outing"-Debatte kamen, damit musste gerechnet werden, aus dem Kölner Bayenturm. Man müsse "argumentieren, statt denunzieren", schrieb Alice Schwarzer, um dann über einige Journalisten als "Berufsschwule" herzuziehen, die den Bundesumweltminister aufs Eis geschickt und geradezu seelisch vergwaltigt hätten.

Am Sonntag hatte Altmaier der "Bild am Sonntag" ein Interview gegeben, in dem er sagte, dass der "liebe Gott" es so gefügt habe, dass er "unverheiratet und allein durchs Leben gehe". Das passte nicht so ganz zu dem Wissen, das viele Journalisten von dem Politiker haben. Jan Feddersen kritisierte in der "taz" das "pseudobarocke Schwurbeln" rund "um das schlimme Sch ...-Wort", Micha Schulze erklärte seine Verwunderung auf queer.de deutlicher: "Die Homosexualität des Umweltministers gilt als mehr oder weniger offenes Geheimnis". Am Folgetag ließ die "taz"-Chefredakteurin den Feddersen-Text löschen und entschuldigte sich öffentlich, worüber sich wiederum Micha Schulze und auch der Medienjournalist Stefan Niggemeier aufregten. Es folgte eine aufgeregte Debatte in einigen wenigen Medien und Blogs, viel war von "Zwangsouting" die Rede.

Nun gibt es eher selten ein freiwilliges Outing; ein knallhartes Outing, wie es vielleicht Praunheim in "Der heiße Stuhl" machte, ist in Deutschland ohnehin eher selten. Viel häufiger gibt es ein schleichendes Bekanntwerden, das einen manchmal quälend langen öffentlichen Coming-out-Prozess begleitet - Guido Westerwelle ist da ein Beispiel. Wer als nicht offen schwuler Prominenter in den 80er Jahren in Saarbrücken in sein schwules Stammlokal ging, musste nicht unbedingt mit einem Bekanntwerden der Homosexualität rechnen, zumal die Hürden für Medien wegen der damals größeren Tabuisierung höher waren. Trifft sich heute ein Politiker in Berlin öffentlich mehrfach mit seinem schwulen Freundeskreis, sieht das schon anders aus. Er mag nicht offen schwul sein, aber ist er noch versteckt schwul? Passt dann noch der Begriff "Outing"?

So gab es im Fall von Altmaier in den letzten Monaten, zunächst zwischen den Zeilen, Hinweise auf eine Homosexualität des Umweltministers, darüber war später auch mehrfach offen zu lesen, etwa auf queer.de und in zwei Kolumnen von Elmar Kraushaar in der "taz". Dass in der Debatte um das "Outing" nun "Spekulationen" kritisiert werden, gar Asexualität als Gegenthese ins Spiel gebracht wird, stößt da auf Unverständnis: "Bevor ich schreibe, dass jemand schwul ist, mache ich mich kundig", so Kraushaar gegenüber queer.de. "Drei voneinander unabhängige Quellen müssen mir das bestätigen - oder ich weiß es aus eigenem Erleben."

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Eine halbe Antwort per Twitter

Peter Altmaier diskutiert gerne per Twitter, wenngleich kurz
Peter Altmaier diskutiert gerne per Twitter, wenngleich kurz

Peter Altmaier selbst wurde per Twitter zu den "Spekulationen" befragt, er antwortete ausweichend: "Politiker müssen mit Spekulationen leben und sollten nicht zu allem ihren Senf geben. :-)" Als ein User schrieb, durch ein Coming-out könne Altmaier "viel für Schwule in der CDU tun", antwortete der Minister: "Umgekehrt: ich habe viel für Schwule, Frauen, Ausländer in der CDU getan, weil es mir um Überzeugung, nicht um eigene Interessen ging."

Queer.de wollte von Altmaier daraufhin wissen, was genau er für Schwule getan hat, warum er gegen die Ehe-Öffnung und eine Gleichstellung der Lebenspartnerschaft gestimmt hat und ob er diese Ziele grundsätzlich unterstützt. Ferner wollte queer.de wissen, von wem die Initiative für die BamS-Story ausging, ob die Worte zu seinem Single-Leben so gefallen sind, wie sie gedruckt wurden, und wie er seine sexuelle Orientierung bezeichnen würde. Sein Büro ließ die Anfrage vom Mittwoch unbeantwortet. Daher hat sich queer.de bei seinen Kollegen umgehört.

"Engagierter Wegbereiter"

Die Lesben und Schwulen in der Union (LSU) antworten auf die Frage, was der Umweltminister für Schwule getan habe, er sei "seit Jahren gern und häufig unser Gast bei diversen Veranstaltungen der LSU" gewesen. Der stellvertretende LSU-Bundesvorsitzende Thomas Steins nennt den Minister einen "engagierten Wegbereiter für einen modernen CDU-Kurs auch bei Homothemen". So habe er sich für Verfassungsrichter stark gemacht, die "unsere Anliegen voranbringen".

Der FDP-Politiker Michael Kauch formuliert die Frage um in die, was Altmaier für Schwule in der Union gemacht habe, und antwortet: "Das kann ich nicht beurteilen, da ich die Interna der CDU nicht kenne." Das erzählt vielleicht mehr über die Stimmung in der Koalition als über Altmaier, aber auch Axel Hochrein vom Bundesvorstand des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) fällt nicht viel mehr ein: "Peter Altmaier gehört einem CDU-Landesverband an, der zu den liberaleren zählt. Die Ergänzung der Landesverfassung des Saarlandes um den Begriff der 'sexuellen Identität' war dort mit der CDU ohne Probleme möglich. Peter Altmaier hat unseres Wissens vor allem versucht, innerhalb der CDU für ein toleranteres Klima zu sorgen und hat von Beginn an die LSU und ihre Ziele aktiv und öffentlich unterstützt."

Privatleben und Zwangsouting

Darf man als Medium über die sexuelle Orientierung eines Politikers im Allgemeinen und Peter Altmaier im Besonderen schreiben, solange dieser sich nicht selbst outet? Direkt auf Altmaier geht keiner der Befragten ein. "Die sexuelle Orientierung kann dann Gegenstand öffentlicher Debatte sein, wenn sich ein Politiker über sein Familien- oder Sexualleben selbst äußert", findet Michael Kauch. Die LSU zitiert Ole von Beust, der habe "sich selbst viele Jahre nie aktiv in der Presse als schwul geoutet, weil Homosexualität so etwas Normales für ihn sei, das man dies gar nicht outen müsse." Vielleicht ein vergleichbarer Fall zu Altmaier, wobei von Beust später allerdings äußerte, im Nachhinein sei es gut gewesen, dass er irgendwann mal quasi doch offiziell geoutet wurde - damals von seinem Vater.

Zugleich betont Thomas Steins allerdings: "Generell gilt, dass das Privatleben privat ist und niemand zwangsgeoutet werden sollte." Der parlamentarische Geschäftsführer der Grünen im Bundestag, Volker Beck, meint ebenfalls: "Ich respektiere jedermanns Haltung, mit seinem Privatleben diskret oder offen umzugehen." Daher wolle er seinem "Kollegen mit weiteren Äußerungen nicht zu nahe treten."

Der LSVD will sich "grundsätzlich nicht an Spekulationen über die sexuelle Identität von Politikern" beteiligen, Abgeordnete jeglicher Orientierung sollten "die rechtliche Gleichstellung endlich vollenden". Zugleich fordert der Verband eine Gleichbehandlung auch bei einem "öffentlichen Diskurs über sexuelle Identitäten": "Es dürfen keine unterschiedlichen Maßstäbe angelegt werden. Wir kritisieren daher die häufige Praxis, Homosexualität zur 'Privatsache' zu erklären, es gleichzeitig aber für selbstverständlich zu halten, heterosexuelle Beziehungen fröhlich öffentlich zu Markte zu tragen", so Axel Hochrein.

Das Schweigen der Massenmedien

Die "Emma" war schon früher kein Freund des Outings und ist es auch heute nicht - was an der Herausgeberin liegen kann
Die "Emma" war schon früher kein Freund des Outings und ist es auch heute nicht - was an der Herausgeberin liegen kann

Für Massenmedien scheint dies freilich noch immer ein Problem zu sein. Dahinter muss keine böse Absicht stecken, eher ein Unbehagen, etwas falsch zu machen. Dazu kommt womöglich das Gefühl, Belege bringen zu müssen, die dann aber deutlich eher in den Bereich der Privatsphäre fallen könnten. Trotzdem fällt auf, dass nicht mal das Medienressort einer einzigen Zeitung die Debatte um das Altmaier-"Outing" aufgriff - das wäre ohne Namensnennung gegangen.

Viele Medien hatten allerdings die Aussagen Altmaiers aus der BamS-Story verbreitet und teilweise mit einer Meldung über eine Zunahme der Single-Haushalte verknüpft. So entsteht ein falsches Bild, wird vielleicht auch ein Heucheln begünstigt, bleibt Homosexualität in gewissem Sinn ein Tabu. Ist die sexuelle Orientierung Privatsache und politisch und moralisch "irrelevant", wie die "taz"-Chefin meinte? Oder muss Schluss sein mit der Heuchelei und ist das nicht auch Aufgabe des Journalismus?

Darüber wurde immerhin in Blogs heftig diskutiert: Stefan Niggemeier kritisierte in einem viel beachteten Blogeintrag die "taz", die durch Unterdrückung des Themas Homosexualität "als etwas besonders Intimes, Privates, Verheimlichenswürdiges darstellt" und damit Schwule und Lesben diskriminiere. Und natürlich sei es "politisch relevant, ob Peter Altmaier schwul ist, wenn Peter Altmaier im Parlament gegen die Gleichstellung von Schwulen stimmt".

Alice Schwarzer kritisierte darauf "die Niggemeiers dieser Welt" und argumentierte weniger brillant, aufgrund des immer noch schwierigen Klimas hätten Schwule und Lesben (wie sie) das Recht, selbst zu bestimmen, ob und wann jemand von ihrer Homosexualität erfährt. Müsse man als Schwuler "automatisch einem Schaufenster-Antrag des politischen Gegners zuzustimmen?", fragte die "Siegessäule" und fand keine rechte Haltung zwischen den Polen, obwohl die Junggesellen-Story bereits ein "Outen, ohne zu Outen" wäre.

Das Blog "Mädchenmannschaft" bezeichnete Outing hingegen als "Sensationsgeilheit und Respektlosigkeit", das Blog "Gay West" sah darin schlicht "Mist", der keineswegs zu einem besseren Klima führe. Stattdessen setze Outing "Menschen unter Druck, nicht auf sich zu achten und ihre Grenzen und Bedürfnisse, sondern sich den Erwartungen einer Community unterzuordnen, die sonst erbarmungslos wird". Spiegel-Online-Blogger Jan Fleischhauer schrieb heute, immerhin in einem Massenmedium und neben einigem Unsinn, die Bekanntheit der Homosexualität eines Politikers sei ohnehin nur ein "Nebenwissen", von dem die Leute nicht ihre Wahlentscheidung abhängig machten. Wobei die Haltung "Was geht mich das an", oft gelesen auch in den Kommentaren unter Niggemeiers Blogeintrag, vielleicht ganz gut ein Desinteresse der Gesellschaft zeigt. Aber reicht das Desinteresse aus, um die Lage zu verbessern?

Wünsche für Altmaiers Zukunft

So gegenteilig wird die Outing-Diskussion geführt und wohl immer geführt werden, dabei gerät gelegentlich der konkrete Einzelfall aus dem Blick. Wie geht es weiter mit Peter Altmaier? Queer.de hatte recht offen gefragt, welche Nachricht man Altmaier auf dem Weg geben wolle. Dem LSVD fiel dazu ein: "Als Mitglied der CDU, Abgeordneter des Bundestages und Minister fordern wir ihn auf, die unsinnige Blockade der rechtlichen Gleichstellung von Lesben und Schwulen durch die CDU/CSU zu beenden." Die LSU freute sich "auf viele weitere schöne Begegnungen und konstruktive Gespräche für einen Kulturwandel in der Union auch in Homofragen" und forderte: "Bleiben Sie so wie Sie sind!"

Eine Berliner Szenepersönlichkeit, die öfters mit bekannt und unbekannt Schwulen Treffen veranstaltet und mit Altmaier befreundet ist, fand, dass die Homestory in der BamS ein Fehler war: "Die wollten eine gewinnende Nummer machen und haben das Gegenteil erreicht. Denke, jetzt sollte Altmaier mit einem Interview in einer Homozeitung nachlegen", so der Verleger, der Altmaiers Integrität nicht beschädigt sieht und von keinem Schaden durch das "Outing" ausgeht. "Er müsste sich aber jetzt erklären, weil viele Homos sich verschaukelt fühlen."

Links zum Thema:
» Der Coming-out-Film "Sommersturm" bei Amazon
Mehr zum Thema:
» "taz" entschuldigt sich für Altmaier-Outing - zu Unrecht! (16.7.2012)
» Peter Altmaier outet sich - als Single (15.7.2012)
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Reaktionen zu "Der Fall Peter Altmaier - Ein Sommersturm?"


 47 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
19.07.2012
20:36:27


(-8, 12 Votes)

Von eumel


Warum lassen wir den Mann nicht einfach in Ruhe?!


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#2
19.07.2012
20:55:47


(-8, 12 Votes)

Von Nathan


Jetzt wird mit einer "Berliner Szenegröße und Verleger" wahrscheinlich auch noch ein Vertrauensverhältnis zwischen Altmaier und dieser Person zerstört. Aber die zur Jagd blasende Community wird auch dafür eine Entschuldigung finden.


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#3
19.07.2012
21:00:21


(-4, 6 Votes)

Von Friederike


Sieht er nicht aus wie das SAMS?!


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#4
19.07.2012
21:12:46


(-5, 11 Votes)

Von Geert


Nach dem Urteil aller, die ihn kennen, ist Altmaier ein sympathischer und liebenswürdiger Mensch. Er ist offen, liberal und unterstützt Gruppen wie die LSU. Genau so etwas braucht die CDU, denn wer sonst sollte die Situation von Schwulen und Lesben in dieser großen Volkspartei ändern, wenn nicht hochgestellte CDU-Politiker von innen heraus?
In der CDU ist die Schwulen- und Lesbenarbeit nunmal schwieriger als in den anderen Parteien. Dafür wäre aber der endgültige Durchbruch (Öffnung der Ehe) da, wenn die CDU von solchen liberalen Leuten wie Altmaier langsam und mit Umsicht überzeugt werden könnte.
Mit einem Outing -wenn er überhaupt schwul ist- würde nicht viel mehr erreicht werden können- im Gegenteil, wie das Beispiel von Westerwelle zeigt.
Ich fordere daher Queer.de und die anderen Medien auf, Peter Altmaier endllich in Ruhe zu lassen! Nur dann wird er uns innerhalb der CDU nutzen können.


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#5
19.07.2012
21:13:00


(-2, 10 Votes)

Von Pierre


Für Peter Altmaier würde sich kein Schwein (und auch kein Schwuler) interessieren, da er mit Sicherheit nicht in das Beuteraster der Schwestern fällt.
Sollte er tatsächlich selber schwul sein, so ist es bestens bedient, wenn er sich mit einem seriösen und (nicht unbedingt) homosexuellen Freundeskreis umgibt.
Wenn, dann haben es Schwule eh nur auf sein Geld abgesehen und wollen mit im Scheinwerferlicht seiner einizigartigen Karriere stehen.
Er soll sein Arbeit als Umweltminister machen. Da hat es weiß Gott genug zu tun.
Da bliebe für ein Privatleben eh keine Zeit, selbst dann nicht, wenn er wie Zeuss aussehen würde.


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#6
19.07.2012
21:20:51


(-8, 14 Votes)

Von Arthas


Meine Güte, wie die (sensationsgeilen) Geier hier, lasst den Altmeier doch einfach in Ruhe! Davon mal abgesehen sind Zwangsoutings, sofern es sich nicht um Homohasser handelt, absolut schäbig und unterste Schublade.

Wenn er schwul ist - dann ist er eben schwul. Und wenn nicht, dann ist er es eben nicht. Das geht euch nichts an! Der einzige der das weiß ist Altmeier selbst, da konnt ihr noch hundert Mal spekulieren, das würde daran nichts ändern!

Entweder äussert er sich dazu oder tut es nicht, beides ist sein gutes Recht. Und Auswirkungen auf seine Arbeit als Umweltminister hat das keine.


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#7
19.07.2012
21:47:54


(+9, 11 Votes)

Von Sveni-Maus


Wer in der Öffentlichkeit steht, gibt immer auch einen Teil seiner Privatsphäre auf.
Er ist nicht nur Politiker, sondern auch Abgeordneter und Minister.
Jedes Möchtegern-Sternchen bei RTL gibt sein Privatleben auf. Und das sind Figuren ohne Einfluss oder Relevanz.

Wulf hatte auch einen privaten Kredit.
Und die Schmiergeldzahlungen bei Kohl und Schäuble waren auch privat.

Politiker wollen in der Öffentlichkeit stehen, der hat das so gewollt und er selbst spricht ja auch nicht dagegen.
Was haben die Leute nur für ein Problem, dass ein Politiker schwul sein könnte? Ist er Euch Schwulen zu unattraktiv, so dass er nicht schwul sein darf, oder was?

Jeder bestimmt über sich selbst und wer ins Licht tritt, wird gesehen, da kann man dann nicht die totale Verdunklung fordern.

Es geht hier nicht um irgendeinen Schüler und unbekannten Mitarbeiter einer Firma.

(PS: Ich will die "einfachen" Leute nicht runter machen, sondern auf den Unterschied hinweisen.)


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#8
19.07.2012
21:57:01


(+9, 9 Votes)

Von Hackepeter
Antwort zu Kommentar #5 von Pierre


Lieber Pierre,

kannst Du Dir eigentlich auch vorstellen, dass man sich in einen Menschen verlieben kann, auch wenn dieser nicht aussieht wie Brad Pitt?

Kannst Du Dir vorstellen, dass man homosexuell UND seriös sein kann?

Kannst Du Dir vorstellen, dass Schwule nicht nur auf Geld aus sind und auf Scheinwerferlicht?

Ja???

Dann bin ich froh! Ich habe mich nämlich gefragt, wie man so dämlich Opfer seiner eigenen Vorurteile werden und sich dabei gleich selbst diskriminieren kann.


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#9
19.07.2012
22:30:17


(+6, 8 Votes)

Von alexander
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die BamS ist nun wirklich zum offiziellen sprachrohr der politiker geworden, wie man liest, bis hin zur HOMESTORY !
ich sage mal flapsig : " wer sich in gefahr begibt.....!"
wenn dann noch die nebelkrähe, "dat alitsche", ihren "inzwischen unsäglichen schmarrn" dazu abgeben muss, IST SCHICHT IM SCHACHT !
zitat : [Man müsse "argumentieren, statt denunzieren", schrieb Alice Schwarzer, um dann über einige Journalisten als "Berufsschwule" herzuziehen, die den Bundesumweltminister aufs Eis geschickt und geradezu seelisch vergwaltigt hätten.]
irrtum von der behinderten kampflesbe,
herr altmaier hat sich höchstpersönlich auf DAS EIS BEGEBEN und ist böse ausgerutscht "AUTSCH"!
denn genau das : "pseudobarocke Schwurbeln", hat ihm diese fragwürdige aufmerksamkeit eingebracht !!!
vor allem, wen interessiert die homestory über ihn nun wirklich ??? dazu noch in der BamS ? dümmer geht's nimmer !


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#10
19.07.2012
22:40:09


(+5, 7 Votes)

Von alexander
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #8 von Hackepeter


leider sind wir immer noch meilenweit von einem schwulen selbstbewusstsein entfernt !
dummerweise je jünger, um so verklemmter und ängstlicher. was mich sehr ärgert !
denn genau durch diese verhaltensweise, existieren wir immer noch als schrille, knallbunte und effeminierte tunten im bild der öffentlichkeit !
ich persönlich mag es schrill und bunt und lege überhaupt keinen wert auf die berühmte, bürgerliche anpassung. aber die "schweigende mehrheit" sollte zumindest so couragiert sein, zu sich selbst und zu ihrem leben zu stehen !
das rheinland besteht auch nicht nur aus karneval !


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