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  • 21.07.2012           29      Teilen:   |

Berlin: Zwei homophobe Täter festgenommen

Tatort Fuggerstraße: Homophoben Beleidigungen folgten Schläge und Tritte - Quelle: charclam / flickr / cc by 2.0
Tatort Fuggerstraße: Homophoben Beleidigungen folgten Schläge und Tritte (Bild: charclam / flickr / cc by 2.0)

In der Nacht zu Samstag wurden mitten im Schöneberger Schwulen-Kiez zwei Männer beleidigt, verfolgt und geschlagen - die Polizei nahm die Täter wenig später fest.

Gegen 1 Uhr 30 liefen die beiden 23 und 37 Jahre alten Männer laut Polizeibericht an einem Imbiss in der Fuggerstraße vorbei, als sie von zwei alkoholisierten 31- und 33- jährigen Imbiss-Besuchern zunächst homophob beleidigt und mit Essen beworfen wurden. Beide setzten ihren Weg fort, ohne auf die Beleidigungen zu reagieren, woraufhin die Täter sie verfolgten und an der Kreuzung Motzstraße Ecke Martin-Luther Straße mit Schlägen und Tritten attackierten.

Die Angegriffenen hatten daraufhin versucht zu fliehen, wurden jedoch von den aggressiven Männern weiterhin verfolgt und immer wieder geschlagen und getreten. Selbst die Flucht in ein Restaurant hielt die Täter zunächst nicht davon ab, von den beiden Männern abzulassen. Vor den Augen der Restaurantbesucher schlugen sie weiterhin auf ihre Opfer ein, bis der 37-Jährige zu Boden ging und vorübergehend das Bewusstsein verlor. Daraufhin flüchteten die Täter.

Fortsetzung nach Anzeige


Die beiden Festgenommenen sind bereits wieder auf freiem Fuß

Alarmierte Polizeibeamte nahmen die beiden 31 und 33 Jahre alten Männer, die von den Angegriffenen zweifelsfrei wiedererkannt wurden, wenig später in der Nähe des Restaurants fest. Beide Männer bestritten die Tat. Alkoholmessungen ergaben bei ihnen Werte von 1,4 und 1,7 Promille. Nach erkennungsdienstlichen Behandlungen sowie richterlich angeordneten Blutentnahmen in einer Gefangenensammelstelle wurden die beiden wieder entlassen.

Der überfallene 37-Jährige musste aufgrund seiner Gesichtsverletzungen ambulant in einem Krankenhaus behandelt werden, sein 23-jähriger Begleiter erlitt leichte Verletzungen an den Beinen, die keiner ärztlichen Behandlung bedurften.

Die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung, sowie Beleidigung hat das zuständige Kommissariat beim Landeskriminalamt übernommen. (pm/cw)

Nachtrag, 22. Juli: Täter wieder in Haft

Wie die Polizei ergänzend mitteilte, nahmen die zuständige Fachdienststelle und die Staatsanwaltschaft noch am Samstag eine neue Bewertung der Tat vor und ließen die beiden Männer erneut festnehmen. Sie sollen am Sonntag einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden.

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Tags: fuggerstraße, homophobe gewalt
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Reaktionen zu "Berlin: Zwei homophobe Täter festgenommen"


 29 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
21.07.2012
15:13:29


(-3, 27 Votes)

Von BerlinerBulle


"Oh das haben die doch sicher nicht so gemeint."; "Das darf man nicht so ernst meinen."; "Daran ist doch unsere Gesellschaft schuld."; "Wir müssen mehr auf diese armen Täter eingehen."; "Gefängnis hilft da nicht weiter."... Bah! Ich kann es nicht mehr hören! Ich will Rache!


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#2
21.07.2012
15:22:37


(-2, 26 Votes)

Von xapplex


Die übliche deutsche Drehtür-Justiz. Entlassung, Haftverschonung, Bewährung.


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#3
21.07.2012
15:43:26


(+1, 11 Votes)

Von SSJ3Vegotenks
Profil nur für angemeldete User sichtbar


was ich mich ja bei solchen meldungen ab und zu frage: wir sind zwar schwul... aber doch immer noch biologisch gesehen männer. und die verfügen doch normalerweise über ausreichend kraft um sich selbst zu verteidigen.

ok, ein (wirklich!) gebrochener arm, ein messer in der hand des gegners, pazifistische grundeinstellung... sind alles argumente die gegen eine schlägerei sprechen. auch sind ja einige zierlicher gebaut als andere.

aber wenn ich ganz ehrlich bin: wenn mich jemand angeht und trotz anfänglichem ausweichen nicht von mir ablassen will... dann kann sich der angreifer ziemlich sicher sein daß er sich bei der nächsten gelegenheit eine fängt... und zwar ne schlaftablette in form einer faust.

was noch dazu kommt: wenn ich mit jemand anders, auch meinem partner unterwegs bin... dann versteht sich das für mich von selbst daß ich den partner verteidige.

warum hat keiner von den beiden sein handy gezückt und 110 angerufen? ok, mit taouchscreen bissel blöde beim laufen, aber geht auch. geht ja erstmal primär darum daß man verfolgt wird und mit ernsthaften folgen für seine gesundheit rechnet. und da MUß die polizei ausrücken... zumal die aufm berliner kiez ähnlich wie in hamburg die st-pauli-wache garantiert ne große polizeiwache direkt kiez haben (sollten...)

was ja diesmal sehr schön ist daß sie die säcke gleich gefaßt haben. bin mal gespannt was dabei rauskommt (gerichtsurteil, etc...)


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#4
21.07.2012
16:01:44


(+17, 21 Votes)

Von türsteher
Antwort zu Kommentar #2 von xapplex


Die übliche deutsche Drehtür.

Vor den Augen der Restaurantbesucher
schlugen sie weiterhin auf ihre Opfer ein,
bis der 37-Jährige zu Boden ging und vorübergehend das Bewusstsein verlor.

Daraufhin flüchteten die Täter.


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#5
21.07.2012
16:26:01
Via Handy


(+9, 13 Votes)

Von rakfi
Antwort zu Kommentar #3 von SSJ3Vegotenks


Auch heterosexuelle Männer verprugeln häufig andere heterosexuelle Männer...bezeichnet du diese dann auch indirekt als Weiche? Und was ist mit Neonazis die Ausländer verprügeln, sind die männlichen Ausländer auch Weicher weil sie sich verprugeln lassen? Zudem sind manche der homophoben Gewalttäter selber heimlich homosexuell. Das also alles an einer Orientierung zu beurteilen ist Blödsinn


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#6
21.07.2012
16:39:19


(+5, 11 Votes)

Von ehemaligem User Wilcomb


hey die waren alkoholisiert, die können nix dafür, sollte ich mal jemand fertig machen wollen, trink ich mir erst einen an, und mach das dann, freispruch ist ja garantiert in Deutschland !


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#7
21.07.2012
17:04:28


(+15, 23 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Ich wundere mich, warum die Restaurantbesucher keine Zivilcourage zeigten und eingriffen! Leider werden die beiden besoffenen Hooligans mit einer Bewährunbgsstrafe davonkommen. Bei mir würden sie sofort für ein paar Monate hinter Gitter landen!


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#8
21.07.2012
17:23:12


(+11, 15 Votes)

Von seb1983
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #7 von FoXXXyness


So lange wegsperren sehe ich für diese Tat nicht als förderlich an. Da kommen sie schlimmer raus als rein. In der Knasthierarchie dürfte es fürs Schwuchteln klatschen einen gehobenen Platz geben.

Besser:
Eine Woche Warnschussarrest und dann kräftig Sozialstunden, am besten im schwulen Bereich, dazu Antiaggressionskurse und Alkoholismustreffen mit Abschlussprüfung :)


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#9
21.07.2012
17:40:44


(+9, 15 Votes)

Von Tomm


Ja ja - wahrscheinlich hatten die Täter wieder "eine schwierige Kindheit" !! KOTZ !!


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#10
21.07.2012
17:41:57


(-6, 20 Votes)

Von BullenFan


NACHTRAG:

Für diesen Beitrag gab es ROT :

Von BerlinerBulle
"Oh das haben die doch sicher nicht so gemeint."; "Das darf man nicht so ernst meinen."; "Daran ist doch unsere Gesellschaft schuld."; "Wir müssen mehr auf diese armen Täter eingehen."; "Gefängnis hilft da nicht weiter."... Bah! Ich kann es nicht mehr hören! Ich will Rache!

UND... BERLINER BULLE hat RECHT!

Kuschel, Kuschel, Weich, Weich und dann wird sicher alles gut!

Wenn man hier die letzten Beiträge liest... wird mir schlecht.


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