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  • 23.07.2012           6      Teilen:   |

Muppets für Homo-Rechte

Miss Piggy und Kermit sind die bekanntesten Muppets. Und tolerant. - Quelle: Wiki Commons / Mu Mind / CC-BY-2.0
Miss Piggy und Kermit sind die bekanntesten Muppets. Und tolerant. (Bild: Wiki Commons / Mu Mind / CC-BY-2.0)

Der Kampf für LGBT-Rechte hat unvermutet und unverlangt neue Mitstreiter gefunden: Die Muppets. Die Jim Henson Company gab am Freitag bekannt, ihre Vertragsbeziehung zu dem Familenunternehmen Chick-Fil-A zu beenden. Das hatte Gruppen unterstützt, die gegen die Homo-Ehe kämpfen.

Die nur in den USA betriebene Fastfood-Kette mit knapp über 1.600 Filialen hatte bislang Muppets-Puppen vertrieben - neben religiösen Spielfiguren und CDs bei Kindermenüs. Das Unternehmen einer Baptistenfamilie aus Georgia hat den offiziellen Unternehmenszweck, "Gott zu ehren" und einen "positiven Einfluss auf alle auszuüben, die mit Chick-fil-A in Kontakt kommen".

So sind die Filialen der Kette Sonntags sowie zu Thanksgiving und Weihnachten geschlossen. In den letzten Jahren wurde bekannt, dass die Familie mit den Einnahmen homophobe Organisationen unterstützt: Allein im Jahr 2010 bekam die "Marriage & Family Foundation" über 1 Million US-Dollar, das "Family Research Council" erhielt ebenso 1.000 Dollar wie die Homo-"Heiler" von "Exodus International".

In den letzten Tagen hatte die Kritik an dem Unternehmen einen neuen Höhepunkt erreicht, nachdem CEO Dan Cathy auf die Vorwürfe salopp geantwortet hatte: "Guilty as charged". Er dankte Gott, dass man in einem Land lebe, in dem man diese Werte verbreiten kann und nach biblischen Prinzipen arbeiten könne: "Ich denke, wir fordern ein Gottesgericht heraus, wenn wir ihm unsere Faust zeigen und sagen: Wir wissen besser als Du was eine Ehe ist!" Er selbst bete um Gottes Vergebung für die Arroganz derjenigen, die die Ehe umdefinierten.

Youtube | Fox-Bericht zu der Kontroverse
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Mit diesem Bild, dass eine bekannte Werbung des Restaurants mit den wirren Protestlern der Westboro Baptist Church in Verbindung bringt, wird zu einem Kiss-In aufgerufen
Mit diesem Bild, dass eine bekannte Werbung des Restaurants mit den wirren Protestlern der Westboro Baptist Church in Verbindung bringt, wird zu einem Kiss-In aufgerufen

Diese Äußerungen hatten einen Proteststurm von LGBT-Organisationen ausgelöst, auf Facebook wird inzwischen zu einem nationalen Kiss-In in Filialen am 3. August aufgerufen. Ein Schwulenmuttchen postete ein Video zum Selbstkochen der beliebten Chicken-Sandwiches der Restaurantkette. Der Bürgermeister von Boston, Thomas Menino, hat inzwischen angekündigt, er werde die geplante erste Filiale in der Stadt blockieren, da er kein Geschäft haben möchte, das Teile der Bevölkerung diskriminiert.

Am Samstag verbreitete dann die Jim Henson Company via Facebook, man habe "seit über 50 Jahren Diversity zelebriert und sich dafür eingesetzt". Daher werde man mit Chick-Fil-A in der Zukunft nicht mehr zusammenarbeiten. "Unser CEO Lisa Henson ist selbst ein starker Befürworter der Homo-Ehe und hat uns angewiesen, die Zahlung von Chick-Fil-A an [die Homo-Organisation] GLAAD zu überweisen."

Es ist nicht auszuschließen, dass der Streit um Chick-Fil-A noch zum Wahlkampfthema wird: Der Repuplikaner und Fox-News-Kommentator Mike Huckabee hat am Montag das Unternehmen öffentlich verteidigt und zu einem "Chick-Fil-A Appreciation Day" am 1. August aufgerufen. Indem man an dem Tag in dem Restaurant esse, solle man seine Unterstützung für christliche Werte zeigen. (nb)

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Tags: muppets, jim henson, chick-fil-a
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Reaktionen zu "Muppets für Homo-Rechte"


 6 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
23.07.2012
20:12:09


(0, 2 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Gut, daß die Jim Henson Company noch die Kurve gekriegt hat und diesen Freßtempel endlich links liegen läßt! Ein große Kompliment auch an den in Boston amtierenden Bürgermeister Menino, daß er sich für LGBT-Rechte einsetzt! Hoffentlich bleiben dem Freßtempel eine Menge Kunden fern!


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#2
23.07.2012
20:22:30


(+4, 4 Votes)

Von Marek


Schön, dass die Jim Henson Company ihre Vertragsbeziehungen zu dieser Homohasser-Fastfood-Kette beendet hat und GLBT-Rechte unterstützt.


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#3
24.07.2012
00:10:09


(+1, 3 Votes)

Von ober muppet


" Indem man an dem Tag in dem Restaurant esse, solle man seine Unterstützung für christliche Werte zeigen."

Nehmen die auch Food Stamps?

Link:
news.yahoo.com/us-poverty-track-rise-highest-since
-1960s-112946547--finance.html?_esi=1


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#4
24.07.2012
08:48:05


(+3, 3 Votes)

Von Peter Becker


Boykott ist einfach das beste Druckmittel. Money makes the world go round


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#5
24.07.2012
12:10:26
Via Handy


(+2, 2 Votes)

Von Gare
Antwort zu Kommentar #4 von Peter Becker


Theoretisch stimmt das, aber wie war das noch gleich? Erst kommt das Fressen, dann die Moral... Die Amis werden nichts boykottieren, solange es dort fettige Chicken-Sandwiches gibt. Und danach kann man mit vollem Bauch über Toleranz reden. Mahlzeit.


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#6
24.07.2012
20:18:47


(0, 2 Votes)

Von Deniz
Antwort zu Kommentar #5 von Gare


und mit voller blase, wegen der 1 liter becher


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