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Justizminister Ha Hung Cuong: Wird Vietnam das erste asiatische Land, das gleichgeschlechtliche Partnerschaften rechtlich anerkennt?

Der vietnamesische Justizminister Ha Hung Cuong hat es in einer Online-Debatte als "inakzeptabel" bezeichnet, Schwule und Lesben in der Gesellschaft zu benachteiligen. Das Mitglied des Zentralkomitees der kommunistischen Einheitspartei sprach sich erstmals öffentlich dafür aus, die Rechte von gleichgeschlechtlichen Paaren gesetzlich zu schützen - "in Fragen der Rechtspersönlichkeit, der Eigentumsverhältnisse sowie beim Leben mit Kindern".

Auch wenn der Minister ein klares Bekenntnis zur gleichgeschlechtlichen Ehe vermied, werteten vietnamesische LGBT-Aktivisten die Äußerung als "mutigen Schritt nach vorn". "Er ist der erste Minister, der sich öffentlich zu diesem Thema äußert. Ich glaube, das ist wirklich positiv und es öffnet viele Türen", kommentierte Le Quang Binh, Direktor des Instituts für Kulturgeschichte der Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt.

Das vietnamesische Justizministerium hatte bereits im Juni eine Anhörung über die Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften angekündigt. Das Thema soll darüber hinaus im Frühjahr 2013 in der Nationalversammlung diskutiert werden. (cw)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 -hw-Anonym
#3 PierreAnonym
  • 29.07.2012, 10:46h
  • Wenn irgendwann die Entwicklung wieder rückwärts geht mit der Tolerierung oder Akzeptzanz von Homosexualität (und diese Reaktion wird irgendwann kommen, wie immer wieder in der Menschheitsgeschichte) wird das einzige, was am längsten Bestand haben wird, die eingetragene Lebenspartnerschaft (oder ähnliche anerkannte Verbindungen auf Gegenseitigkeit) sein.
    Es ist davon auszugehen, dass - selbst in autoritären Staaten - weiterhin zunehmend anerkannte Lebenspartnerschaften zugelassen werden und damit eine gewissen Ordnung und Kontrolle in diesen Bereich gebracht wird.
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#5 krz gmldtAnonym
  • 03.08.2012, 08:50h
  • Antwort auf #2 von -hw-
  • "Noch vor fünf Jahren war das Thema Homosexualität in den Medien tabu oder wurde als soziales Übel gegeißelt. Kriminelle wurden oft verdächtigt, schwul zu sein. Insgesamt habe sich die Einstellung zu Lesben und Schwulen geändert, meint Le Quang Binh. Auch die Lokalreporterin Tran Quynh Hoa sagt: „Viele Leute denken heute anders, das ist ein dramatischer Wandel.“

    So will das Justizministerium die Heiratsgesetze ändern, um gleichgeschlechtlichen Paaren mehr Rechte etwa bei Adoptionen oder Gemeinschaftsvermögen einzuräumen. Der Abgeordnete Duong Trung Quoc rechnet mit voller Zustimmung in der Nationalversammlung. „Es gibt neuerdings Filme und Romane über Schwule und Lesben, das zeigt eine Tendenz, und das zu akzeptieren ist ein guter Schritt“, sagt er.

    Die vorsichtige Öffnung hat Nguyen Thanh Tam (24) motiviert, an diesem Sonntag erstmals in Hanoi eine Gay Pride-Parade zu organisieren. Die Behörden haben die Aktion nicht verboten."
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#6 GF Pr von PrAnonym
  • 03.08.2012, 16:22h
  • Ich hoffe sehr, dass wenn die katholische kirche uber 'den weltweiten Krieg' gegen die Homo-Ehe spricht, meint sie Vietnam doch nicht - armes Land hat schon genug unter anderen Imperialisten geleidet, es reicht...
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