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  • 25.07.2012               Teilen:   |

Miss Kicki

Die schwule Fassung von "Lost in Translation"

Viktor und Didi über den Dächern von Taipeh - Quelle: Barnsteiner Film
Viktor und Didi über den Dächern von Taipeh (Bild: Barnsteiner Film)

Die schwedisch-taiwanesische Co-Produktion "Miss Kicki" zeigt die Suche nach der Liebe und die Melancholie der Fremde.

Von Carsten Weidemann

Miss Kicki (Pernilla August) reist nach langer Abwesenheit von Schweden mit ihrem 17-jährigen Sohn Viktor (Ludwig Palmell) nach Taiwan. Ein gemeinsamer Urlaub soll es sein, erzählt sie ihm, um sich wieder einander zu nähern. Tatsächlich aber möchte Sie aber ihre Internetbekanntschaft Mr. Chang persönlich kennenlernen und braucht Viktor als ein Art schützende Begleitung. Viktor merkt dies schnell und ist frustriert über seine "Alibifunktion".

Er beginnt allein durch Taipeh zu streifen, bis er auf Didi (He Huang) trifft - einen gleichaltrigen Jungen aus Taiwan-, der ihm nicht mehr von der Seite weicht. Es entsteht eine zarte Liebesbeziehung zwischen ihnen, während sich die Internetbekanntschaft nicht als das entpuppt, was sie virtuell zu sein schien.

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Schwule Liebeswirren und Kulturenclash

Miss Kicki hat andere Sorgen und vernachlässigt ihren Sohn - Quelle: Barnsteiner Film
Miss Kicki hat andere Sorgen und vernachlässigt ihren Sohn (Bild: Barnsteiner Film)

Regisseur Håkon Liu hat sehr viele seiner eigenen Erfahrungen in seinen Debüt-Spielfilm eingebaut. 1975 in Norwegen geboren als Sohn einer norwegischen Mutter und eines taiwanesischen Vaters, verbrachte er die meiste Zeit seiner Jugend in Asien. In Skandinavien studierte Håkon Kunst an der Nationalakademie in Oslo und das Filmen an der Regieschule in Göteborg. Durch zahlreiche Kurzfilme und die Arbeit an einer Fernsehserie lernte er sein Handwerkszeug. "Miss Kicki" war ein vielbeachteter Erstlingserfolg, der auf zahlreichen Festvals lief und den "Rainer Werner Fassbinder-Preis" in Mannheim/ Heidelberg erhielt.

Tatsächlich erinnert die Geschichte beim Betrachten ein wenig an den Kinoerfolg "Lost in Translation" mit Bill Murray und Scarlett Johansson von 2004. Die Tristesse des Hotels, die Sicht auf die stets dunstige Skyline der Metropole Taipeh, der Sprachenmix scheinen von dort entliehen. Doch Håkon Liu will von diesem Vergleich nichts wissen: Obwohl ich den Film liebe, hatte ich "Lost in Translation" nur insofern im Kopf, dass ich mich davon unterscheiden wollte", erklärt er in einem Interview. "Es sollte weniger Humor wegen des Zusammenpralls der Kulturen geben und mehr intime Bindungen mit den Einwohnern. Das Fremdeln zwischen Mutter und Sohn war mir wichtiger zu zeigen als die Konfrontation mit der chinesischen Kultur."

Youtube | Offizieller Trailer
  Miss Kicki
Spielfilm Schweden / Taiwan 2009, 88 Min., Regie Håkon Liu. Mit Pernilla August, Ludwig Palmell, He Huang.
Galerie
Miss Kicki (Spielfilm, Schweden/Taiwan 2009)

20 Bilder
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Tags: miss kiki, taiwan, taipeh, hakon liu
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