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  • 26.07.2012           8      Teilen:   |

Neuseeland: Parlament debattiert Ehe-Öffnung

Im letzten Jahr demonstrierten Hunderte Schwule und Lesben im Rahmen der Kampagne "Legalise Love" vor dem Parlament für eine Ehe-Öffnung
Im letzten Jahr demonstrierten Hunderte Schwule und Lesben im Rahmen der Kampagne "Legalise Love" vor dem Parlament für eine Ehe-Öffnung

Neuseeland könnte in überschaubarer Zeit die Ehe für schwule und lesbische Paare öffnen. Ein entsprechender Gesetzesantrag definiert die Ehe als "Verbindung von zwei Personen unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrer sexuellen Orientierung und ihrer Gender-Identität".

Der Vorstoß kam durch eine aktuelle Zufallsziehung von Gesetzesinitiativen von Einzelmitgliedern des Parlaments auf die Tagesordnung, formuliert wurde er von einer Abgeordneten der größten Oppositionspartei Labour. Die Ehe-Öffnung hat die Unterstützung des Labour-Parteichefs und der Grünenabgeordneten. Ihr wird bei einer freien Gewissensabstimmung gute Chancen eingeräumt, da auch viele Abgeordnete der regierenden Nationalpartei für die Vorlage stimmen könnten.

Der stellvertretende Premierminister Bill English sagte allerdings, eine Ehe-Öffnung sei "nicht so wichtig", man habe derzeit vor allem Wirtschaftsthemen im Blick. Das "Problem" sei zudem durch Eingetragene Partnerschaften gelöst, so English, der den Antrag aber prüfen will.

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Eingetragene Partnerschaften sind in Neuseeland seit dem Jahr 2005 möglich, English und der heutige Premierminister John Key hatten damals dagegen gestimmt. Key hatte kürzlich ausgesagt, dass er zumindest in einer ersten Lesung für eine Ehe-Öffnung stimmen werde, damit ein Ausschuss sich näher mit der Frage beschäftigen könne.

Während einige Abgeordnete der Nationalpartei gegenüber Medien sagten, sie würden nicht für die Ehe-Öffnung stimmen, waren andere noch keiner festen Meinung. Die Jugendorganisation der Partei, die Young Nats, hat sich hingegen für eine Ehe-Öffnung ausgesprochen.

Die Zustimmung für eine Ehe-Öffnung in der Bevölkerung liegt zwischen 60 und 70 Prozent. Eingetragene Partnerschaften haben die gleichen Rechte wie die Ehe, allerdings können Paare nicht gemeinsam ein Kind adoptieren und Männer keine Mädchen. Das Recht ermöglicht Lebenspartnern eine Art Stiefkindadoption. (nb)

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Tags: neuseeland, homo-ehe
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Reaktionen zu "Neuseeland: Parlament debattiert Ehe-Öffnung"


 8 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
26.07.2012
12:32:01


(0, 2 Votes)

Von 175er


Die jetzigen Ausschlüsse sind ebenso diskriminierend wie in der BRD.


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#2
26.07.2012
16:06:10


(0, 0 Vote)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Die Homoehe in Neuseeland wird kommen und da können sich einige der Nationalpartei noch so auf den Kopf stellen!


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#3
27.07.2012
08:44:19


(+2, 2 Votes)

Von Sebi


Hoffentlich klappt das. Jedes zusätzliche Land ist ein Gewinn und nimmt den Homohassern mehr ihrer Argumente.


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#4
27.07.2012
09:03:33


(+2, 2 Votes)

Von Marek


Hoffentlich wird die Ehe in Neuseeland vollständig geöffnet.

Diese Ehe 2. Klasse "eingetragene Partnerschaft" ist wie überall auf der Welt keine echte Gleichstellung und kann allenfalls als vorübergehende Notlösung oder zusätzliche Option dienen.

Und das wäre nicht nur für die Neuseeländer ein Gewinn, sondern für die gesamte Menschheit. Denn jedes Land, dass die Ehe öffnet, sendet ein Signal an die ganze Welt.


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#5
27.07.2012
09:29:48


(+2, 2 Votes)

Von Yannick


Wenn 60-70% der Bürger dafür sind, sollte das eigentlich keine Diskussion mehr sein.

Aber manche Politiker vergessen leider immer wieder, dass sie keine autokratischen Herrscher sind, die da ihre eigene Meinung druchdrücken sollen, sondern dass sie die VERTRETER des Volkes sind und dessen Willen umzusetzen haben. Unabhängig von ihrer Privatmeinung!


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#6
27.07.2012
09:36:15


(0, 2 Votes)

Von Tobi Cologne


Während man in Neuseeland offenbar so langsam im 21. Jahrundert ankommt, verharrt Deutschland nach wie vor im tiefsten katholischen Mittelalter.

Dank der Blockade der schwarz-gelben Gurkentruppe.


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#7
27.07.2012
16:37:25


(+1, 1 Vote)

Von Timm Johannes
Antwort zu Kommentar #3 von Sebi


@Sebi

.."Hoffentlich klappt das. Jedes zusätzliche Land ist ein Gewinn und nimmt den Homohassern mehr ihrer Argumente."

Da hast Du Recht. Übrigens auch Schottland sowie das Vereinigte Königreich als Ganzes sind aktuell auf einem guten parlamentarischen Weg.

Frankreich, Luxemburg, Schottland, Vereinigtes Königreich, Uruguay und Neuseeland dürften die nächsten Länder mit Eheöffnung sein.

In Deutschland hingegen passiert bis 2013 "allenfalls" noch die Gleichstellung in der Einkommenssteuer.


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#8
27.07.2012
19:53:57


(-1, 1 Vote)

Von Marek
Antwort zu Kommentar #7 von Timm Johannes


"In Deutschland hingegen passiert bis 2013 "allenfalls" noch die Gleichstellung in der Einkommenssteuer."

Ja, bleibt nur nu hoffen, dass dann 2013 die schwarz-gelbe Gurkentruppe, die in den 4 Jahren nichts geschafft hat, außer sich öffentlich zu zanken, abgelöst wird. Nicht nur zum Wohle von uns Schwulen und Lesben, sondern zum Wohle von ganz Deutschland.


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