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  • 26.07.2012           36      Teilen:   |

Belgien: Cruiser mit Hammer erschlagen

Die Polizei auf Spurensuche im Avroy-Park in Lüttich - Quelle: Capture rtbf
Die Polizei auf Spurensuche im Avroy-Park in Lüttich (Bild: Capture rtbf)

In Lüttich ist es erneut zu einem homophen Hassverbrechen gekommen: In der Nacht zum Mittwoch wurde ein 61-Jähriger im Cruising-Bereich eines öffentlichen Parks durch Schläge auf den Kopf mit einen Dachdeckerhammer getötet. Der mutmaßliche Täter, der einmal mit der spitzen Seite und danach fünf weitere Male mit der stumpfen Seite des Hammers auf den Kopf des Opfers eingeschlagen haben soll, wurde noch in der Nacht gefasst.

Der Verdächtige gab Medienberichten zufolge an, er sei vor rund einem Jahr im selben Park von einem Homosexuellen vergewaltigt worden, dafür habe er sich rächen wollen. Das Opfer habe ihm einen Blowjob angeboten, da habe er zugeschlagen. Der 35-Jährige wurde inzwischen einem Haftrichter vorgeführt und sitzt wegen Mordes in Untersuchungshaft. Die Polizei war auf den Mann aufmerksam gemorden, nachdem sich ein Freund von ihm gemeldet hatte: Der Verdächtige hatte ihm nachts angerufen und von einem "schweren Fehler" erzählt.

Nach Angaben der Polizei hat sich der Verdächtige über den Mord reuig gezeigt und detaillierte Angaben zur Tat gemacht. Beweise für die angegebene Vergewaltigung und eine entsprechende Anzeige lägen derzeit allerdings nicht vor. Medienberichten zufolge gab der Verdächtige in der Polizeivernehmung an, er sei bereits an mehreren Abenden vor der Tatnacht mit dem Zug von seiner Heimatstadt Malmedy in den Park gefahren, um sich an einem schwulen Mann für die Vergewaltigung zu rächen, habe sich aber zuvor nie getraut.

Zu dem Mord war es um ca. 2 Uhr nachts im Avroy-Park der Stadt gekommen. Eine weitere Person hatte das bewusstlose Opfer gefunden und Polizei und Rettungskräfte alarmiert. Der Mann erlag aber aufgrund schwerer Blutungen noch vor Ort seiner Verletzungen.

Fortsetzung nach Anzeige


Drittes Hassverbrechen in wenigen Wochen

In Lüttich hatte erst vor drei Monaten ein Hassverbrechen die Öffentlichkeit erschüttert: Mehrere Tage nach dem Verschwinden eines 32-Jährigen wurde dessen Leiche auf einem Feld aufgefunden. Nach Ermittlungen der Polizei hatten drei Männer den schwulen Mann zu einem Trip in ihrem Auto mitgenommen, dann verprügelt und mit lebensgefährlichen Verletzungen ausgesetzt (queer.de berichtete). Sie wurden inzwischen wegen Mordes aufgrund von Homophobie angeklagt.

Damit handelte es sich um ein strafverschärfendes Hassverbrechen und der ersten entsprechenden Anklage in Belgien. Im Zuge des Mordes hatten die Regierung und die Stadt Lüttich einen Aktionsplan gegen Homophobie vorgelegt, wenige Wochen später kam es allerdings zu einem weiteren Hassverbrechen: Mehrere junge Männer hatten eine Gruppe von Lesben umstellt und homophob beleidigt. Als ein Freund der Frauen einschritt, wurde dieser verprügelt und schwer verletzt.

Hassverbrechen mit mildernden Umständen?

Nach dem Mord im Mai hatte das Parlament die maximale Strafen für Hassverbrechen deutlich erhöht. Diese Verschärfung, bei Mord von maximal 20 Jahre auf lebenslänglich und bei Todschlag von maximal fünf Jahre auf 30, tritt erst im nächsten Jahr in Kraft. Ob die Staatsanwaltschaft auf ein Hassverbrechen plädiert, ist noch unklar. Aufgrund der Planung der Tat geht sie allerdings von Mord und nicht von Totschlag aus.

Der Tatverdächtige galt in seiner Heimatstadt bereits vor dem Mord als gewalttätig und unkontrollierbar: So schlug er mit einer Axt in die Tür des Gerichtsgebäudes ein, angeblich, um sich seinen Führerschein zu besorgen. Der war aufgrund mehrerer Fahrten unter Alkoholeinfluss eingezogen worden. Auch soll er vor drei Jahren einem Bericht von "rtl.be" zufolge den Weihnachtsbaum der Stadt mit einer Kettensäge und Axt zerstört haben. Medien berichten von einer schweren Kindheit: So soll sein Vater den damals 21-Jähriger nach einem Streit mit zwei Kugeln in den Bauch geschossen haben, als 8-Jähriger habe seine Mutter versucht, ihn mit einem Kissen zu erwürgen. (nb)

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Tags: belgien, lüttich, hassverbechen, cruising
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Reaktionen zu "Belgien: Cruiser mit Hammer erschlagen"


 36 User-Kommentare
« zurück  1234  vor »

Die ersten:   
#1
26.07.2012
16:03:47


(-1, 7 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Ein abscheuliches Verbrechen und es beweist hier wieder einmal, wie gefährlich Cruising geworden ist!


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#2
26.07.2012
16:12:08


(-7, 13 Votes)

Von Geert


Schon meine Großmutter wusste: "Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um!"

Was soll man mehr dazu sagen?


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#3
26.07.2012
16:34:05


(+10, 18 Votes)

Von belgisch kongo
Antwort zu Kommentar #2 von Geert


Link zu www.lameuse.be

Die letzten fünf homophoben Mörder kamen aus dem christlichen Kulturkreis (ethnische Flamen und Wallonen).

Sind da auch die Evangelikalen aktiv?

Link zu www.guardian.co.uk


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#4
26.07.2012
18:14:41


(+10, 16 Votes)

Von fink
Antwort zu Kommentar #2 von Geert


"Schon meine Großmutter wusste: "Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um!" Was soll man mehr dazu sagen?"

ich wüsste was zu deinem beitrag zu sagen, aber das würde hier zu recht nicht veröffentlicht. es in höflichere worte zu kleiden als mir jetzt durch den kopf gehen, wäre deinem unfassbar dummen und empathiefreien kommentar aber nicht angemessen.

ich glaube, die meisten mitdiskutant_innen hier wissen auch so, was ich meine.


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#5
26.07.2012
19:00:37


(-9, 13 Votes)

Von Meckertrine
Antwort zu Kommentar #4 von fink


Wieso empathiefrei? Das Sprichwort gibt es schon sehr lange! Ich empfehle Dir den passenden Film "Cruising" (siehe Queer-TV-Tips) anzuschauen und bin auf Deine Reaktion gespannt!


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#6
26.07.2012
19:10:54


(+8, 16 Votes)

Von fink
Antwort zu Kommentar #5 von Meckertrine


dumme sprüche unserer großelterngeneration oder grottige 80er-filme sind eine ausrede dafür, dem opfer eines grauenhaften verbrechens selber die schuld zu geben und nicht dem täter?

wäre mir neu...

himmel, wieso diskutiere ich eigentlich mit trollen?


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#7
26.07.2012
19:55:47


(+8, 8 Votes)

Von sanscapote
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Eine verabscheuungswuerdige und abscheuliche Tat!

Alle, die hier die Schuld bei dem Getoeteten finden moechten, sollten sich an der eigenen Nase anfassen.


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#8
26.07.2012
19:58:58


(-2, 6 Votes)

Von alexander
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #6 von fink


sorry, jetzt bist aber sehr vermessen und wirfst deinen "jugendwahn" in die diskussion !
deine sehr von jugendlichem übereifer diktierten kommentare, ertrage ich "meistens", da sie zu teilen sehr fundiert sind, wenn auch oft überzogen ! oki !
gerade dieser film war "damals ungeheuer wichtig" (1980), und ist heute noch immer nicht "altbacken" ! ich denke du hast den film nicht begriffen ! er bietet enorm viele denkanstösse, auch heute noch, einer problematischen entwicklung einer persönlichkeit, die nachher nie mehr verfimt wurde ! du wirst die welt nicht neu erfinden ? im gegenteil , das fetischabhängige klientel hat mehr als zugenommen, ob man das nun mag oder nicht , deutet es doch darauf hin, dass sex im schwulen "milieu" immer mehr "abhängig" wird, egal in welcher form ! ich habe persönlich nichts dagegen, bin aber trotzdem der meinung, dass es inzwischen "zum guten ton" gehört, fetische zu haben ! warum ? ( nur weil damit auch nicht unerheblich geld verdient wird ?) ein "normaler schwuler " muss sich ja wie "röschen" fühlen, a la blümchensex ???
da du ja so sehr für offenheit plädierst, wundert es mich doch sehr, dass du nicht mal ein profil hier anlegst, mit den notwendigsten angaben ???


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#9
26.07.2012
20:03:44
Via Handy


(+7, 7 Votes)

Von daVinci6667
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Noch eine entsetzliche
Tat mehr. Es scheint immer mehr Verrückte und Wahnsinnige zu geben. Deshalb: Ja Leute. Es ist gefährlich. Lasst euch den Spaß nicht allzu verderben, aber seid vorsichtig.

Wo immer ihr hin geht, macht es am besten zu zweit und achtet gegenseitig aufeinander. Bei einem schwulen Freund braucht es euch doch nicht peinlich zu sein, wenn der dabei ist, wenn ihr es z.B. mit einem Fremden im Park treibt. Vielleicht am Anfang ungewöhnlich, aber sicher ist sicher.


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#10
26.07.2012
22:03:26


(+6, 8 Votes)

Von fink
Antwort zu Kommentar #8 von alexander


"deine sehr von jugendlichem übereifer diktierten kommentare, ertrage ich "meistens", da sie zu teilen sehr fundiert sind, wenn auch oft überzogen !"

danke für das ungefragte feedback. ich bin aber kein jugendlicher.

"gerade dieser film war "damals ungeheuer wichtig" (1980)"

weil...? ich kenne den film und fand ihn noch nie "wichtig", sondern eher ausdruck von eher konservativen und sexualitätsfeindlichen klischees. der weg in schwule sexualität und SM, der wie eine rutschbahn zur hölle unweigerlich in den tod führt - was ist daran wichtig oder auch nur originell?

"das fetischabhängige klientel hat mehr als zugenommen, ob man das nun mag oder nicht"

worauf gründet sich diese behauptung? vermutlich ist fetisch sichtbarer geworden, so wie schwule sexualität beispielsweise auch. es gibt heute auch mehr schwule clubs als vor ein paar jahrzehnten. kann man daraus auf eine wachsende "homosex-abhängigkeit" schließen?

"dass sex im schwulen "milieu" immer mehr "abhängig" wird, egal in welcher form !"

wiederum die frage: auf welche fakten stützt du dich?

"dass es inzwischen "zum guten ton" gehört, fetische zu haben ! [...] ein "normaler schwuler " muss sich ja wie "röschen" fühlen, a la blümchensex ???"

ja, und wir wissen alle auch, dass es heute "total schick ist, schwul zu sein", und dass man sich "als heterosexueller schon schämen muss".

merkst du eigentlich, wie du da redest?


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