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Der Reichtum von Jeff Bezos wird derzeit auf zwischen 18 und 21,5 Milliarden US-Dollar geschätzt (Bild: dsearls / flickr / by 2.0)

Der Amazon-Gründer Jeff Bezos hat zusammen mit seiner Ehefrau 2,5 Millionen US-Dollar an eine Kampagne zur Öffnung der Ehe im US-Bundesstaat Washington gespendet. Das berichtet die "New York Times".

Damit reagierte der 48-Jährige auf eine persönliche eMail einer ehemaligen Angestellten, die Geld für die Kampagne sammelt und Bezos berichtete, sie wolle "die Liebe ihres Lebens heiraten": "Wir brauchen die Hilfe heterosexueller Personen. Um deutlich zu sein: Wir brauchen die Hilfe von reichen heterosexuellen Personen."

Mit der Spende hat sich das Budget der Kampagne verdoppelt. Zur Präsidentschaftswahl am 6. November sind die Wähler in dem Bundesstaat dazu aufgerufen, im Referendum 74 darüber abzustimmen, ob Washington die Ehe öffnet. Das hatte der Gesetzgeber bereits beschlossen, einen Tag vor Inkrafttreten des Gesetzes am 7. Juni diesen Jahres hatten Gegner der Homo-Ehe allerdings genügend Unterschriften für das Referendum gesammelt.

Knappes Referendum erwartet

Letzten Umfragen zufolge liegt die Zustimmung zur Ehe-Öffnung in der Bevölkerung Washingtons zwischen 47 und 51 Prozent, dagegen sind 42 bis 46 Prozent. Allerdings wurde noch nie ein Referendum zugunsten einer Ehe-Öffnung entschieden.

Bezos sagte, die Unterstützung der Kampagne sei "aus vielen Gründen das Richtige". Zuvor hatten Steve Ballmer und Bill Gates von Microsoft je 100.000 Dollar gespendet, beide Tech-Unternehmen haben ihren Hauptsitz in Washington. Auch Nike und Starbucks unterstützen die Ehe-Öffnung. (nb)



#1 finkAnonym
  • 27.07.2012, 23:44h
  • und wieder eine kampagne, in der die frage "wer hat die besseren argumente?" zurücktritt hinter die frage "wer hat das größere pr-budget?"

    demokratie als unterkategorie von marketing - das ist ja irgendwie ehrlich, aber irgendwie auch ziemlich gruselig, oder?

    schlimm genug, wenn grundlegende rechte von minderheiten zur abstimmung freigegeben werden. aber wenn das ganze zusätzlich auch noch zu einer finanzfrage wird, dann wird es richtig unheimlich.
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#2 goddamn liberalAnonym
#3 SebiAnonym
  • 28.07.2012, 09:04h
  • Man muss vielleicht nochmal darauf hinweisen, dass die Spendenpraxis solcher Großkonzerne rein GAR NICHTS mit persönlichen Überzeugungen zu tun hat.

    Da wird ganz knallhart kalkuliert, für welche Sachen man wie viel spendet und was das dann im Gegenzug dem Unternehmen bringt. Auch da werden ganz nüchterne Gewinn-Verlust-Rechnungen aufgestellt und wenn eine Spende (z.B. durch Imageverbesserung und damit mehr Absatz) mehr bringt, als sie kostet, ist es eine Gewinnsituation.

    Natürlich sind diese 2,5 Mio deutlich mehr als die 200.000 von Microsoft. Und natürlich ist es für die Kampagne erst mal ein Segen. Und ich bin ihm auch sehr dankbar, denn es gibt auch Unternehmen, die für die Gegenseite spenden, obwohl den meisten langsam klar wird, dass es wirtschaftlich sinnvoller ist, für unsere Ziele zu spenden.

    Dennoch darf man halt nie die Hintergründe vergessen, dass das nicht einfach nur Wohlfahrt ist, sondern dass da auch knallharte wirtschaftliche Überlegungen hinter stehen.

    Dennoch natürlich ein großer Gewinn!
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#4 FOX-NewsAnonym
#5 FOX-NewsAnonym
#6 Simon HAnonym
  • 28.07.2012, 09:17h
  • Antwort auf #2 von goddamn liberal
  • Leider wahr!

    Wäre die Mehrheit der Amazon-Kunden homofeindlich, würde der Konzern genauso für die Gegenseite spenden.

    Aber offenbar ist die Mehrheit homofreundlich, also macht es für den Konzern halt Sinn für diese Seite zu spenden.

    Wenn man mal guckt, was die so für Marketing und PR ausgeben, dann sind diese 2,5 Mio erstens nur eine kleine Summe und zweitens sehr gut angelegt, da sie einen Imagegewinn bringen, für den man mit klassischer Werbung ein vielfaches mehr ausgeben müsste.
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