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Ein Hungerstreik aus einem anderen Zusammenhang (Bild: Wiki Commons / AxelHH / CC-BY-3.0)

Im US-Bundesstaat Michigan wollen schwule und lesbische Aktivisten am 30. Juli einen 100 Tage langen Hungerstreik beginnen, um auf die "extreme Ungleichheit" hinzuweisen, die in dem Staat herrsche.

An dem Hungerstreik, der genau bis zum Tag der US-Präsidentschaftswahl laufen soll, wollen sich Mitarbeiter, Ehrenamtler und Besucher von acht Schwulen- und Lesbenzentren aus allen Ecken des Bundesstaates beteiligen - allerdings hintereinander: Pro Tag streikt genau eine Person, hinter einer öffentlichen Glasscheibe im LGBT-Zentrum "Affirmations" in Ferndale.

"Man kann argumentieren, dass Michigan das Mississippi der Menschenrechtsbewegung ist, wenn es um LGBT-Gleichstellung geht", sagte "Affirmations"-Direktor David Garcia, der als erster in den Hungerstreik geht. "Wir sind in so vielen Bereichen so weit zurück, und die meisten Leute wissen das nicht."

Homo-Ehe verboten

Nach einer vom Volk beschlossenen Verfassungsänderung im Jahr 2004 ist sowohl eine Ehe-Öffnung als auch die Einführung einer Eingetragenen Partnerschaft mit halbwegs gleichen Rechten wie bei der Ehe verboten. Der Michigan Supreme Court hat zudem geurteilt, dass der Staat schwulen und lesbischen Bediensteten keine der Vorzüge gewähren darf, die Eheleuten zugestehen.

Dabei sind Mitarbeiter des Staates immerhin durch ein Antidiskriminierungsgesetz vor Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung geschützt. Für andere Arbeiter und im Zivilrecht gibt es keinen Schutz. (nb)



#1 SebiAnonym
  • 28.07.2012, 09:06h
  • Wenn die Homohasser sich nicht mal von Gewalt und Mobbing gegen Schwule und Lesben beeindrucken lassen und sogar Morde oder Selbstmorde die kalt lassen, wird ein Hungerstreik da auch nichts bewirken.

    Wahrscheinlich hoffen die sogar noch, dass sich diese Leute zu Tode hungern.

    Dennoch natürlich eine gute Aktion, um auf diese unsägliche Diskriminierung und diese Menschenrechtsverletzungen aufmerksam zu machen.
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#2 Simon HAnonym
  • 28.07.2012, 09:20h
  • Antwort auf #1 von Sebi
  • Ich glaube zwar auch, dass diese Aktionen nicht viel ändern werden. Aber es ist natürlich besser als gar nichts zu tun. Zumindest können sie dann noch in den Spiegel sehen und sagen, dass sie wirklich alles versucht haben.

    Und Aufmerksamkeit bringt das auf jeden Fall.

    Ich hoffe nur, dass die nicht zu weit gehen und das nicht zu lange durchziehen. Die müssen schon auch auf ihre Gesundheit achten. Wenn sie dadurch krank werden oder gar sterben, erfüllen sie nur die Wünsche der Homohasser.
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil