Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?17049

Preisträger Wanja Kilber bei einem Protest gegen das Gesetz gegen "Homo-Propaganda" in St. Petersburg (Bild: Coming out St. Petersburg)

Im Rahmen einer Gala zur Eröffnung der Hamburger Pride-Week in den "Fliegenden Bauten" wurde am Samstag der aus Kasachstan stammende LGBT-Aktivist Wanja Kilber mit dem Pride Award ausgezeichnet. Der Preis ist nach 2011 zum zweiten Mal verliehen worden. Damit sollen Personen ausgezeichnet werden, die sich oft unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit für Homo-, Bi- und Transsexuelle in Hamburg engagieren.

Kilber ist Osteuropakoordinator des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) und Mitgründer von Quarteera, eine neuen Vereinigung russischsprachiger LGBT und ihrer Freunde in Deutschland. Er initiierte 2009 anlässlich des internationalen Tages gegen Homophobie erstmals Rainbow-Flashmobs in Russland. Bereits im ersten Jahr beteiligten sich 30 russische Städte an der globalen LGBT-Aktion. Mittlerweile steigen am 17. Mai in zahlreichen Städten in Deutschland, Russland, den USA und Asien Luftballons zum Rainbow Flash in den Himmel.

Kilber und seine Mitstreiter organisierten in den letzten Jahren dutzende Proteste vor den Botschaften und Konsulaten Russlands in Berlin und Hamburg, ein Protest im letzten Jahr zeitgleich zum Berliner CSD brachte ihm die Teilnahme in einer populären russischen Talkshow ein. In diesem Jahr organisierte er den "Checkpoint Wladimir" beim diesjährigen Berliner CSD (queer.de berichtete) mit. Auch in St. Petersburg demonstrierte er gegen das "Homo-Propaganda"-Verbot (queer.de berichtete), die Poster der Kampagne mit berühmten schwulen und lesbischen Russen samt überklebten Mündern wurden von ihm ebenso designt wie das Checkpoint-Motiv, das Wladimir Putin und Dmitri Medwedew als Paar im Stil von Pierre et Gilles zeigt.


Wanja (r.) mit seiner Mutter und Pussy-Riot-Shirt nach der Preisverleihung (Bild: Andrey Ditzel)

"So wie alle Nominierten hat Wanja Kilber als Erfinder des Rainbow Flash mit seinem Engagement viel für die Community weit über die Grenzen Hamburgs geleistet", erklärte Philipp-Sebastian Kühn, der SPD-Fachsprecher für Schwule und Lesben.

Für den Preis nominiert waren neben Kilber auch Michael Schilf, der Organisator der Jugendabteilung des Magnus-Hirschfeld-Centrums (MHC), sowie die Studentin Franziska Börnicke, die sich seit Jahren im MHC engagiert und bei einer Pädagogentagung ihre Bachelor-Arbeit "Sozialpädagogische Räume für Trans*Jugendliche" vorgestellt hat.

Im vergangenen Jahr war der Hamburg Pride Award erstmals verliehen worden. Ausgezeichnet wurden 2011 das Team von Hein & Fiete, Grafiker Stefan Semrau und Fotograf Paul Schimweg für ihre "herausragenden und mit hohem ehrenamtlichen Engagement umgesetzten Präventionskampagnen". (pm/nb/dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 rischtischAnonym
  • 30.07.2012, 22:39h
  • ich freu mich sehr für ihn. er hatt den preis echt verdient. hab ihn bei ner demo vor der russischen botschaft mal kurz kennengelernt.
    toller engagierter junger mann!
  • Antworten » | Direktlink »
#3 WANJA HOERENAnonym
#4 fachärztlichAnonym
#5 BEAR PRIDEAnonym