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Suche nach Männlichkeit

Studie: Militär zieht Transsexuelle an


Das Militär zieht Personen an, die ihre Männlichkeit zur Schau stellen wollen (Bild: expertinfantry / flickr / by 2.0)

Der Anteil von Transsexuellen im US-Militär ist doppelt so hoch wie in der Durchschnittsbevölkerung, so der angesehene US-Psychologe George Brown in einer neuen Studie.

Gegenüber "Courthouse News" sagte Brown, die Ergebnisse zeigten, "dass die Prävalenz doppelt so hoch ist wie in der nichtmilitärischen Bevölkerung. Bislang sind das noch unveröffentlichte Daten, die erst auf einer Veranstaltung im Herbst vorgestellt werden sollen." Er erklärte, dass er die Daten von fünf Millionen Veteranen analysiert habe.

Der Psychologe ist Mitglied in der World Professional Association for Transgender Health (WPATH), die sich der Erforschung von Transsexualität verschrieben hat. Brown arbeitet bereits seit Jahrzehnten zu dem Thema - und will mit den neuen Daten eine Theorie beweisen, die er 1988 in seiner Veröffentlichung "Transsexuelle im Militär - Flucht in die Hypermaskulinität" vorgestellt hatte. Demnach meldeten sich überdurchschnittliche viele Mann-zu-Frau-Transsexuelle freiwillig zum Militär, weil sie aufgrund des gesellschaftlichen Drucks "ihr weibliches Selbstbild auslöschen" wollten. Brown, der selbst zwölf Jahre lang als Soldat für die US-Luftwaffe gearbeitet hatte, argumentierte in dem Papier, dass sie vom Macho-Image der Truppe angezogen werden würden.

Diskriminierung gegen Transsexuelle im Militär

In den USA ist es postoperativen Transsexuellen untersagt, im Militär zu dienen. Personen, die erst im Laufe ihres Dienstes ihre Transsexualität entdecken, werden meist mit einer medizinischen Begründung entlassen. Im Nachbarland Kanada ist ein solches Verbot bereits vor zwei Jahrzehnten aufgehoben worden. Immerhin haben die USA vor knapp einem Jahr das Verbot von Schwulen und Lesben im Militär beendet (queer.de berichtete).

Derzeit gehen Forscher davon aus, dass sich zirka einer von 10.000 biologischen Männern als Frau fühlt. Bei Frau-zu-Mann-Transsexuellen geben niederländische Forscher die Wahrscheinlichkeit mit eins zu 30.000 an. (dk)



#1 FilmtippAnonym
#2 NachgefragtAnonym
#3 Kim SchicklangAnonym
  • 31.07.2012, 11:37h
  • Die WPATH ist eine Vereinigung von Menschen, deren Mitglieder bis heute teilweise noch an Umpolungstherapien an homo- oder transsexuellen Kindern glauben. Warum sollte man die Studie also für seriös halten?
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#4 DJ KonradAnonym
#5 KritikerAnonym