Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?17060

Der FDP-Bundestagsabgeordnete Burkhardt Müller-Sönksen beim Hamburg Pride 2008. Vor wenigen Wochen hatte er im Bundestag gegen beide Anträge der Grünen gestimmt. (Bild: Wiki Commons / Magnus Manske / CC-BY-SA-3.0)

Der Hamburg Pride e.V. hat auf den Offenen Brief des CDU-Politikers Roland Heintze mit der Einladung zu einer öffentlichen Diskussion im Rahmen des CSD-Straßenfestes reagiert. Der offen schwule Bürgerschaftsabgeordnete hatte den CSD-Veranstaltern vorgeworfen, mit ihrer Bitte auf Teilnahmeverzicht von CDU/LSU und FDP parteiisch zu sein (queer.de berichtete).

"Hamburg Pride e.V. ist satzungsgemäß weder parteipolitisch noch konfessionell gebunden", schreibt nun seinerseits der Verein. "Die gegenteiligen Behauptungen von Herrn Heintze weisen wir ausdrücklich von uns. Die in unserem Offenen Brief vom 9. Juli geäußerte Aufforderung an CDU/LSU und FDP, ihre Teilnahme am CSD 2012 zu überdenken, bezog sich ausschließlich auf das Abstimmungsverhalten dieser Parteien im Bundestag am 28. Juni. Wir weisen außerdem darauf hin, dass wir in dem Offenen Brief auch gesagt haben, dass wir keine demokratischen Organisationen vom CSD ausschließen werden."

Dass der Abgeordnete geschrieben hatte, es sei absurd, "das Abstimmungsverhalten der Abgeordneten der schwarz-gelben Regierungskoalition im Bundestag auf die politische Arbeit der LSU oder der CDU Hamburg herunter zu dividieren", kontern die CSD-Veranstalter mit dem Hinweis, dass es in den "Leitlinien der CDU Hamburg" in Bezug auf gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften wortwörtlich heiße: "Eine Gleichstellung mit der Ehe lehnen wir ab." Diese Haltung entspreche "somit exakt dem Abstimmungsverhalten der CDU im Bundestag am 28. Juni 2012 und steht dem Motto des diesjährigen Hamburg Pride diametral gegenüber", so die Veranstalter.

Debatte zum CSD-Straßenfest


Roland Heintze hatte die CSD-Veranstalter öffentlich kritisiert

Der CSD steht in diesem Jahr unter dem Motto "Ehe 2.0 - Nach den Pflichten jetzt die Rechte!" Im Juni hatten die meisten Abgeordneten von Union und FDP im Bundestag zwei Anträge der Grünen abgelehnt, einen zur direkten Öffnung der Ehe für schwule und lesbische Paare und einen, der die Regierung aufgefordert hätte, die Lebenspartnerschaft mit der Ehe komplett gleichzustellen. Danach hatte es bei mehreren CSDs Proteste gegen die Teilnahme der FDP an der CSD-Parade gegeben, etwa in Köln, wo auch die Ehe-Öffnung das offizielle Motto war.

Die Veranstalter des Hamburg Pride haben nun Heintze und Vertreter aller Bundestagsparteien eingeladen, an einer Diskussion zum Thema am 4. August beim CSD-Straßenfest um 17 Uhr teilzunehmen. Moderieren soll die Runde der Journalist Stefan Mielchen, bis vor kurzem Chefredakteur des "hinnerk".

In ihrer Pressemitteilung wiesen die Veranstalter noch darauf hin, dass der geplante Protest mit Roten Karten gegen CDU/LSU und FDP während des CSD nicht von ihnen, sondern der Gruppe "Die Verzauberten" initiert wurde: "Wir respektieren diese Aktion beim CSD und den begleitenden Veranstaltungen genauso wie die Teilnahme von CDU und FDP." Dass Heintze wegen der vermeintlichen Parteilichkeit die Gemeinnützigkeit des CSD in Frage stellte, wurde kühl beantwortet: "Die Überprüfung, ob der gemeinnützige Charakter des Vereins weiterhin besteht, erfolgt wie bei allen gemeinnützigen Einrichtungen regelmäßig durch das Finanzamt." (nb/pm)

Wöchentliche Umfrage

» Gehören CDU/CSU und FDP auf den CSD?
    Ergebnis der Umfrage vom 30.7.2012 bis 06.8.2012


#1 stromboliProfil
  • 31.07.2012, 18:59hberlin
  • hanseatisch kühl gekontert..
    gut so!
    Jetzt müssen die auf den feuerstuhl hoffentlich bohrende fragen beantworten..vor wütendem publikum, das macht sich gut.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
#3 alexander
  • 31.07.2012, 20:20h
  • zitat :
    ["Die Überprüfung, ob der gemeinnützige Charakter des Vereins weiterhin besteht, erfolgt wie bei allen gemeinnützigen Einrichtungen regelmäßig durch das Finanzamt." ]

    wunderbar, es hat sich selten jemand so fabelhaft ins knie geschossen wie dieser r.heintze !!!
    aber 100% kommt jetzt bei der "öffentlichen Diskussion" (wenn sie denn überhaupt zustande kommt ???), rhetorisch "hamburger labskaus" heraus : "viel geschwurbel um NICHTS", ohne jede aussage, die substanz "besitzen könnte !"

    trotzdem, ein kompliment an die organisatoren des CSD's, sie haben es verstanden diesen lackel vorzuführen und ihn in die pflicht zu nehmen !

    wir warten "frohlockend und hoffnungsfroh" auf seine "statements" ???
  • Antworten » | Direktlink »
#4 stromboliProfil
#5 KerouaclyAnonym
#6 stromboliProfil
#7 alexander
  • 06.08.2012, 21:52h
  • ich bin doch sehr verwundert, dass man noch keinen artikel über den HH-CSD und die diskussion zu gesicht bekommt ? die bilder sind übrigens oki !
    aber ich bin doch sehr befremdet, nach den vorangegangenen diskussionen, kein feetback zu bekommen ?
  • Antworten » | Direktlink »
#8 -hw-Anonym