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Tom Daley mit seinem Partner Peter Waterfield (Bild: tomdaley.tv)

Der britische Turmspringer erhielt einen Tweet mit dem Tag "teamHIV". Außerdem: Eine Bogenschützin outet sich und ein Athlet zeigt sich mit iPhone.

Von Norbert Blech

Die britische Polizei ermittelt gegen einen Fußballer, der den britischen Wasserspringer Thomas Daley via Twitter am Dienstag homophob beleidigt haben soll. Der Fall erregte in Großbritannien, wo der 18-Jährige generationsübergreifend zu den populärsten Sportlern gehört, großes Medieninteresse.

Anlass war der vierte Platz, den Daley am Montag mit seinem Sprungpartner Peter Waterfield erzielte - die Erwartungen hatten höher gelegen. Als Trost könnten sich die beiden bumsen, hieß es in dem Tweet mit dem Hashtag "#teamHIV". Ein walisischer Fußballer, von dessen Twitter-Account die Nachricht stammte, ließ mitteilen, er habe den Tweet nicht versandt, jemand müsse sein Smartphone genutzt haben. Der Fußballer und sein Club haben sich öffentlich für den Versand entschuldigt.

Zuvor hatte die britische Polizei bereits einen 17-Jährigen wegen "böswilliger Kommunikation" festgenommen. Er hatte Daley via Twitter geschrieben, er habe seinen Vater im Stich gelassen. Robert Daley war im letzten August an einem Hirntumor gestorben und war zuvor der größte Förderer des Nachwuchssportlers.

Daley und sein Vater waren erst in der letzten Woche in einer Dokumentation der BBC zu sehen, die die Vorbereitungen von Tom Dailey auf Olympia zeigte. Spätestens seit einer Teilnahme bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking und einer Goldmedaille bei den Europameisterschaften im gleichen Jahr gilt er als einer der Lieblingssportler der Briten - auch unter Schwulen: Trotz des jungen Alters sind viele schon seit Jahren von ihm fasziniert. Und für heterosexuell hält den ausgesprochen sympathischen Daley niemand, auch wenn ihm die Medien derzeit eine Beziehung zu der amerikanischen Taucherin Kassidy Cook andichten. Am 10. August tritt Daley erneut an, beim Einzel-Turmspringen der Männer.

Youtube | BBC-Kurzreportage über Tom Daley aus dem Frühjahr

Südafrikanische Bogenschützin outet sich


Karen Hultzer hat sich während der Spiele geoutet

Derweil hat sich die südafrikanische Bogenschützin Karen Hultzer als lesbisch geoutet. Dem Portal "Outsports" sagte sie: "Ich bin Bogenschützin, mittleren Alters und ich bin eine Lesbe. Ich bin vor meinem ersten Kaffee schlecht gelaunt. Keiner dieser Punkte definiert, wer ich bin, sie sind lediglich Teil von mir." Spekulationen über ihre sexuelle Orientierung hatte es öfters gegeben, nun bat sie das Portal, die Nachricht "wie wild" zu verbreiten. Sie ist die erste offen lesbische Bogenschützin und nach Beach-Volleyballerin Leigh-Ann Naidoo (Olympia-Teilnahme 2004) erst die zweite offen homosexuelle Olympia-Athletin des Landes.

"Ich habe das Glück, dass meine sexuelle Orientierung kein Thema ist und ich weniger Diskriminierung erfahre und erleide wie die meisten schwarzen Lesben in Südafrika", so die 46-Jährige. "Ich freue mich auf den Tag, an dem das ein Nicht-Thema ist und so relevant wie meine Augenfarbe oder mein Lieblingssushi." Am Montag ist sie aus den diesjährigen Spielen ausgeschieden.

Zu unserer Liste von offen schwulen und lesbischen Athleten bei den Spielen in London müssen wir Hultzer damit als Nummer 21 nachtragen, zudem auf Nummer 22 laut Outsports die deutsche Radlerin Ina-Yoko Teutenberg und als Nummer 23 die US-Wrestlerin Elena Sergey Pirozhkov. Die machte am Dienstag Schlagzeilen, als sie die Präsidentengattin Michelle Obama in die Luft stemmte.

Das sportlich-schwule Auge


Danell Leyva zeigt sich gerne

Während Lesben die Liste der offiziell geouteten Sportler bei Olympia mit Abstand anführen, ist in den letzten Tagen das schwule Auge (und gelegentlich ein gewisses Bauchgefühl) mehrfach angeschlagen. Nicht nur bei den Sportlern: Zu unserem Artikel über die Diversity bei der Olympischen Eröffnungsfeier ist noch nachzutragen, dass die Vielfalt und Gleichstellung sich inzwischen in einem weiteren Bereich gezeigt hat. Erstmals sind bei den Olympischen Spielen auch Männer als Überbringer der Medaillen und Blumen eingeteilt, mit einem merkwürdigen, an Star Trek erinnernden Dress, aber immer auch mit einem netten Lächeln.

Und was das schwule Auge betrifft: Die Geschichte, wonach Grindr in London nach der Ankunft all der heimlich schwulen Athleten zusammengebrochen ist, mag falsch sein. Aber Handybilder verschicken auch Sportler gerne, es muss ja nicht immer ein Dating-Portal oder "Guys with iphones" sein. Jüngstes Beispiel ist der 20-jährige US-Turner Danell Leyva, dessen Pics (versandt wohl an Frauen) nun im Internet auftauchten.



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 31.07.2012, 22:14h
  • Tom Daley hat dieses Bashing nicht verdient und es gibt leider immer wieder dumme Leute, die solche homophoben Diffamierungen einfach nicht lassen können!
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#2 swimmingforlifeAnonym
  • 31.07.2012, 22:40h
  • Er hat sich einen Wunsch erfüllt.

    Im Hinblick auf Olympia 2012 schickte er freche Grüße an seine Rivalen: «Ich werde in der Form meines Lebens sein und wäre sehr enttäuscht, wenn es nicht zu einer Medaille reichen würde.»

    Der Hobby-Surfer aus dem warmen Durban möchte ins regnerische Manchester ziehen, um dort jedes Spiel seiner geliebten United-Fußballer live sehen zu können.

    www.sportonline.de/weitere-sportmeldungen/der-schwimm-traum-
    von-le-clos-25558
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Timm JohannesAnonym
#4 Vater JahnAnonym
#6 BaWüAnonym