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Argentinien ist eines von nur elf Ländern weltweit, das Schwule und Lesben im Eherecht gleichgestellt hat

Erstmals wurde ein schwules Paar von einem argentinischen Standesamt als Co-Eltern anerkannt.

Der 41-jährige Carlos Grinblat und der 35-jährige Alejandro Dermgered sind Väter von Tobias, der am 29. Juni von einer Leihmutter in Indien ausgetragen wurde. 2010 wurde erstmals ein lesbisches Paar als Co-Eltern anerkannt. Für Homo-Aktivisten ist die Eintragung des Kindes in die Ehe-Urkunde von Grinblat und Dermgered allerdings historisch: "Das ist das erste Mal weltweit, dass ein Kind als Sohn von zwei Männern anerkannt wurde, ohne dass eine richterliche Anordnung nötig war", erklärte die argentinische Homo-Aktivistin Maria Rachid.

Eigentlich ist im argentinischen Recht, wie auch in Deutschland, Leihmutterschaft nicht erlaubt. Das schwule Paar berief sich aber auf eine Gesetzeslücke für Leihmutterschaften im Ausland. Der Schritt wurde daraufhin vom Justiz- und Außenministerium Argentiniens abgesegnet. "Wir kämpfen nur für eine Sache: Dass wir eine Familie starten dürfen", sagte Grinblat nach der Anerkennung gegenüber argentinischen Medien.

Die homofreundliche Regierung der argentinischen Präsidentin Cristina Kirchner hat bereits Mitte 2010 die Ehe für Schwule und Lesben geöffnet (queer.de berichtete). Größter Gegner der Gleichbehandlung von Homosexuellen im Land war die katholische Kirche. Der einflussreiche Kardinal Jorge Bergoglio erklärte sogar, der Teufel persönlich stecke hinter den Gesetzesinitiativen (queer.de berichtete). (dk)