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Seit Jahren warten wir darauf, dass mal ein deutscher Fernsehjournalist einen Politiker der Union fragt, wie denn die Homo-Ehe eigentlich die Ehe praktisch gefährde. Notfalls einmal nachfragt, notfalls zweimal oder öfter. Was wäre das für eine peinliche Bloßstellung, für manche Zuschauer auch eine Augenöffnung. Leider sind Fernsehjournalisten in Deutschland eher selten angriffslustig, lassen Sprechblasen Sprechblasen sein, aus Angst vor Fernsehräten oder dem Verdacht einer Parteilichkeit. Notfalls kann man ja einen O-Ton eines Politikers der anderen Richtung dagegenstellen. Haltung und Aufklärung sehen freilich anders aus.

Wie müsste man sich also ein Interview über die Homo-Ehe vorstellen? In einer neuen Folge der neuen US-Serie "The Newsroom" von Aaron Sorkin ("The West Wing"), die derzeit im Jahr 2011 spielt, nimmt der fiktionale Moderator Will McAvoy (Jeff Daniels) einen ehemaligen Mitarbeiter des damaligen republikanischen Präsidentenkandidaten Rick Santorum auseinander, zu dessen Umgang mit dem Thema Homosexualität. Das fiktionale Interview ist besonders interessant, da der Mitarbeiter selbst schwul ist. Das eröffnet Raum für weitere Reflektion: Wie steht man selbst zu Personen, die sagen, dass sie nicht über ihre Homosexualität definiert werden wollen, die bei ihren sonstigen konservativen Ansichten bleiben? Und ist das Interview, wie McAvoy zuletzt sagt, tatsächlich zu schikanierend geraten oder doch angemessen?

(Der Ausschnitt beginnt in etwa bei 2:30, Will McAvoy reflektiert die Sendung und eine daraus resultierende Todesdrohung gegen ihn gegenüber einem Psychiater)

Den schwulen Mitarbeiter von Rick Santorum gab es übrigens tatsächlich.

Die HBO-Serie "The Newsroom" wird derzeit in Deutschland einen Tag nach der US-Ausstrahlung im englischen Originalton auf Sky Atlantic gezeigt; der Pay-TV-Kanal plant, ab Herbst synchronisierte Folgen zu senden. Von Kritikern nach der ersten Folge noch als zu akademisch angesehen, hat sich die Serie über eine Primetime-News-Show nach einigen Folgen der ersten Staffel zu einem intelligenten wie kurzweiligen Drama entwickelt. HBO hat inzwischen eine zweite Staffel bestellt. (nb)



#1 TVGuckerAnonym
  • 03.08.2012, 07:57h
  • Großartig! Die letzte Frage und die letzte Antwort sind ein Hammer.

    Hier klärt sich auch eindrucksvoll die Frage, ob man als Schwuler Parteien wählen kann, die gegen die vollständige rechtliche Gleichstellung von Homosexuellen sind.
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#2 Der RickAnonym
  • 03.08.2012, 08:22h
  • Das echte Drama dabei ist, dass Santorum überhaupt als diskutabel erlebt wird. Oder, was meint ihr?
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 03.08.2012, 09:06h
  • Mit Bloßstellungen kennen sich die Republikaner ja bestens aus, denn sie liefern immer die Vorlagen!
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#4 stromboliProfil
  • 03.08.2012, 11:16hberlin
  • Antwort auf #2 von Der Rick
  • wir können es uns nicht leisten an solchen psychopathisch -neurotischen arschlöchern vorüber zu gehen, ohne auf sie zu reagieren.
    Das ist auch so bei den sekten aller art: lässt man sie ihr gift verspritzen, bleibt immer irgend wo was hängen und eitert vor sich hin.
    Deshalb : sofort und mit kopf und witz die banausen zerlegen, sie der lächerlichkeit preis geben .. mit allen mitteln!
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#5 Volker BeckAnonym
#6 stromboliProfil
#7 Der RickAnonym