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Ob die schwul-lesbischen CSD-Radler im Straßengewimmel von Hanoi wohl auffallen? (Bild: Wiki Commons / Cnyborg / CC-BY-SA-3.0)

In der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi wird am Wochenende der erste CSD des sozialistischen Landes ausgetragen.

Am Sonntagmorgen wollen die Aktivisten mit einer Fahrrad-Parade durch die Stadt auf ihre Forderungen aufmerksam machen. Die Parade sei bereits von den Behörden genehmigt worden, erklärte CSD-Organisatorin Tam Nguyen, die durch einen Besuch des Stockholmer CSDs zur Organisation des Viet Pride 2012 inspiriert wurde. "Wir erwarten ungefähr 200 Teilnehmer".

Bei der Demonstration wollen sie wie Millionen anderer Einwohner auf Fahrrädern fahren, um die Machthaber nicht mit einer traditionellen Protestaktion zu provozieren. Demos werden in dem Ein-Parteien-Staat bislang häufig verboten. Die CSD-Parade diene zunächst dazu, die bislang sehr kleine Homo-Szene in Vietnam zu organisieren, erklärte Nguyen. Außerdem werden bei einem mehrtägigen Festival schwul-lesbische Filme gezeigt, Vorträge gehalten und Live-Musik gespielt.

Die Veranstaltungen finden im deutschen Goethe-Institut von Hanoi statt, das zu den ausländischen Sponsoren des Events gehört. Auch die Botschaften von Schweden und Kanada stellten finanzielle Mittel bereit.

Hoffnung auf Ehe-Öffnung in Vietnam


Zum Logo des Viet Pride 2012 gehört auch die landestypische Kopfbedeckung in Regenbogenfarben

In Vietnam haben Schwule und Lesben Hoffnung geschöpft, als Justizminister Ha Hung Cuong vergangenen Monat in einer Online-Debatte die Anerkennung von Homo-Paaren in Aussicht stellte (queer.de berichtete). Das Thema soll im kommenden Frühjahr in der Nationalversammlung behandelt werden, versprach das Ministerium.

Es hat zwar nie ausdrücklich Gesetze gegen Schwule und Lesben in Vietnam gegeben, allerdings ist Homosexualität in der Gesellschaft verpönt, weil sie sich gegen das konfuzianische Idealbild der Familie richte. Auch die Kommunisten, die das Land seit Jahren in einer Ein-Parteien-Diktatur regieren, haben in der Vergangenheit Homosexualität immer wieder als "gesellschaftliches Übel" bezeichnet und mit Prostitution, Glücksspiel und Drogenmissbrauch verglichen.

Dennoch gibt es seit Jahren in der Hauptstadt Hanoi sowie in der Wirtschaftsmetropole Ho-Chi-Minh-Stadt (Saigon) eine florierende schwul-lesbische Szene - inklusive Bars, Clubs und Saunen. Auch die politische Lage hat sich laut LGBT-Aktivisten entspannt. Selbst in den staatlichen Medien wird - anders als noch vor einem Jahrzehnt - die Lage von Schwulen und Lesben inzwischen offen debattiert. (dk)



#2 Carsten ACAnonym
  • 03.08.2012, 17:22h
  • Gute Nachrichten.

    Jeder noch so kleine Fortschritt irgendwo auf der Welt ist immer eine gute Nachricht.

    Das gibt immer wieder neu Mut, weiter zu kämpfen und zeigt, dass der Kampf nicht vergebens ist. Die Dinge mögen sich langsam ändern, aber sie ändern sich Schritt für Schritt.
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 03.08.2012, 21:47h
  • Das sind wirklich supergute Nachrichten aus dem südostasiatischen Land! Es ist ein gutes Zeichen, daß sich auch die Kommunistische Partei langsam den heutigen gesellschaftlichen Veränderungen nicht mehr verschließt!
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#4 Fred i BKKAnonym
  • 04.08.2012, 02:01h
  • ...na dann wollen wir mal hoffen, dass der Funke überspring ,ins auch so tolerante Thailand,
    und auch hier mal wieder eine CSD Veranstaltung
    in BANGKOK statt findet,auf der mehr Rechte gefordert werden:
    Passänderungen für Transgender
    Eheöffnung für Gays und Lesbiens
    Aufendhaltsrechte für Auslaender in Gay -Ehe
    Arbeitsbewilligung auf Grund von Gay-Ehe
    Erlaub von Grundbesitz/Erbschaft f. ausl.Partner in Gayehe
    unbefristetes Visum bei Gay Ehe und Hetro Ehe,
    Abschaffung der 90 Tage Meldepflicht ,mit der Androhung v. Strafe ,selbst bei Dauervisa...

    Leider hat es hier mehr Huschen die mit
    Federboa auf Selbsdarstellung achten...

    echte politische Anliegen vermisst man doch eher, bei den Prides in Pattaya und Puket.

    In Bangkok sind die verschiedenen LBGt Organisationen untereinander nicht "grün"
    da geht es um Sponsorengelder aus dem Ausland
    und entsprechen Futterneid....

    Traurig ....und keine änderung in Sicht

    Politiker ob rot oder gelb (manche selber gay)

    und auch manche hohen geachteten,geliebte Person

    outen sich auf garkeinen Fall ,um damit den

    kleinen Leuten beizustehen...
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#5 xyz1Anonym
  • 04.08.2012, 11:33h
  • Na das ist doch gut, und dort wird wahrscheinlich noch richtig demonstriert werden. Nicht unbedingt wie bei uns eine "Loveparade" veranstaltet. Mit einer Demonstration haben die CSD´s bei uns nicht mehr viel am Hut. Eher ne große Party. So empfinde ich jedenfalls. Auch wenn die Themen oftmals politisch angehaucht sind.
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#6 babushka vodkaAnonym
#9 doktorProfil
  • 05.08.2012, 15:47h Kulmbach
  • Antwort auf #8 von RIA NOVOSTI
  • Wohl wohlwollend:

    Unverfänglich blau unterlegtes Zitat in der russischen Ausgabe (2. link)

    "Veränderung braucht Zeit, aber die brauchen sie, um über das Problem reden und etwas zu tun" - zitiert nach den Worten einer der Demonstranten."
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