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  • 04.08.2012           16      Teilen:   |

Merida, lesbische Legende der Highlands?

Keinen Bock auf Stickereien und heterosexuelle Heiratspläne: Prinzessin Merida
Keinen Bock auf Stickereien und heterosexuelle Heiratspläne: Prinzessin Merida

Ein Tomboy mit feuerroter Lockenpracht ist Titelheldin des neusten Disney-Films aus dem Pixar-Animationsstudio - ein erfrischender Bruch mit heteronormativen Sehgewohnheiten.

Von Peter Fuchs

Nach zwölf abendfüllenden Spielfilmen, bringt das Pixar Animationsstudio in "Merida - Legende der Highlands" zum ersten Mal eine weibliche Hauptfigur auf die Leinwand. Nach dem Spielzeugcowboy in "Toy Story", einem alten Mann mit einem Pfadfinder in "Oben" und dem orange-weiß gestreiften Fisch in "Findet Nemo" war es auch an der Zeit.

Titelheldin Merida ist eine schottische Prinzessin, die erfrischend anders ist. In einer Schlüsselszene reitet der Tomboy mit der feuerroten Lockenpracht durch das hoch gewachsene Gras der romantischen Highlands, die Hände suchen nur Halt in der zotteligen Mähne des Pferdes. Merida klettert auf einen Berg, trinkt in der Abendsonne aus einem Wasserfall und schießt vor Freude am Leben mit Pfeil und Bogen in die Luft. Da fehlt nichts, da ist jemand glücklich und mit sich im Reinen.

Fortsetzung nach Anzeige


Schwertkampf statt Stickereien

Erfrischend für einen Mainstream-Film: Merida trachtet nach Autonomie und Selbsterkenntniis
Erfrischend für einen Mainstream-Film: Merida trachtet nach Autonomie und Selbsterkenntniis

Merida übt lieber den Schwertkampf als die Stickereien mit ihrer Mutter. Außerdem hat sie keinerlei Interesse an Romantik - besonders wenn es um die trotteligen Prinzen geht, die Mama aus Staatsräson für sie im Auge hat. Als sie bemerkt, dass alles Coaching nur das Ziel hat, sie heiratsfähig zu machen, kriegt Merida einen Wutanfall und reißt aus. Im Wald trifft sie auf eine altmodische Hexe, die einen passenden Zauber für einen Sinneswandel der Mutter parat hat. Das geht allerdings schief: Der Zauberspruch verwandelt die Königin in einen Bären. Nun muss Merida einen Weg finden, diesen Zauber wieder aufzuheben. Ohne zu viel zu verraten: Auf einen Prinzen, der ihr dabei hilft, wartet Merida nicht.

Der wunderschön animierte Film verzichtet auf den üblichen romantischen Helden und stellt sich quer gegen die heteronormativen Sehgewohnheiten.Und das bei einer Prinzessin! Das Drehbuch verpackt die Erzählung von Meridas Aufbegehren zwar spannend in eine klassische Märchenstruktur, die Neuerung besteht jedoch darin, dass Mädchen hier nicht sexuell verfügbar sein müssen, wenn es von ihnen erwartet wird. Noch vor dem Erlernen von gendertypischen Attributen trachtet Merida nach Autonomie und Selbsterkenntnis. Der Prinz ist nicht der Preis, den es am Ende zu holen gilt. Ist Merida vielleicht lesbisch? Darauf gibt es im Film zwar keinen einzigen Hinweis. Aber schon der Umstand, dass sie es sein könnte, ist für einen Mainstreamfilm bemerkenswert.

Wer dennoch nicht ganz auf traditionelle Sehgewohnheiten verzichten will, bekommt die obligatorischen "Easter Eggs" serviert. Wie immer verstecken die Macher auch in "Merida" liebevoll Charaktere aus anderen Pixarfilmen.

Youtube | Offizieller deutscher Trailer zum Film
  Infos zum Film
Merida - Legende der Highlands. USA 2012. Regie: Mark Andrews. Kinostart: 2. August 2012
Links zum Thema:
» Homepage zum Film
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Tags: merida, pixar, disney
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Reaktionen zu "Merida, lesbische Legende der Highlands?"


 16 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
04.08.2012
15:48:06


(-3, 3 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Die sexuelle Orientierung der Protagonistin bleibt jedem selbst überlassen!


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#2
04.08.2012
16:13:11


(+1, 3 Votes)

Von Leo G
Antwort zu Kommentar #1 von FoXXXyness


Neeeein, im Trailer sieht doch jeder mit einem funktionierenden Gaydar, dass sie nicht lesbisch ist. Ausserdem, wenn ne Frau so die Haare trägt...


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#3
04.08.2012
16:59:39


(0, 4 Votes)

Von ehemaligem User alexMuc
Antwort zu Kommentar #2 von Leo G


Meinst Du den Kurzhaarschnitt, selbst reingehackt? Naja Spaß beiseite. Ich glaube, nicht lesbisch. Sie hat ein Kleid an. Bei Lesben undenkbar. Ausserdem werden, im Trickfilm, aber auch in Spielfilmen diese Genres, Lesben immer mit Riesen-Titten dargestellt und Muskel-Paketen. Halbnackt noch dazu.Wer auf solche Ideen kommt, weiß ich auch nicht. Vermutlich die alten Griechen. In der Mythologie heißen dies Lebewesen auch Amazone. Meist geht es, Prinzipiell gegen Männer. Im weitesten Sinne die Vorfahren von Alice S.


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#4
04.08.2012
18:59:10


(+4, 4 Votes)

Von Xq28
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #3 von alexMuc


Wow ich bin beeindruckt wie weit sich manche Menschen aus Genderstereotypen lösen können (*IRONIE*)!
Nichtmal mehr hier trifft man auf Menschen, die es für nötig halten vorurteilslos auf andere zuzugehen...


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#5
04.08.2012
19:40:35


(+2, 2 Votes)

Von qinqi
Antwort zu Kommentar #4 von Xq28


ich schließe mich an. mal abgesehen davon, dass ein alice-schwarzer-bashing auch nicht gerade originell ist, vor allem wenn es so unbedacht wie hier geschieht.

abgesehen davon finde ich das vermeintliche lesbischsein der hauptfigur als aufmacher etwas albern und an den haaren herbeigezogen. sie ist wohl in erster linie einfach emanzipiert. ob nun lesbisch, genderqueer oder transidentisch - ich denke das bleibt bloße spekulation...


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#6
04.08.2012
21:27:40


(+3, 3 Votes)

Von Lesbe im Kleid


Ich glaube auch nicht, daß sie lesbisch ist. Ich denke, sie ist einfach versammt selbstbewusst und weiß sehr genau, was sie will und was nicht, nämlich einen Prinzen !!

Aber mal eine kleine Bemerkung am Rand für meine Vorschreiber Leo und alex: Glaubt mal nicht, daß Lesben immer dem Klischee entsprechen. Ich kenne so einige lesbische Damen, die lange Haare haben und Kleider tragen .


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#7
04.08.2012
23:00:35


(-5, 7 Votes)

Von Leo G
Antwort zu Kommentar #4 von Xq28


"Nichtmal mehr hier trifft man auf Menschen, die es für nötig halten vorurteilslos auf andere zuzugehen..."

Viele Grüße nach Naivia.

Lesbe im Kleid, bist du vollhomo? Die femininen, die ich kenne, schliefen auch mal in meinem Bett.
Haste msn? Oder deine Freundinnen? Skype geht auch.

Leo


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#8
05.08.2012
00:50:32


(0, 2 Votes)

Von ehemaligem User alexMuc
Antwort zu Kommentar #6 von Lesbe im Kleid


Du hast schon Recht, aber darum ging es mir überhaupt nicht. Ich war heute im Sportstudio 3 Stunden. Danach Olympia schauen. Es interessiert mich das Eine und das Andere. Dann kam Ping-Pong. Das ist nun nicht so mein Fall und ich dachte, ich schau mal hier rein. Und da habe ich schon den Aufmacher gesehen. Oh oh habe ich gedacht, könnte Ärger geben. Und da habe ich, absichtlich, einen draufgegeben. Noch mal so richtig angepieckst. Offenbar habe ich in ein Les...sorry Wespennest gestochen. 2 Stunden später, waren die Lesben auf dem Plan.
Jetzt spielt nicht die beleidigten Leberwürste und nehmt es auch mal locker. Ich jedenfalls habe gegrinst, denn ich habe es so geahnt. Die Alice hatte, wo Sie für BILD gearbeitet hat, auch mal ein Kleid angehabt.


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#9
05.08.2012
12:22:21


(+4, 4 Votes)

Von marek


Ein selbstbewusstes, junges Mädel mit langen roten Haaren, das sich von niemandem etwas sagen lässt?

Das gab es schon in meiner Kindheit in den 70ern. In der Fernsehserie "Die rote Zora". War Anführerin einer Jugendbande.

Ob diese Figur Merida wohl von da geklaut ist? Die Amis klauen ja gerne mal bei anderen Vorbildern für ihre Filme, Musik, etc.


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#10
05.08.2012
12:50:48


(0, 2 Votes)

Von marek
Antwort zu Kommentar #9 von marek


PS:

Sogar diese Highlands-Kulissen erinnern verdächtig an die Landschaft, wo damals "Die rote Zora" spielte.


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