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  • 06.08.2012           3      Teilen:   |

Tasmanien plant Ehe-Öffnung

Die tasmanische Premierministerin Lara Giddings stellt sich in der Frage der Ehe-Öffnung gegen ihre Bundespartei
Die tasmanische Premierministerin Lara Giddings stellt sich in der Frage der Ehe-Öffnung gegen ihre Bundespartei

Der australische Bundesstaat Tasmanien will im Alleingang die Ehe für Schwule und Lesben öffnen - und fordert so die Regierung in Canberra heraus.

Die tasmanische Premierministerin Lara Giddings von der sozialdemokratischen Labor-Partei kündigte am Wochenende eine Reform des Eherechts an, die eine Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Paaren zum Ziel hat. "Die Labor-Partei hat eine stolze Geschichte im Kampf gegen Diskriminierung und für gesellschaftliche Reformen. Ich erwarte, dass der Rest des Landes genau zuschaut, was wir hier tun", erklärte die 39-Jährige.

Der Vorstoß von Giddings zeigt einen Kampf innerhalb der Labor-Partei um die Öffnung der Ehe: So lehnt die australische Premierministerin Julia Gillard, eine Parteifreundin Giddings, die Öffnung der Ehe ab. Weil sich aber die Mehrheit der Labor-Mitglieder und die Mehrheit der Australier für die Ehe-Öffnung ausspricht, hat ein Parteitag im Dezember 2011 entschieden, den Fraktionszwang in dieser Frage aufzuheben. Da Labor allerdings nur mit knapper Mehrheit regiert und die konservative Opposition geschlossen gegen die Ehe-Öffnung stimmen will, hat der Antrag im Bundesparlament keine Chance.

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Noch viele Hürden für Gleichstellung

Die australische Premierministerin Julia Gillard lehnt die Ehe-Öffnung (noch) ab
Die australische Premierministerin Julia Gillard lehnt die Ehe-Öffnung (noch) ab

Noch ist unklar, ob Giddings eine Mehrheit in Tasmanien erreichen kann. Im Abgeordnetenhaus verfügen Labor und die Grünen, die die Ehe-Öffnung geschlossen befürworten, über eine deutliche Mehrheit. In der oberen Parlamentskammer, im Legislative Council, sind 13 der 15 Abgeordneten allerdings parteilos und ihr Abstimmungsverhalten ist unklar.

Außerdem ist unklar, ob das Gesetz verfassungskonform wäre. Juristen streiten derzeit darüber, ob die Ehe von Bundesstaaten geregelt werden darf oder der Bund das alleinige Gesetzgebungsrecht besitzt. Außerdem hat der konservative Premierminister John Howard 2004 die Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau definieren lassen (queer.de berichtete). Giddings, die vor ihrer politischen Laufbahn als Rechtsanwältin gearbeitet hat, glaubt jedoch, dass sie vor dem Obersten Gerichtshof des Landes Chancen auf einen Sieg habe.

Homo-Aktivisten begrüßen den Schritt der ersten weiblichen Premierministerin Tasmaniens: "Lara Giddings hat uns gezeigt, dass Tasmanien ein Herz hat", erklärte der Aktivist Rodney Croome. Er wies darauf hin, dass Tasmanien erst 1997 - als letzter Bundesstaat Australiens - das Verbot von Sex unter Männern aufgehoben habe. "Jetzt könnte Tasmanien der erste Staat sein, der uns im Eherecht gleichstellt", so Croome.

Bereits jetzt sind eingetragene Partnerschaften Sache der Bundesstaaten: In fünf der sechs Staaten sowie in der Hauptstadt Canberra können sich Schwule und Lesben verpartnern (je nach Staat wird das als Civil Partnership, Domestic Partnership oder Registered Partnership bezeichnet). Verpartnerte Paare erhalten allerdings weniger Rechte als verheiratete Paare. (dk)

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Tags: australien, tasmanien, homo-ehe, lara giddings, julia gillard
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Reaktionen zu "Tasmanien plant Ehe-Öffnung"


 3 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
06.08.2012
13:41:40


(+3, 3 Votes)

Von GF Pr von Pr


Als letztes Bundesland hat Homosexualitat nur 1997 legalisiert, und doch ist Tasmanien seit einigen Jahren ein Vorreiter der Schwulenrechte in Australien, wenn zugleich die ehemalige Homo-Hochburg in der Region, New South Wales, etwas in Hintergrund gerutscht ist; auch in Canberra und Victoria ist Progress deutlich, in Queensland hat die neu gewahlte konservative Regierung noch im Februar von voriger Regierung legalisierte 'civil unions' in 'registered partnerships' unter christlichem Druck degradieren lassen, aber doch im Prinzip erhaltet, obwohl im Wahlkampf die Rede ganz klar um vollige Abschaffung war. Der neue Ministerprasident von Queensland, ein Konservative, ist personlich aber sogar fur echte Homo-Ehe - anders, als Fuhrer der oppositionellen Konservativen- Partei im Staatsparlament und die australische Ministerprasidentin von der Labor-Partei. Sehr widerspruchliche Zeichen also, was LGBT-Rechte zur Zeit in Australien angeht. Da ist die Lage in New Zealand viel klarer (sogar der konservative Ministerprasident ist fur Homo-Ehe, wie auch grosser Teil seiner Partei - gemeinsam mit der linken Opposition). Ein Paradox also, dass zwei so nahe und ahnliche Lander doch so unterschiedlich mit der Homo-Ehe zur Zeit umgehen. Andererseits, wenn man in Wikipedia gelesen hat, dass in News Zealand nur 12% der Bevolkerung der katholischen kirche gehort, und in Australien - sogar 25%, ist wiederum vieles etwas klarer.


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#2
06.08.2012
16:00:54


(0, 0 Vote)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Das wäre der Hammer, wenn das klappt! Allerdings bin ich mir sicher, das die Homoehe in Tasmanien noch in diesem Jahr kommen wird!


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#3
06.08.2012
16:12:07


(+1, 1 Vote)

Von Marek


Sehr gute Nachrichten.

Jeder kleine Schritt vorwärts ist ein wichtiger Schritt.


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