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  • 29. September 2004, noch kein Kommentar

In Deutschland findet das schwule Lifestyle-Magazin "Mate" kaum Leser. Die sucht es jetzt im englischsprachigen Ausland.

Von Dirk Jung

Die Typografie ist angenehm, das Format ungewöhnlich, der Inhalt mehr oder weniger anspruchsvoll, aber konsequent auf Lifestyle getrimmt. So präsentiert sich das schwule Hochglanzmagazin "Mate" hierzulande dem Leser. Vier Mal im Jahr kann man die hundert schweren Seiten des Berliner Verlegers Olaf Alp ("Sergej") erstehen, wobei sich jedoch auch im dritten Jahr des Bestehens die geheim gehaltenen Verkaufszahlen in Grenzen halten. Umso überraschender, dass Alp nun statt einer Werbekampagne für Deutschland eine englische Ausgabe aus dem Hut zaubert: Ab Oktober kann man "Mate" u.a. auch in Nordamerika, Großbritannien, Australien und Südafrika kaufen.

Der Verlag reagiere damit auf den "Informationsbedarf über europäischen Gay-Lifestyle im Ausland", heißt es in einer Pressemitteilung. Neben den gängigen schwulen Themen "Beauty" und "Fashion" hebt sich "Mate" durch Artikel zu "Architektur", "Design" oder "Technik" und "Auto" vom Rest der schwulen Printlandschaft ab. Die inhaltlichen Schwerpunkte "Body", "Travel" und "Style" sollen nun auch die englischsprachigen Leser beglücken. Auch in Belgien, Dänemark, Frankreich, Griechenland, Tschechien und an internationalen Flughäfen soll die englischsprachige Ausgabe erhältlich sein.

So darf man gespannt sein, wie der geneigte homosexuelle Leser in Südafrika auf das Thema Eiskunstlaufen reagieren wird: Neben einem Interview mit Ralf König zu seinem neuen "Köter-Comic" wird im aktuellen Heft auch ein Gespräch mit Stefan Lindemann, dem diesjährigen WM-Dritten im Eiskunstlaufen, veröffentlicht. International interessanter dürfte ein Bericht zur Architektur von Sven Väths Cocoon-Club in Frankfurt sein. Die Design-Disco sorgt aufgrund ihrer Inneneinrichtung für Aufsehen, steckt aber auch in einem außergewöhnlichen, dreieckigen Gebäude. In einem weiteren Interview wird das Covermodel Raoul vorgestellt. Der gut aussehende Mann mit Rehaugen, bei dem selbst Bartstoppeln nur wie aufgemalt wirken, ist das internationale Lead-Model für den Duft "BOSS in Motion".

Die achte Ausgabe von Mate ist ab Anfang Oktober in den schwulen Buchläden und am Bahnhofskiosk für 3,90 Euro erhältlich oder kann dann auch im Queer-Shop bestellt werden.