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In einer Klosterschule zu Beginn der sechziger Jahre entdecken zwei kleine Jungen, Ignacio und Enrique, die Liebe, das Kino und die Angst. Padre Manolo, ihr Schulleiter und Literaturlehrer, ist Zeuge dieser Entdeckungsreise und wird mehr und mehr zu ihrem Teilnehmer. Unter seiner Führung überschreitet die ungleiche Dreiergruppe Grenzen und dringt in ein düsteres, verbotenes Gebiet vor...

Noch zweimal, Mitte der siebziger und in den achtziger Jahren, treffen die drei Personen aufeinander. Bei ihrem Wiedersehen brechen alte Wunden auf. Die schonungslose Konfrontation mit der Vergangenheit greift in dramatischer Weise erneut in ihr Leben ein – und bedeutet für einen von ihnen sogar den Tod.

Nach seinen weltweit preisgekrönten Erfolgen "Alles über meine Mutter" und "Sprich mit ihr" schlägt das spanische Regiewunder Pedro Almodóvar mit seinem wohl persönlichsten Film programmatische Töne an: Er verbindet pittoreske spanische Melodramatik mit dunklen Film-Noir-Klängen, soziale Anklage mit schwuler Selbstbespiegelung, luzide Reflexionen über den Prozess des Filmemachens mit Gefühl und Humor zu einem raffiniert strukturierten, düsteren Melodram von irritierender Schönheit. Als Eröffnungsfilm des diesjährigen Internationalen Filmfestivals in Cannes von der Kritik hochgelobt, steht dieser Film auch bei der Zuschauergunst ganz oben und avancierte auf der iberischen Halbinsel schon nach kurzer Zeit zum bestbesuchten Almodóvar aller Zeiten.

"La mala Educación" wird selbst die wahren Bewunderer Almodóvars überraschen: Denn nicht Frauen, sondern fast ausschließlich Männer sind die Protagonisten des wie eine Babuschka verschachtelten Films und abgesehen von Shooting Star Gael García Bernal und Fele Martínez ist es ein Film, der Stars nicht nötig hat. "La mala Educación" ist ein hochspannender Thriller, ein ebenso abgründiges wie betörendes Melodram, in dem sich die Protagonisten ausnahmslos von ihren Leidenschaften leiten lassen – ein echter Almodóvar eben: Schonungslos. Sinnlich. Verstörend. Schön.

30.09.2004



#1 wolfAnonym
  • 30.09.2004, 12:27h
  • danke für die wunderbare filmbesprechung.
    trifft athmosphärisch genau den punkt.
    diesen film muss man gesehen haben, nicht nur almodovarfans !
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#2 michaAnonym
  • 30.09.2004, 16:14h
  • spart euch einfach euer geld.
    war am montag in der premiere - ausverkauftes haus - und es ging nicht nur mir so: der film ist eine ganz schöne entäuschung und das hörte man in allen gesprächen.
    was uns erschreckt hat, dass der film einem in der gefühlsebene überhaupt nicht trifft, sehr verwunderlich für einen almodóvar. und glaubt mir, ich bin ein großer fan von ihm.
    dieser film ist einfach flach, vorhersehbar in den handlungsszenen und die fiktiven personeneinblendungen am schluss unterstreichen dies und zeigen eine ganz schöne selbstverliebtheit von almodóvar.
    schade schade schade, wir sind besseres und einfach gutes, gefühlsstarkes kino von ihm gewohnt und das ist "la mala educación" definitiv nicht.
    erstaunlich übrigens, dass dies heute auch sehr viele kinokritiken wiederspiegeln.
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#3 trantorAnonym
  • 01.10.2004, 19:01h
  • Ich habe den Film auch gesehen und mich anschließend gefragt, was wohl das Behaltenswerte, das Herausragende an dem Film ist.
    Es ist zu viel in den Film hineingepackt worden. Dadurch geht "einem die Luft aus". Weniger "Babuschkas" in dem Film wären mehr gewesen. Auch der kriminalistische Hauch des Films wäre überflüssig gewesen, um ein nachhaltig gelungenes Kunstwerk zu präsentieren.
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