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Prozessbeginn in Berlin

Zwei Callboys töteten ihren Zuhälter


BILD und B.Z. berichteten über den Prozessauftakt am Montag (Bild: Screenshot bild.de)

Zwei junge Escorts aus Litauen haben gestanden, ihren Zuhälter mit einem Kissen erstickt zu haben. Vor Gericht steht einem der Angeklagten ein verliebter TV-Moderator zur Seite.

Von Carsten Weidemann

Am Montag hat in Berlin der Prozess gegen die Angeklagten Jokubas S. (19) und Sergejus A. (20) begonnen. Sie sollen in der Nacht zum 1. November 2011 ihren Zuhälter Renaldas D. (37) in dessen Wohnung in Berlin-Tempelhof ermordet haben. Die aus Litauen stammenden Männer hatten für ihren Landsmann Renaldas als Callboys gearbeitet. Den Mord, den sie bereits eingestanden haben, hätten sie aus Verzweiflung begangen. Vor Gericht stehen sie allerdings wegen Raubmords.

Der Fall, der ein Schlaglicht auf die nicht selten dramatische Situation junger Männer aus Osteuropa wirft, die sich mit Prostitution über Wasser halten, birgt aber laut "Bild" noch eine ganz andere Geschichte in sich. Nämlich die der Liebe eines TV-Moderators zu seinem Callboy. Der Journalist Frank Breuner (41), den die Zuschauer aus der NDR-Sendung "Mecklenburg-Vorpommern - Land und Leute" kennen, hatte sich zuvor in Jokubas verliebt. Er konnte den mutmaßlichen Mörder nach seiner Flucht davon überzeugen, sich besser der Polizei zu stellen.

Prominente Sexkunden auf der Liste des "Tyrannen"

Bereits am ersten Verhandlungstag entstand eine Skizze der Ereignisse vor dem Mord, die erschreckend war. Nach den Angaben der Angeklagten habe sie Renaldas D. nach Deutschland geholt, in seiner kleinen Einraumwohnung durch Abnahme der Pässe festgesetzt und sie in seiner Escortvermittlung eingesetzt. Sie seien täglich sexuell genötigt und drangsaliert worden. Um aus der für sie ausweglos erscheinenden Situation zu entfliehen, hätten sie den Mord beschlossen. Sie erstickten ihren Zuhälter mit einem Kissen. "Der Tod", so ließ Jokubas durch den Anwalt erklären, "war für mich der einzig mögliche Ausweg, diesem Tyrannen zu entkommen und in Zukunft keine Angst mehr vor ihm haben zu müssen." Die gestohlenen Gegenstände und das Geld hätten sie nur mitgenommen, um ihre Flucht zu finanzieren.

TV-Moderator Breuner wusste durch Jokubas Erzählungen bereits von der erdrückenden Situation beim Zuhälter. Die Polizei, die die Kundenliste des Ermordeten durchtelefonierte, informierte ihn schließlich über das Geschehene. Breuner nahm telefonisch Kontakt auf zu Jokubas und überredete ihn, die Flucht zu beenden. Laut "Bild" besucht Breuner regelmäßig den jungen Mann, in den er sich verliebt habe. Im Gefängnis habe es sogar eine Verlobung gegeben.



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 schwarzerkater
  • 08.08.2012, 07:18h
  • ... der spießige und doppelt so alte Breuner verliebt sich in einen jungen Stricher ...
    was für ein Klischee - Prof. Unrat läßt grüßen
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#3 SebiAnonym
  • 09.08.2012, 07:58h
  • Oh, jemanden zu töten ist nicht in Ordnung.
    In meinem Freundeskreis habe ich selber jemanden, der durch Dummheit und vielleicht aus Geldnöten mal in diese Kreise reingeraten ist.
    Da geht es echt unmenschlich zu. Darum kann ich nicht verstehen, warum sich Kerle heute nicht selbstständige Callboys holen, wenns denn sein muss anstelle dieser Agenturen.

    Ich hoffe man wird ein gerechtes, aber auch ihrem vorherigen Leiden entsprechendes Urteil fällen.
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#4 userer
  • 09.08.2012, 13:22h
  • Antwort auf #2 von schwarzerkater
  • Darf man in deiner Vorstellung nur innerhalb der eigenen Kaste und innerhalb der eigenen Altersgruppe lieben? Was ist für dich schlimmer: der Standesunterschied oder der Alterunterschied? Wie spießig und hinterwäldlerisch!
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#5 vulkansturmAnonym
  • 09.08.2012, 13:47h
  • Ziemlich unglaubwürdig die Darstellung, sie hätten keine andere Möglichkeit gehabt ,zu entkommen. Litauen ist Schengenland. Sie hätten also hier auch ganz legal arbeiten können. Einen neuen Pass hätten sie auch bei der Botschaft bekommen. Dazu bestanden anscheinend ja auch
    Beziehungen zu Freiern, die ihnen hätten helfen können. Beratungsstellen für Stricher gibt es auch.
    Das sieht also doch mehr nach Raubmord aus.
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#6 XX1XXAnonym
  • 09.08.2012, 17:21h
  • Hätte, hätte, hätte...
    Warum fliehen dann nicht die ganzen Prostituierten aus Osteuropa einfach?

    Natürlich kann man diese Frage berechtigter Weise stellen. Aber die Antwort ist so logisch wie einfach "Angst, Todesangst", denn wer stellt sicher das diese Kreise dann nicht mit bösen Absichten an die Familien herantreten?

    Man könnte anstelle von Raubmord durchaus aus mit völliger Verzweiflung argumentieren.
    Ich weiss es nicht. Darum hoffe ich auch auf ein gerechtes und faires Urteil.
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#7 schwarzerkater
#9 ListeAnonym
  • 21.12.2012, 14:48h
  • "Prominente Sexkunden auf der Liste"

    Wer sind denn die heimlich schwulen Promis?

    In Filmen gibt es sowas immer nur in Heteroversion.
    Interessant das homosexuelle Promis stärker vertuscht werden, denn diese haben mehr zu verlieren. Nebem einem "Sexskandal" noch die Aufdeckung der vertuschten sexuellen Orientierung.
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