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  • 09.08.2012           20      Teilen:   |

Politiker erzürnt

Russland: Madonna protestiert gegen Homo-Hass

Madonna ist auf Welttournee und erzürnt immer noch Moralapostel und Homo-Gegner
Madonna ist auf Welttournee und erzürnt immer noch Moralapostel und Homo-Gegner

Madonna will bei ihrem St. Petersburger Konzert gegen das Homo-Propaganda-Gesetz protestieren. Russische Politiker beschimpfen die US-Sängerin als "Hure" und Agentin des Westens.

Für ihr Konzert am Donnerstagabend hat Madonna auf ihrer Facebook-Seite angekündigt, rosafarbene Armbänder zu verteilen. Diese seien für jeden Besucher erhältlich, "der die LGBT-Community in St. Petersburg" unterstützen will. Die Armbänder sollen auch Teil der Show sein: "Seid bereit, eure Arme zur Unterstützung in die Höhe zu strecken", fordert die 53-Järhrige. Im März hatte die Sängerin bereits erklärt: "Ich werde nach St. Petersburg kommen und mich für die LGBT-Community einsetzen. Jedem, der unterdrückt wird, will ich Kraft geben und die Menschen inspirieren. Ich bin eine Freiheitskämpferin!".

Die US-Sängerin würde mit der Aktion gegen ein im März diesen Jahres beschlossenes Gesetz verstoßen, das "Propaganda für Homosexualität" verbietet. Wegen der angespannten Stimmung hat das US-Konsulat in St. Petersburg eine Warnung vor dem Besuch des Madonna-Konzertes ausgesprochen. Homo-Gegner könnten gewalttätige Aktionen planen, heißt es: "Wir erwarten zwar, dass Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden, aber wir wollen US-Bürger daran erinnern, auf ihre persönliche Sicherheit zu achten. Seien Sie vorsichtig zu jeder Zeit." Vor und zwei Wochen waren in der Stadt bereits Plakate aufgetaucht, die zu der Warnung "Achtung Homofaschismus!" ein Hakenkreuz in Regenbogenfarben auf der Stirn der Sängerin zeigten (s. Bild des Tages vom 29. Juli).

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Freiheit für "Pussy Riot" gefordert

Madonna in Moskau mit Pussy-Riot-Maske - Quelle: Twitter / varni varni
Madonna in Moskau mit Pussy-Riot-Maske (Bild: Twitter / varni varni)

Madonna hat bereits bei ihrem Konzert am Dienstag in Moskau vor mehr als 20.000 Menschen für Aufregung gesorgt, als sie die Freilassung der Musikerinnen der Punkband "Pussy Riot" forderte. "Diese drei Mädels - Nadja, Mascha und Katja - haben etwas Mutiges getan. Sie haben dafür bezahlt. Und ich bete für ihre Freilassung", sagte Madonna. Sie verwies darauf, dass man in ihrem Heimatland seine Meinung stets frei äußern könne, auch wenn sie vielen unangenehm sei.

In einer rund fünf Minuten dauernden Ansprache (Video-Mitschnitt) sagte der Popstar auch: "Wir sind Christen, wir sind Muslime, wir sind Juden, wir sind alles, was du dir vorstellen kannst. Aber wir sind Familie, wir stehen zusammen. Wir sind homo, wir sind hetero; wir sind Menschen!"

Viele russische Politiker sind empört über die Aussagen der US-Sängerin. So erklärte der stellvertretende Ministerpräsident Dmitri Rogosin via Twitter: "Jede ehemalige Hure versucht es mit Moralpredigten, wenn sie älter wird, speziell bei Reisen im Ausland."

Eine Sprecherin des St.-Petersburger Stadtrats Vitali Milonow, der das Gesetz über "Homo-Propaganda" initiiert hatte, drohte der Sängerin bereits mit Konsequenzen: "Wir werden untersuchen, ob sie das Gesetz bricht und unter Umständen eine Geldstrafe aussprechen". Die westliche Agentin solle nicht die russische Kultur missachten: "Wir dürfen nicht zulassen, dass hier in Russland westliche Werte von Madonna beworben werden." Milonow hatte bereits kurz nach der Verabschiedung des homophoben Gesetzes damit gedroht, die Amerikanerin verhaften zu lassen, wenn sie sich während des Konzertes für schwul-lesbische Rechte ausspricht (queer.de berichtete). (dk)

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Tags: russland, st. petersburg, madonna
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Reaktionen zu "Russland: Madonna protestiert gegen Homo-Hass"


 20 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
09.08.2012
15:42:22


(-4, 6 Votes)

Von change
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Ihr Einsatz ist gut und lobenswert, aber leider geht diese Aktion unter in einer Anzahl billiger PR-Skandale. Die Gute tut ja in letzter Zeit alles um Aufmerksamkeit zu bekommen (Marie Le Penn - Bild in FR, entblößte Brust in Istanbul...) Das alles mag einen sinnvollen politischen Hintergrund haben, aber manchmal ist weniger eben mehr. So macht es nur den Anschein, als würde sich die alternde Pop-Diva auf Biegen und Brechen zum Gesprächsthema machen wollen.


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#2
09.08.2012
16:05:06


(+3, 5 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Sehr mutig, was Madonna da macht. Klar, daß den Politbonzen die Argumente ausgehen und nun mit Diffamierungen um sich werfen!


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#3
09.08.2012
16:07:39


(-7, 7 Votes)

Von Elton John


Eine verdammte Jahrmarkt-Stripperin.


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#4
09.08.2012
16:47:01


(+6, 6 Votes)

Von Timon


Das muss sie aber auch wirklich in vollem Umfang durchziehen, um als Künstlerin und als Mensch glaubwürdig zu bleiben...

Da darf sie sich nicht irgendwie einschüchtern oder den Mund verbieten lassen.

Gerade ein Weltstar wie Madonna hat enorm viel Macht und braucht auch nicht viel zu befürchten, weil sich kein Regime irgendwelche Repressionen leisten kann. Und was interessiert es sie schon, ob irgendwelche Faschisten sie als "westliche Hure" o.ä. bezeichen. Das stärkt eher noch ihre Position.


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#5
09.08.2012
16:52:14


(+6, 6 Votes)

Von Marius


"Wir dürfen nicht zulassen, dass hier in Russland westliche Werte von Madonna beworben werden."

Aber westliche Musik dürfen sie hören? Und das Geld und die Reputation die das Konzert bringt, dürfen sie auch annehmen?

Merken die eigentlich nicht, wie sehr sie sich in Widersprüche verwickeln und wie dumm und unlogisch deren Gelaber ist?!


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#6
09.08.2012
20:40:24


(0, 2 Votes)

Von alexander
Profil nur für angemeldete User sichtbar


zitat :
["Wir dürfen nicht zulassen, dass hier in Russland westliche Werte von Madonna beworben werden."]
merwürdig ??? die privile"gier"ten russen machen doch genau das und werden nicht mal (wieder) ROT dabei !!!

["Jede ehemalige Hure versucht es mit Moralpredigten, wenn sie älter wird, speziell bei Reisen im Ausland." ]
dmitri rogosin scheint in der hurenkultur fachmann zu sein ???

ja, ja, die russen sind ja so sensibel, in ihrer "stillen feinen, zurückhaltenden art ???"
die wir auch in deutschland immer mehr zu spüren bekommen !

[Die westliche Agentin solle nicht die russische Kultur missachten] ???

welche kultur meint herr vitali milonow ?
die präkommunistische, zaristische, oder die sowjetische ? das ordinäre, neureiche hackepack, kann er wohl nicht meinen, oder doch ?
der umkehrfall : was kann der westen von russland lernen ? lediglich die zauberformel :WIE WERDE ICH IN FÜNF JAHREN MILLIARDÄR ???

man kann zu madonna stehen wie man will, aber sie macht wenigstens den mund auf ! (aus welchem grund auch immer ?)


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#7
09.08.2012
21:15:26


(+5, 5 Votes)

Von Sebi


"Die westliche Agentin solle nicht die russische Kultur missachten: 'Wir dürfen nicht zulassen, dass hier in Russland westliche Werte von Madonna beworben werden.' "

Sind Menschenrechte nur westliche Werte oder westliche Kultur? Ich finde eher umgekehrt, dass das Missachten von Menschenrechten Unkultur ist!

Und unabhängig davon:
wieso sieht man fremde Kulturen, Ideen und Meinungen immer als Gefahr an? Man sollte das eher als Bereicherung und Anregung sehen. Das macht die Welt vielfältiger, interessanter und weniger langweilig.


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#8
09.08.2012
22:56:57


(+4, 4 Votes)

Von lesMam
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"Die westliche Agentin solle nicht die russische Kultur missachten"

Aha, sehr interessant. Was man von den Russen nicht noch alles lernen kann !! Homophobie, Missachtung der Menschenrechte, usw. gelten also als Kultur ?! Toll, daß ich das jetzt weiß. Bisher hielt ich Kultur immer für was anderes.

Danke, Russland.

(Ironie aus.)

Neeee, mal im Ernst. Hoffentlich macht die Frau den Mund auf und kuscht nicht im letzten Moment. Denn ich halte die Drohungen von Milodingsbums für leeres Geschwätz. An einen Star wie Madonna traut der sich doch gar nicht ran...


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#9
10.08.2012
00:09:59


(+1, 3 Votes)

Von NoWayOut
Antwort zu Kommentar #7 von Sebi


“wieso sieht man fremde Kulturen, Ideen und Meinungen immer als Gefahr an? Man sollte das eher als Bereicherung und Anregung sehen. Das macht die Welt vielfältiger, interessanter und weniger langweilig."

Ok, Beschneidung wieder erlaubt.


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#10
10.08.2012
08:04:26


(+2, 4 Votes)

Von Schattentanz
Aus Berlin
Mitglied seit 07.11.2010


Und sie hat sich natürlich nicht einschüchtern lassen, sondern unseren Brüdern und Schwestern in St. Petersburg Mut zugesprochen. Eine Göttin kann man nicht verhaften.

Ihre Rede:

Youtube-Video:


Und die Reaktion des Publikums bzw. der Höhepunkt:
Youtube-Video:



In Madonna we trust.


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