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Dieses Foto von Matthew Mitcham vor dem Wettkampfturm in London postete der offen schwule Sportler bei Facebook

Der australische Star wollte nackt vom Turm springen, sollte er Gold schaffen. Doch er scheiterte im Halbfinale. Zudem: Ein HIV-positiver Sportler outet sich, in London wird gegen Russland protestiert und das "Team LGBT" kommt nach dem Sieg der niederländischen Feldhockeyspielerinnen am Freitag auf bisher sechs Medaillen. Mindestens eine folgt noch.

Von Norbert Blech (akt. Fassung)

Der australische Turmspringer Matthew Mitcham hatte seinen Fans ein besonderes Versprechen gemacht: Sollte er bei den XXX. Olympischen Spielen in London Gold holen, wollte er nackt vom Turm springen. Der offen schwule Sportler hatte in Peking beim Sprung aus zehn Metern Höhe Gold geholt.

Auf einen besorgten Tweet eines Fans, er könne den Scherz noch bedauern, meinte Mitcham: "Das war kein Scherz!" Doch 24-Jährige schwächelte bereits in der Vorentscheidung am Freitag, um dann im Halbfinale am Samstag Morgen den Einzug ins Finale knapp zu verfehlen; er schaffte den 13. Platz. Unter den ersten zwölf ist hingegen der Brite Tom Daley, der nach seinem Ausscheiden beim Paarspringen homophob beleidigt wurde (queer.de berichtete) und sich Hoffnung auf eine Medaille beim Finale (Sa., 21.30h) macht.

Mitcham, der auch Gast bei den Gay Games in Köln 2010 war, hält seine zahlreichen Fans per Twitter und Facebook auf dem Laufenden. In London schien er bisher viel freie Zeit zu haben, so spielte er für seinen Youtube-Kanal eine Ukulele-Fassung der Titelmelodie von "Family Guy" ein. Natürlich ohne T-Shirt.

Youtube | Matthew Mitcham zeigt gerne seinen Körper

Fünf Medaillen für "Team LGBT", mindestens zwei weitere


Lesbische Sichtbarkeit bei Olympia: Die "Welt" vergas nicht zu erwähnen, dass Judith Arndt nach ihrer Silbermedaille mit Freundin in Urlaub fährt

Das Team von 24 Olympia-Teilnehmern, deren Homosexualität öffentlich bekannt ist, hat bisher sechs Medaillen geschafft.

Am Freitag konnten die Niederländerinnen Marilyn Agliotti, Carlien Dirkse van den Heuvel, Kim Lammers und Maartje Paumen das Finale im Frauen-Feldhockey gewinnen; Lammers fehlte bislang in unserer Liste von LGBT-Athleten, Paumen und Dirkse sind ein Paar.

Am Donnerstag gewann die Frauennationalmannschaft der USA das Fußballfinale - Gold für die Spielerin Megan Rapinoe und ihre Trainerin Pia Sundhage. Am Dienstag hatten beim Mannschafsdressurreiten der Niederländer Edward Gal Bronze und der Brite Car Hester Gold geholt, am Montag US-Tennisspielerin Lisa Raymond im Doppel Bronze. Bereits in der letzten Woche hatte die Radlerin Judith Arndt auf der 29-Kilometer-Strecke Silber geschafft.

Eine weitere Medaille ist dem "Team LGBT" sicher: Am Samstag um 22 Uhr treffen beim Frauen-Basketballfinale die USA auf Frankreich, bei den Amerikanerinnen ist Seimone Augustus am Start.

HIV-positiver Sportler outet sich


Ji Wallace sorgte in Australien für Schlagzeilen, als er öffentlich von seiner HIV-Infektion sprach

Derweil hat ein ehemaliger schwuler Olympia-Teilnehmer für Schlagzeilen gesorgt: Der heute 35-jährige Australier Ji Wallace, der 2000 in Sydney Silber im Trampolin-Turnen gewann und sich einige Jahre später als schwul outete, hat während der Spiele in einem Leserbrief an den "Star Observer" erstmals von seiner HIV-Infektion gesprochen: "Ich habe auf CNN ein Interview mit Greg Louganis gesehen und konnte danach nicht mehr schweigen".

Der amerikanische Sportler war in den 80ern einer der führenden Taucher, schaffte bei zwei Sommerspielen vier olympische Goldmedaillien und eine silberne. Zweimal Gold holte er in Los Angeles, sechs Monate nach seiner HIV-Diagnose und unter dem Einfluss von AZT. 1994 outete er sich als schwul, 1995 in der inzwischen verfilmten Autobiographie "Breaking the surface" als HIV-positiv. Die Spiele in London verbringt er derzeit als Experte für die BBC.

Protest in London

Es sei wichtig, gesehen und gehört zu werden, so Ji Wallace. In London ist er einer der Ehrengäste des Pride House, des sicheren Raums für schwule und lesbische Athleten und Fans. Am Donnerstag demonstrierten LGBT-Aktivisten in London gegen ein Verbot, dass russische Behörden für eine ähnliche Initiative zu den Olympischen Winterspielen in Sotschi erlassen haben.

akt. Fassung, Samstag, 13.10h (Ergebnisse Mitcham, Feldhockey)

Nachtrag, 12.8. Seimone Augustus hat gestern mit den US-Basketballerinnen das Finale gegen Frankreich gewonnen. Eine Goldmedaille mehr! Der Endstand für Team LGBT: 4 x Gold, 1 x Silber, 2 x Bronze; bei Einzelpersonen sind es insgesamt 10 Medaillen.

Wöchentliche Umfrage

» Welche Sportart, wie es sie zum Beispiel bei den Gay Games gibt, fehlt Dir bei Olympia?
    Ergebnis der Umfrage vom 06.8.2012 bis 13.8.2012


#1 GF Pr von PrAnonym
  • 10.08.2012, 14:53h
  • Ich hoffe sehr, dass der schone Matthew gemeinsam mit Prinz William - und beide nackt - schwimmen wird, oder?
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#2 HackepeterAnonym
#3 ClaudiaAnonym
  • 10.08.2012, 15:55h
  • Also, ich würd allen Jungs ja den Anblick des nackten Matthew Mitcham gönnen...hübsch ist er ja.
    Aber mal ne Frage an die Männer hier: Tut das nicht weh, wenn er da nackt vom Turm springt und mit seinem Penis aufs Wasser klatscht?
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#4 Tobi CologneAnonym
  • 10.08.2012, 16:05h
  • Hübsches Kerlchen....

    Hoffentlich gewinnt er! Dann will ich aber auch alles sehen. Nichts mit Hand vor oder so.

    Und wenn er nicht gewinnt, kann er sich gerne auch nackt zeigen. Ist doch ein netter Anblick.
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#5 MarcAnonym
#6 daVinci6667
#7 daVinci6667
  • 10.08.2012, 16:47h

  • Nackt vom Turm springen ist ja schön und gut, aber besser wäre doch nackt die Medaille entgegen zu nehmen!

    Wenn er sich freut haben dann wirklich alle was davon. Außerdem ohne verdeckenden Stoff gibt's dann auch keine mühsamen Diskussionen ob's nun ne Erektion war oder nicht!
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#8 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 10.08.2012, 16:50h
  • Ich drücke ihm auch die Daumen, daß er gewinnt und die chinesische Dopingkonkurrenz nicht alle Olympiasiege in dieser Sportart unter den Nagel reißt!
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#9 TillAnonym
  • 10.08.2012, 17:49h
  • In solchen Fällen geht dann allerdings in der Regel schnell die Kamera weg, so dass man dann eh nichts sieht.

    Die prüden Medien haben sonst Angst, die Zuschauer könnten vielleicht mal einen Penis sehen.
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#10 Dennis
  • 10.08.2012, 18:52h
  • Antwort auf #9 von Till
  • aus gründen der gleichberechtigung plädiere ich für eine nackte turmspringerin (aber um gottes willen keine hormonelle am wachstum behinderte schinesin). . gern ohne badeanzug und ohne medaille . . . . . :)
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