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Meist sind sie aus Metall, die Dilatoren, die Vibratorschwingungn in die Harnröhre übertragen (Bild: Come As You Are Co-operative / flickr / by 2.0)

Am Mittwoch hat die Jury des Kingston Bezirksgerichts in London die Verurteilung eines ehemaligen städtischen Angestellten und Juristen abgelehnt. Der 50-jährige Simon W., der auch Beigerodneter der City of London ist, musste sich wegen des Besitzes so genannter "extremer Pornographie" verantworten. In seinem eMail-Account hatten sich Bilder befunden, die SM-Sex zeigten. Unter anderem waren es Bondage- und Fistszenen sowie Fotos, auf denen Harnröhren-Vibratoren (eine harmlosere Kunststoff-Variante der Dilatoren auf dem Foto) und Gasmasken zum Einsatz kamen.

Die Verwendung von SM-Toys und SM-Sex als solches ist in England zwar nicht verboten, doch deren Darstellung ist ein Tabu. Werden sado-masochistische Praktiken auf "realistische Weise" abgebildet ist dies ebenso strafbar wie der Besitz dieser als "extreme Pornographie" eingestuften Bilder.

Paragraf mit viel Raum für Interpretationen

Im Artikel 63 des Strafgesetzbuches heißt es, das Pornografie dann als extrem einzustufen sei, wenn auf "grob anstößige, widerwärtige und auf andere Weise obszöne Weise Handlungen dargestellt werden, die das Leben einer Person gefährden oder aber ernsthafte Verletzungen an Anus, Brüsten oder Genitalien zur Folge haben können." Eine Formulierung, die viel Raum für Interpretationen lässt, wie dieser Fall nun zeigt. Während sich die Staatsanwaltschaft veranlasst fühlte, Anklage gegen W. zu erheben, kam die Jury des Bezirksgerichts nach kurzer Verhandlung nun zu einem anderen Schluss. Sie sah auf den Fotos nur einvernehmlich vorgenommene sexuelle Handlungen, deren Gefährdungspotential für die Beteiligten überschaubar war.

Durch einen Zufall waren die Bilder vor einem Jahr von einem privaten E-Mail-Account des Mannes ungewollt an die Öffentlichkeit gelangt. Bürgermeister Boris Johnson entließ ihn daraufhin aus seinem Job in der Aufsichtsbehörde der Londonder Feuerwehr, zumal in Medien auch von Kinderpornografie die Rede war. Ein in dem eMail-Account gefundenes Bild zeigte einen jungen Mann, den die Staatsanwaltschaft für minderjährig, die Verteidigung für erwachsen hält. Ohnehin konnte nicht nachgeweisen werden, dass W. das Bild angefordert oder geöffnet hatte.

Durch die Offenlegung seiner homosexuellen SM-Fantasien in den Boulevard-Medien ist der Ruf des Mannes zerstört. Seit der Anklage durfte er nicht als Anwalt und ehrenamtlicher Richter arbeiten. (cs)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 DurchgedachtAnonym
  • 10.08.2012, 19:11h
  • Antwort auf #1 von FoXXXyness
  • Wenn du mit "gehört" meinst, dass du nie davon "erfahren" hast, dann konntest du dir auch nicht denken, dass es sowas nicht gibt ...
    Wenn du uns mitteilen willst, dass du nie davon "gehört" hast, weil du davon gelesen hast, dann ist der Folgesatz ebenso blöd ...
    Irgendwie beschleicht mich das Gefühl, dass die Kernaussage deines Posts auf "dachte nicht" liegt. Das tut mir leid. Probier's doch mal - am liebsten vor dem Posten von Zeugs ;)

    LG, Durchgedacht (hat auch nix mit Denken zu tun, heißt nur, dass von vorn bis hinten Dach drauf ist - ohne Dachschaden)
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#3 userer
  • 12.08.2012, 13:17h
  • In England ist WAS verboten?
    Die Abbildung von S/M-Sex und -Spielzeug?

    Da dachten wir immer, die USA wären prüde, und nun dies mitten in Europa. Oh Mann ...
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