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Kommentare zu:
Das Geheimnis "ewiger" Liebe


#1 vingtans
  • 12.08.2012, 13:09h
  • in unserer gesellschaft gilt es immernoch als "männlich" mit so möglichst vielen partnern sex zu haben. ich denke das ist ein problem das vielen schwulen paaren begegnet.

    ah und vielleicht eine meinung, ich find wenn man sexuell nicht exklussivsein kann, inwieweit führt man denn dann noch eine beziehung? ffür mich ist das lediglicheine freundschaft

    ich seh das irgendwie so (achtung! meinung!). sex ist die intimste art und weise sich körperlich nahe zu sein, das hat man nur mit einem besonderen menschen, hat man das mit vielen weniger besonderen menschen ist das irgendwie unrein.
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#2 Lapushka
  • 12.08.2012, 13:26h
  • Antwort auf #1 von vingtans
  • Naja sieht jeder anders.
    Ich finde emotionale Öffnung viel intimer und schwieriger sich darauf einzulassen als auf Sex.

    Und was Beziehung ist, wissen nur die daran beteiligten. Wenn es für jemanden trotzdem Partnerschaft ist wenn jeder machen kann was er will, dann ist das so. Nur weil es für einen selber nicht passt, ist das nicht allgemeingültig.

    Ich sage, zu einer guten Beziehung gehört auch Freundschaft.
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#3 MarcelJAnonym
  • 12.08.2012, 13:28h

  • Es ist nicht schlimm, wenn man "ewig" nicht hinbekommt - solange man sich die gemeinsame Zeit so schön wie möglich macht.
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#4 daVinci6667
  • 12.08.2012, 15:39h

  • Ich bin ein typischer Beziehungsmensch. Daher ärgert mich das blöde Vorurteil, dass wir Schwule weniger Beziehungsfähig sein sollen ungemein. Viele von uns glauben das sogar selbst!

    Wer glaubt auch beim liebsten, geilsten Kerl den du kennenlernst, nicht treu sein zu können, soll halt eine sogenannt offene Beziehung versuchen. Jeder nach seiner Facon! Mit mir würde sowas aber nicht klappen. Schon versucht.

    Der Artikel gab bei uns Anlass zum rechnen. Vom meinen 25 Erwachsenenjahren (damals bei uns erst mit 20) lebte ich 22 Jahre in festen Händen und das in 5 Beziehungen, deren Dauer zwischen 6 Monaten (Fernbeziehung mit einem Berliner) bis zu jetzt 14 Jahren (aktuelle Ehe) variieren. Nur eine war nicht exklusiv konstruiert (Fernbeziehung) Bei meinem Mann sieht's ähnlich aus.

    Was macht eine fuktionierende Beziehung aus? Neben gegenseitiger Liebe und Sex halte ich Ehrlichkeit für das Wichtigste! Glaubt mir, gerade zwischen zwei Männern kann man dem Partner absolut nichts vormachen! Nonverbale Kommunikation macht den grössten Teil der Kommunikation aus. Fallls du also fremdgegangen bist, kannst du abstreiten schlichtweg vergessen, da du nonverbal deinem Partner längst alles in Details zugegeben hast!

    Geld ist leider ein wichtiger Punkt. Wenns mangelt, wird die Chance auf Dauerhaftigkeit kleiner. Deshalb gehen in Wirtschaftskrisen so viele Beziehungen in die Brüche. Ebenfalls schwierig wirds, wenn unterschiedliche Kulturkreise im Spiel sind, da man dann einfach nicht gleich tickt. Andere soll aber genau das zusammenschweissen.

    Zum Schluss: Mit jeder Beziehung ist auch ein intensives Lernen verbunden. Die Wahrscheinlichkeit dass deine aktuelle Beziehung also hält ist gross! Wenn nicht, als Trost, wird die Wahrscheinlichkeit bei der nächsten umso größer!

    Macht's euch gut!
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#5 porokusiAnonym
#6 Thorsten1Profil
  • 12.08.2012, 17:17hBerlin
  • Ich war mit meinem Lebenspartner, mit dem ich 21 Jahre zusammen bin, vor einiger Zeit auf der "Silberhochzeit" (25 Jahre) eines Freundespaares. Zu der Feier kamen zahlreiche andere Freundespaare, die zwischen 10 und 48 Jahren zusammen waren. Wir kennen inzwischen alle diese Paare sehr gut. Sie alle haben eine gute Beziehung, haben gemeinsam etwas aufgebaut und haben einen stabilen Freundeskreis. Sie halten in guten und in schlechten Tagen zusammen. Aber ALLE diese Paare haben eine offene Beziehung, sind sich also sozial treu, nicht sexuell. Alle haben aber auch Spielregeln für ihre Beziehung entwickelt, die sie strikt einhalten. Keiner will eine Beziehung zu dritt, lediglich Sex mit anderen, worüber der Sexpartner auch von vorne herein ehrlich aufgeklärt wird. Eine Beziehung mit einem einzigen Menschen, die in guten und in schlechten Tagen hält, ist das, was alle schwulen Männer wollen. Wer behauptet, so etwas nicht zu wollen, sagt das in den meisten Fällen nur, weil er zu oft enttäuscht wurde. Man sollte sich nicht nur Kommentare von bindungsunfähige Menschen verwirren lassen. Spätestens, wenn man älter wird, gibt es nichts Schöneres, als einen Menschen an seiner Seite zu haben, der vorbehaltlos zu einem hält!
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#7 sanscapote
  • 12.08.2012, 17:42h
  • Schwule sind ebenso faehig zu einer Beziehung wie Hete und es gibt ebenso Hete wie Schwule, die besser alleine oder in Gruppen oder als was auch immer leben. Das kann wirklich nur jeder fuer sich entscheiden. Und jedes ist persoenlich und nicht uebertragbar.

    Ich und mein Mann sind Beziehungsmenschen. Als wir einander kennenlernten kochten wir beide sehr gerne, da aber mein Mann u.a. Konditorei und Kochen als Beruf hat, bin ich dazu uebergegangen, die Koestlichkeiten zu geniessen. Nur bei Austern streike ich.

    Als wir vor einem deutschen Standesamt JA sagten, stand fuer mich fest, dass ich das auch so meinte. Ein Versprechen ist fuer mich ein Versprechen und da gibt es keine Ausnahmen. Als ich fuer meinen Beruf das Versprechen der Verschwiegenheit abgab, musste ich mich ebenso daran halten .

    Ich hatte bereits 2 laengere Beziehungen, eine mit 4 Jahren (300 km Entfernung) und eine mit 6 Jahren hinter mir, dann ein Leben als Single von 4 Jahren, bevor ich meinen Mann kennenlernte.
    Er und ich hatten 19 Jahre freiwillig zusammen gelebt, bevor die ELP moeglich war. Wir beide sind in diesen Jahren niemals fremd gegangen. Ich habe bei ihm und er bei mir immer wieder neue Seiten entdeckt.

    Im Rückblick faellt mir auf, dass ich immer "denselben" gewählt hatte. Im Grundmuster waren alle gleich. Und es ist auch das, was mich an allen Maennern anzieht. Aber im Lauf des Zusammenseins stelle ich fest, dass ich meinen Traummann geheiratet habe und zudem ihn in dem Masse immer vollkommener sehe, wie ich bereit bin an mir selbst immer mehr Dinge anzunehmen.

    Wir kleben nicht auf einander, aber machen was moeglich ist gemeinsam.

    Wir sind offen zu einander und sprechen ueber unsere Vorlieben bei anderen Menschen/Maennern.

    Fuer die Dauerhaftigkeit unserer Ehe ist all das oben gesagte wichtig.

    Fuer mich gilt als wahr: Zusammenbleiben ist besser.
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#8 MalSoGefragtAnonym
  • 12.08.2012, 18:34h
  • Erstmal, vingtans scheint jung und romantisch zu sein (und ist damit die Ausnahme, da i.a. gilt, je jünger, desto abgeklärtester = zynischer), und ich finde es eine Unverschämtheit, dass man ihn verdächtigt, den Artikel "nicht gelesen oder nicht verstanden" zu haben.

    Zum zweiten, da hier die Beziehungsexperten posten: Erklärt uns, dem Rest, bitte mal, wieso, wenn angebeblich sooo viele eigentlich eine Beziehung suchen, auf den Plattformen (und dort auch in den extra dafür eingerichteten Rubriken, oder unter den dort eigens eingeführten Kriterien) sich so gut wie nichts Einschlägiges tut.

    D.h. sogar in den "Suche Beziehung"-Rubriken wird gefaked, dass es eine wahre Freude hat, und das wenige, was dort überhaupt vorkommt, sucht Sexdates, und wenn man dort ernsthaft sucht, wird man enttäuscht - gleichzeitig funktionieren dieselben Sites, für Sexdates, aber, nach den allseits genormten Spielregeln (Facepic oder Monsterdickpic) reibungslos.

    Meine Idee nach vielen Jahren, wo ich das alles erlebe: Viele reden sich ein, "eigentlich" eine Beziehung zu suchen, suchen aber definitiv keine. Oder: Die Vorstellung einer Beziehung drängt sich allererst dann auf, wenn man schon miteinander im Bett (oder im Park oder wie auch immer "geschlechtlich beisammen" - cf. "carnal knowledge"!) war - hört sich erstmal sinnvoll an, nur dass dies unberücksichtigt lässt, dass die Kriterien für Sexdates und Beziehung eigentlich differieren müssten, mit der einen Suche die andere also doch nicht gleich miterledigt werden kann - oder ist das nur bei Frauen so? (Dort gibt es auch Untersuchungen zu dem Thema; für Schwule gibt es immer noch nicht viel mehr als den 1974-Geniestreich "Der gewöhnliche Homosexuelle" vom Prof. Dannecker, der gerade hier wg. eines Lapsus' letztens ja ziemlich runtergeputzt worden ist, was darin gipfelte, dass man sogar seinen Prof-Titel in Anführungsstriche gesetzt hat (nicht die Redaktion, ein Forist) - dessen damaliges Standardwerk (in Co-Autorschaft mit dem weniger bekannten Reimut Reiche) immer noch eine Goldmine für Fragen und Antworten zur "schwulen Frage" ist.

    Also was ich wissen möchte, ist nicht, "wieso bekommt man keinen Partner, wenn man nicht attraktiv genug ist" o.ä., sondern "wieso behauptet man, soooo viele Schwule wünschten sich eigentlich eine Partnerschaft, wenn doch nur extrem wenige Schwule dies von vornherein beim Kennenlernen in Betracht ziehen möchten?"

    Anders ausgedrückt: Nur die Naivsten könnten wohl davon ausgehen, dass man, wenn man Partnerschaft sucht, in jedem potentiellen Sexpartner auch den potentiellen Partnerschaftspartner hätte, denn wir alle wissen, dass von Sexpartnern die meisten eben nur so rumgucken / rumf... wollen - sodass also derjenige, der "eigentlich" sucht, "eigentlich" auch Interesse daran haben müsste, bei einschlägigen Ads auf solche, die solches Interesse ausdrücken, zu stossen; offenbar aber ist das Gegenteil der Fall: wie gesagt, solche Ads sind rar, die ernsthaften dort sind rarer, und die ernsthaft Interessierten auf solche Ads machen sich am rarsten.

    Diese Widersprüche liegen auf der Hand; die Suche nach ihrer Beantwortung wäre für Theorie und Praxis hilfreich.

    Und noch ein Aspekt: Ältere könnten mehr an Partnerschaft interessiert sein als Jüngere; oder spezieller: Ältere Passive könnten hieran grösseres Interesse haben als andere.

    Oder sagen wir es mal ganz brutal: Während ältere Aktive eine Riesenauswahlt (unter Gleichaltrigen UND unter Jüngeren) haben, geht die Auswahl für ältere Passive (unter Gleichaltrigen / Älteren) gegen Null, bzw. findet sich praktisch ausschliesslich im Strichjungen-Milieu (mit ganz seltenen Ausnahmen); auf gut Deutsch heisst das, auch für ältere A's finden sich noch soviele jüngere P's, dass sie es nicht "nötig", sich mit gleichaltrigen P's "abzugeben" - die Älteren von uns können das bestätigen, und auch, dass es so weit geht, dass sich Ältere sogar - Notwehr! - als a/p oder a darstellen, um dich ins Bett zu kriegen, wo sie dann plötzlich zu rein-a mutieren; Dannecker/Reiche haben diese Hoffnung, in anderem Zusammenhang (schlechte Liebhaber in Saunen) sinngemäss so ausgedrückt, dass in Schwulenkreisen die Regel gilt - und auf sie gebaut werden kann -, dass, wenn man einmal zusammen in der Kiste ist, man dann, ist der Sex auch noch so schlecht, "am Mann bleibt".

    Hübsch ausgedrückt, und in der Tat, mit Lügen kann man also auch bei suboptimaler Ausgangslage Körperkontakt quasi-erzwingen - aber ist das alles nicht völlig krank?

    Diese Fragen sind allerdings tabuisiert, d.h. wenn sie mal jemand anspricht, dann wird das abgetan (und anderweitig weiter rumgelogen, soweit nötig) - aber genau solche Fragen, die ohne Antwort bleiben, bewirken doch, dass es nur für einige (Gutaussehende und / oder Jüngere, und sogar da... wenn du als Jüngerer nicht gut aussiehst, gefällst du nur Älteren, was dir aber wiederum nicht gefällt...) eine echte "Community" gibt - während Heten, wüssten sie darum, wie gnadenlos Homos ihre Partner / Expartner / Potentialpartner behandeln, uns noch für "kränker" hielten, als sie es so schon tun.

    Mit anderen Worten: Nach meinen Erfahrungen im "Homosexuellen-Milieu" gelange ich immer schärfer zu dem Fazit, dass man mit Anständigkeit hier nicht weit kommt, wenn man nicht attraktiv genug ist, oder anders ausgedrückt, dass Anstand etwas ist, was sich nur attraktive Schwule "leisten" könnten - wenn sie es denn wollten.

    Oder noch anders: Erlebte Gnadenlosigkeit macht uns zu Lügnern untereinander - und dann sollen die Heten Respekt vor uns als Gruppe haben? (Und dass bei gayromeo usw. gezielt gelogen wird, dass sich die Balken biegen, darüber gibt es Untersuchungen, das ist nicht meine "Behauptung".)

    Also, wenn man das mal alles in Betracht zieht, könnte man zu dem Fazit gelangen, dass die wenigsten Schwulen wirklich eine Beziehung suchen, denn die meisten tun (anfangs jedenfalls - Ehrlichkeit beim Kennenlernen usw.) "nichts" dafür.

    Und sich "hinterher" beklagen, "ach ja, die anderen, es wird soviel gelogen, alle nur auf F*ck*-F*ck* aus", und was man dergleichen alles immer wieder hört. Meine Litanei geht ja auch in die Richtung, aber mit dem Unterschied, dass ich hier bemängle, dass man zum Lügen quasi gezwungen, weil man sonst nichtmal zum Sex gelangt - geschweige denn zur Beziehung - und meine These ist eben: Wenn es nicht so viele gäbe, die gar keine Beziehung wollten, wäre auch die Suche nicht beziehungs-kontraproduktiv gestaltet, sondern organisierte sich, ganz von allein, entsprechend.

    Oder irre ich mich?

    P.S. Und natürlich habe ich Beziehungen gesehen, in denen der besseraussehende A immer wieder Typen mitbrachte, was der schlechter aussehende P, notgedrungen "tolerant", duldete, um sich nicht allein wiederzufinden...

    P.S.2 : Das heute nur noch antiquarisch erhältliche obengenannte Werk war ein Geniestreich, aber wie zum Teufel hätte man 1974 in eine Buchhandlung gehen können, um es zu bestellen, mit voller Adressenangabe usw.? (Bestellen hiess damals Postkarte nachhause, also Falschname und Deckadresse "war nicht" - und welche Buchhandlung hatte sowas vorrätig in der Provinz? Und der unaussprechliche Titel - der Wahnsinn. Immerhin hat es also Dannecker seine Professur verschafft, ich habe es dadurch allerdings erst Jahrzehnte später in die Finger bekommen - während man die überteuerte Zweimonatspostille ("Du und ich", etc.) immerhin noch anonym am Bahnhofskiosk erstehen konnte. Noch ein Tip: Es gibt Uni-Bibliotheken, und es ist ausnahmsweise mal nicht illegal, wenn man seit Jahren vergriffene Bücher fotokopiert. (Der Witz ist, heute bei amazon wird rein alles und zentral gespeichert, aber heute juckt es keinen mehr.)

    Vielleicht gibt es ja eine ernsthafte Diskussion mit schliesslich neuen Erkenntnissen für mich u.a. - zumal das Thema gefühlte 50 % von uns jetzt oder später ja hautnah betrifft - JungAnAidsSterben ist ja nun nicht mehr, und spätestens dann müssen sich nicht nur einige mit dem Problem DerPassiveSoloSchwuleImAlter auseinandersetzen - täte man es früher, könnte man es gar vermeiden?

    Aber jetzt ernsthaft, Danneckers "Am-Ball-bleiben-Müssen", auch wenn man belogen wurde, als Lösung für immerhin ONS' einzusetzen müssen, kann das es sein? Und wenn dann der andere seinerseits symmetrisch (= er nicht a/p, sondern "nur" p wie man selbst) gelogen hat, ist der Sex nochmal um Klassen schlechter - ja, dann werden die Godemichés aus dem Tiroir geholt!

    Jedenfalls ist es verlogen, von Beziehungen zu sprechen, ohne zu erwähnen, dass Passive, in / "für" Beziehungen und ausserhalb, irgendwann per Alter "wertlos" werden. (Und wo wir schonmal dabei sind: Ich habe auch Beziehungen gesehen, in denen P's Sadisten als Partner akzeptiert haben: nicht aus Neigung, sondern aus Angst vor dem Alleinsein.

    Ja, wo sind wir denn: Ist die schwule Subkultur wirklich so gnadenlos-verderbt?

    Ma gucken, was ausser kleinen roten Quadraten kommt!
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#9 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 12.08.2012, 18:50h
  • Mein Partner und ich sind seit 12 Jahren ein Paar und wie in jeder Beziehung gibt es sowhl Höhen, als auch Tiefen und wir werden auch für immer zusammen bleiben!
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#10 Lapushka
  • 12.08.2012, 20:17h
  • Antwort auf #8 von MalSoGefragt
  • Gayromeo ist Internet. Internet = jeder kann alles schreiben und viele tun es auch.
    Ausserdem ist es ein Kontaktportal wo dich bereits auf der Startseite Porno Downloads erwarten und die ganze Aufmachung ist relativ auf Sex getrimmt. Damit ist doch schon klar, wohin die Reise geht.
    Bei der schwulen Ausgabe von Elitepartner geht es sicher nicht so zu.

    Ich denke, die meisten Menschen wünschen sich eine Partnerschaft, wie auch immer die aussehen mag. Diese Sehnsucht nach Liebe steckt in jedem Menschen, vom Babyalter an und geht nicht weg. Manche Menschen sind emotional blockiert oder gelähmt z.B durch schlechte Erfahrungen und spüren deswegen lieber überhaupt nichts mehr, anderen passt die Vorstellung, sich jemandem emotional auszuliefern vom Selbstverständnis her nicht. Andere haben nie gelernt, wie sowas funktioniert.
    Ich denke, ständiges Jagen nach Oberflächlichkeiten, wozu natürlich auch schneller Sex zählt, kann auch ein Versuch sein, ein Defizit an Nähe zu kompensieren. Kann, muss nicht.

    Und mit Szene meinst du wahrscheinlich Feiern und Party. Da einen Partner zu finden ist auch im heterobereich unwahrscheinlich.

    Beziehungen entwickeln sich meistens aus Alltagskontakten, man lernt sich im Job oder bei gemeinsamem Hobby kennen.
    Das ist für schwule Männer natürlich schwieriger aber auch da denke ich, dass feste Beziehungen sich eher im Alltag bilden.
    Oder vielleicht in Szenefremden gemeinsamen Aktivitäten.
    Es gibt doch mittlerweile genug queere Freizeitangebote, Sportvereine, Interessengruppen wo man Leute kennenlernen kann.

    Optik, also grundsätzliches Attraktivfinden ist zwar wichtig, aber jemand der seine Beziehungspartner total extrem/ausschliesslich nach optischen Eigenschaften auswählt, den sollte man meiden, denn er ist zu oberflächlich für eine Beziehung.

    Im Übrigen lügen oder beschönigen die meisten Menschen in gewissen Situationen. Einen potentiellen Partner beeindrucken oder zumindest nicht verschrecken zu wollen gehört da zu.

    Im Falle eines Beziehungsinteresses empfiehlt es sich aber, mit dem Sex zumindest etwas zu warten.
    Es zeigt, wie ernst es beiden Parteien ist, dass es eben nicht nur um Sex geht und dass man nicht sooo leicht zu haben ist.

    "dass in Schwulenkreisen die Regel gilt - und auf sie gebaut werden kann -, dass, wenn man einmal zusammen in der Kiste ist, man dann, ist der Sex auch noch so schlecht, "am Mann bleibt".
    Hübsch ausgedrückt, und in der Tat, mit Lügen kann man also auch bei suboptimaler Ausgangslage Körperkontakt quasi-erzwingen - aber ist das alles nicht völlig krank? "

    Na wenn das in irgendeinem Büchlein aus den 70ern steht, dann wird das wohl auch so sein hust.

    Ich fände das aber so oder so weniger krank als viel mehr extrem höflich ehrlichgesagt^^
    Nur um den anderen nicht vor den Kopf zu stoßen, macht man notgedrungen mit. Das ist Selbstlosigkeit und wirkliches soziales Bewusstsein.
    Kein Wunder, dass Schwule soviel in Pflegeberufen zu finden sind bei so einem Helfersyndrom
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#11 DER RICKAnonym
  • 12.08.2012, 20:53h
  • Antwort auf #6 von Thorsten1
  • "Keiner will eine Beziehung zu dritt, lediglich Sex mit anderen, worüber der Sexpartner auch von vorne herein ehrlich aufgeklärt wird."

    Immer von vorne herein? Und wenn´s ein spontaner Quickie ist?

    Hier noch ein paar Regeln:

    1. Kein Sex im heimischen Bett.
    2. Nicht vor den Kindern.
    3. In keinem Hotel über 200 Euro.
    4. In keinem Hotel unter 70 Euro.
    5. Safe.
    6. Nicht ein zweites Mal mit derselben Person.
    uswusf.
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#12 Leo GAnonym
  • 12.08.2012, 20:55h
  • Boah, Deepthroat können ist wichtig! So können vor allem Frauen lange ihre Männer halten.
    Oder, was meint ihr?
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#13 daVinci6667
  • 12.08.2012, 21:24h
  • Antwort auf #8 von MalSoGefragt

  • Also ich hab vingtans "grün" gegeben, weil ich in dem Alter ebenso romantisch war. Heute immer noch, wenn auch viel realistischer. Der andere bekam von mir reflexartig ein schnelles Rot!

    Aber nun zu deinem ellenlangen Kommentar. Entschuldige, dieser kommt mir etwas wirr vor, ziemlich Internet geschädigt und nicht wirklich auf den Punkt gebracht. Trotzdem versteht man ihn gut.

    Den richtigen Partner zu finden ist wirklich nicht einfach! Wenn du schon Ratschlage haben willst, bitte!

    Zur Attraktivität: Ich sehe weder umwerfend blendend aus noch hässlich, halt eher Durchschnittstyp. Trotzdem blieb ich nie lange alleine! Das kann's also nicht sein.

    Aber bitte pass auf: wenn du glaubst du bleibst allein wirst du es auch bleiben, weil du das auch ausstrahlst! Ändere das als erstes!

    Wo finden? Meine feste Partner habe ich übrigens, ganz ehrlich, beim Schwänefüttern am See, über ein Chiffre-Inserat, in einer Schwulensauna, im Internet und am Arbeitsplatz kennen gelernt.

    "wieso behauptet man, soooo viele Schwule wünschten sich eigentlich eine Partnerschaft, wenn doch nur extrem wenige Schwule dies von vornherein beim Kennenlernen in Betracht ziehen möchten?"

    Bei zufälligem Kennenlernen fällt man doch nicht gleich so mit der Türe ins Haus! In meinen Beziehungen hat man erst mal geguckt wie's läuft, das Zusammensein genossen und dann wenn's auf Gegenseitigkeit beruhte ist erst die Beziehung entstanden.

    Wenn der andere nicht mag: Ich war selber schon mehrmals traurig weil es geil mit jemandem war, der aber einfach nicht mehr wollte. Das ist traurig und verletzend. Man kann aber nur damit leben.

    Lieber alleine als mit dem falschen: Ich selbst hab auch schon mal jemanden nach zwei Wochen vor die Tür gesetzt, weil der beim Schlafen so sehr klammerte, dass ich keine Luft zum atmen kriegte! Der sprach auch schon von gemeinsamen Hausbau und gemeinsamer Firmengründung! So geht's definitiv nicht!

    Und wenns gut zu laufen scheint: Vergiss bloss nicht, es muss alles erst wachsen, vor allem das gegenseitige Vertrauen!

    Zusammenfassung: Also geh erstens mit einer anderen Einstellung ran, hör auf mit dem Internet wenn's dir nichts bringt und glaube daran (siehe meine Beispiele), Mann kann Mann echt per Zufall überall treffen!

    Tipp: Du kannst dem "Schicksal" aber etwas nachhelfen wenn du z.B. in einer schwulen Theatergruppe mitmachst, dich in der Community engagierst etc. Hab ich früher alles auch gemacht, jedoch "den" Mann dort nicht gefunden. Dafür aber jede Menge interessanter Leute getroffen. Und das macht schließlich auch l Spaß!

    Viel Glück!
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#14 Lapushka
#15 MissgeschickAnonym
#16 PierreAnonym
  • 12.08.2012, 21:42h
  • Es ist nunmal eine Tatsache, dass Männer sexuell stets neu orientiert sind. Diese Tatsache potenziert sich, wenn zwei Männer zusammen sind.
    Lebenslange sexuelle Treue ist daher eher ein Traum bei homosexuellen Paaren.
    Nur wenn einer (oder beide) ein Höchtsmaß an Toleranz und echter Liebe aufbringen, um das eine oder andere sexuelle Abenteuer des Partners zu akzeptieren, kann sich eine lebenslange Partnerschaft festigen.
    Und mit zunehmendem Alter lassen diese Aktivitäten von alleine nach, mangels Gelegenheit und langsam schwindender Libido.
    Allerdings besteht immer die Gefahr, dass aus einem solchen Seitensprung mehr wird.
    Das war's das unter Umständen mit der Beziehung.
    Das Wichtigste ist Vertrauen und Ehrlichkeit.
    Also nicht hinter dem Rücken des Anderen rummachen und lügen.
    Dies zerstört alles.
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#17 vingtans
  • 12.08.2012, 22:22h
  • lieber pierre.

    ich find deinen kommentar echt ulkig.

    "Es ist nunmal eine Tatsache, dass Männer sexuell stets neu orientiert sind. Diese Tatsache potenziert sich, wenn zwei Männer zusammen sind.
    Lebenslange sexuelle Treue ist daher eher ein Traum bei homosexuellen Paaren."

    also ne tatsache ist das? dann bin ich irgendwie kein mann. ich hatte noch nie das bedürfnis nach einem seitensprung. auch bin ich was sex angeht mächtig wählerisch aus emotionalen und wertrationalen gründen, da reicht es mir nun echt nicht das der andere auch ein mann ist.
    und so denke ich seit ich sexuellaktiv bin, bin 21 also ist das auch schon ein weilchen.

    du sprichst mit deiner "tatsache" mir die männlichkeit ab, ("so sind männer nunmal")
    der kommentar wirkt also recht beleidigend.
    zumal dieses männlichkeitbild (männer wollen immer!) ziemlich überholt sein sollte,ne.
    ich find deinen gedanken recht unemanzipiert.
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#18 daVinci6667
  • 12.08.2012, 23:04h
  • Antwort auf #17 von vingtans

  • Mein guter vingtans, Du bist sicherlich genauso ein richtiger Mann wie Pierre oder ich.

    Es soll nun aber Männer geben, die immer wieder die Bestätigung brauchen "auf dem freien Markt" und immer wieder noch einen abzukriegen, wenigstens für ne schnelle Nummer.

    Ob das von selbstbewusster emanzipierter Männlichkeit zeugt. Tja, da bilde sich jeder mal selbst ne Meinung....
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#19 jochenProfil
  • 12.08.2012, 23:30hmünchen
  • Dass Homosexuelle per se beziehungsunfähig sind, ist natürlich Schmarrn.
    Aber ohne Trauschein, ohne gemeinsamen Haushalt, ohne gemeinsamen Kindern, ohne einer schwulen "Beziehungs-Kultur", bei gesellschaftlicher Verachtung oder Benachteiliung, trennt es sich eben viel leichter bzw. schneller.

    Wenn s dann für "ewig" halten soll, dann müssen einfach BEIDE WOLLEN,.... die Gründe warum man zusammen bleiben will , sind dann oft sehr individuell.

    Glück, ist meines Erachtens, eine der wichtigsten Voraussetzungen den richtigen Lebenspartner zu finden.
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#20 NachfassAnonym
  • 12.08.2012, 23:53h
  • Hallo 20ans, jetzt übertreibst du. Ich hasse es, wenn Sachen mit einem zwischen den Zeilen stehenden "zu blöd, um zu begreifen" abgehakt werden: DAS ist eine Beleidigung! Aber wenn du anders tickst als die Mehrzahl der (schwulen oder überhaupt) Männer, dann spricht dir niemand "Mannsein" ab - ich war mit 20 noch so romantisch wie du heute, aber das war in den 70ern, und heute sind die meisten 16-Jährigen nicht mehr so romantisch; ich finde es ziemlich einleuchtend, zu sagen, wenn zwei Männer aufeinandertreffen, dann potenziert sich das mit dem "EigentlichWillIchJaMitMöglichstVielen(Gutaussehenden)" noch - bei der Mehrheit der Männer darfst du davon ausgehen, dass es so ist, und wenn es zwei Männer sind, dann stehen die Chancen nicht schlecht, dass das aushäusige Gerammel, oder der Aushäusig-Rammel-Wunsch noch mehr durchschlägt.

    Im übrigen haben die Leute recht, die sagen, dass derjenige, der extrem viele Hürden aufstellt, sich fragen sollte, ob er Vermeidungsverhalten praktiziert - ist ebenfalls kein Angriff, sondern als konstruktive Bemerkung zu verstehen.

    Genauso wie ich euch, Lapushka und daVinci, ganz herzlich danke - in der Tat hatte ich einige - wichtige! - Aspekte nicht mehr so präsent, die ihr mir wieder ins Gedächtnis gerufen habt.

    Ein paar Anmerkungen, konstruktiv gemeint:

    Lapushka, das ist kein "Büchlein aus den 70ern"; ich besitze eine ganz hübsche schwule Bibliothek (Sachbücher, wissenschaftliche Werke), und der Erkenntnisgewinn aus dem genannten Werk ist (auch relativ gesehen) enorm, ausserdem ist die "Komplettheit" bewundernswert. Irgendwelche soziologischen Fragebögen entwerfen kannn jeder Jung-Soziologe, darin ist er ausgebildet, und auch in ihrer Auswertung, aber was mich so heftig beeindruckt hat, war, dass die Autoren quasi an "alles" gedacht haben - also auch schon vor Entwurf der Fragebögen, und ihre "Auswertung" ist auch nicht von schlechten Eltern, also alles andere als "mechanisch", sondern "phantasievoll", aber nicht iSv "abwegig", sondern von "ausserordentlich durchdacht, weit über das üblicherweise zu Erwartende hinaus".

    Das "Am-Mann-bleiben", das dort angesprochen wurde. Nun, ich habe in meinem Leben enorme Mengen an schlechtem Sex gehabt, und habe die Nase voll davon. Es gibt wirklich schlechte Fi**er - was durch Schw***grösse z.T. ausgeglichen wird, bei fehlender solcher aber zur Zumutung gerät.

    Ich habe kurioserweise enorm viele Schlecht-Bläser ertragen - "kurioserweise" darum, weil man als Mann doch eigentlich wissen müsste, wie man NICHT blasen sollte, also insbesondere NICHT unter vollem Einsatz beider Zahnreihen.

    Und, der Höhepunkt, es scheint sogar weit mehr schlechte als gute Masturbanten zu geben, was schlechterdings unglaublich klingt, aber meinem Erleben entspricht, also ohne Einsatz von Gleitmittel, aber durch Handbewegung ohne Einsatz des Präputiums - und diese Typen halten das DichWundReiben auch noch für völlig normal - machen die das bei sich auch so? Haaresträubend!

    So dass ich also das "AmMannBleiben" aus eigener Tätigkeit bestätigen kann, aber sicherlich nicht aus Caritas, sondern einfach und schlicht, weil man trotz des Ärgers, den man selbst hat, keinen "Ärger" will - zum Lachen.

    Dito wenn der Typ will, mach dies, mach das - "man" machte es, weil das der Weg des geringsten Widerstands war, eben abgesehen davon, dass man sich hinterher - und schon dabei! - schei**e fühlt.

    Solche Fisimatenten habe ich gründlich satt, und ich verweigere mich heutzutage einfach, indem ich schlicht das strikte Minimum weitermache und auf Sonderwünsche überhaupt nicht mehr eingehe, d.h. ich breche die Situation zwar nicht ab (wie der dort genannte Typ, der sich das traute), aber ich mache dermassen ostentativ lustlos weiter, bis der Typ seinerseits aufhört und schö sagt - ja, ich weiss, das ähnelt dem Verhalten einer billigen Prostituierten, die sich, nach dem, was ich so höre, auch oft so geben.

    Aber jedenfalls ist das, was ich mache, wenn's (oft) unterirdisch ist, also zwar nicht schö sagen, aber den anderen zum Schösagen bringen, weit besser als das, was ich vordem gemacht habe, nämlich erstmal ansprechen und dann (in 90% der Fälle dennoch) weiter still erleiden. (Klar könnt ihr mich aufziehen, dass das immer noch nicht "genug" ist, aber die eigentliche Frage hier ist doch die, warum sind dermassen viele Typen dermassen miserabel im Bett? Bei Heten könnte man es ja noch verstehen, aber als Mann kenne ich doch den männlichen Körper und weiss, was guttut und was nicht? Aber nein!)

    Deepthroat-Mäkelei ist also SichBeschweren auf allerhöchstem Niveau!

    Zu Gayromeo et al. (oder auch homo.net, mit seinen von vornherein getrennten Kategorien): Natürlich sind das von ihrer "Natur" her eher Sexseiten, oder sagen wir, von ihrer "Praxis" her. Gleichzeitig aber werden sie als der Treffpunkt überhaupt dargestellt, als unser aller "Laufhaus" (um nicht zu sagen "unser Schulhof" - also, unser "Forum", "Marktplatz" eben), in dem man ganz selbstverständlich präsent zu sein hat und in dem man sucht, während draussen das grosse Kneipensterben im Gang ist.

    Richtig ist allerdings, dass ich darob die Spezialseiten vergessen hatte, allerdings ist gerade über Elitepartner Wundersames im Netz zu lesen - die sind gerade - endlich - mit dem Verbraucherschutz beim Oberlandesgericht, d.h. beim Landgericht haben sie keinen Grund gesehen, kleinbeizugeben, und wieviele Karteileichen wievielen tatsächlich existierenden möglichen Partnern bei gay-parship gegenüberstehen, weiss auch nur parship selbst (oder der, möglicherweise zu seinem Schaden, der ca. 200 euro gelöhnt hat). Tatsache aber ist, dass es diese Seiten gibt, und dass sich vielleicht die "ernsthaft Suchenden" (soll jetzt keine Qualitätszuweisung sein, zumal ja auch z.T. aus der Not heraus geboren, dass der einzelne Sexakt nicht so mühsam zu finden wäre) dort längst zurückgezogen haben... dass es sie somit aber dennoch gibt.

    Ich möchte nicht verbissen wirken, aber mir dennoch erlauben, nochmal das Problem "Alter-kein tolles Aussehen-und dann auch "nur" passiv" ansprechen. Nach allem, was ich erlebe und sehe, ist das ein Riesenproblem. Mein Satz im Erst-Posting ist verunglückt (fehlender Satzteil), daher nochmal meine "Meinung" hierzu, d.h. das, was ich erlebe und bei anderen sehe:

    Während alternde Aktive (oder A/P) noch genügend "Möglichkeiten" haben, auch mit Jüngeren (die sie regelmässig präferieren), haben ältere Passive auch mit Gleichaltrigen / Älteren nur einen Bruchteil dieser Möglichkeiten (eben wg. der Präferenz dieser für Jüngere, von denen gemeinhin genügend "verfügbar" sind, daher kein "Angewiesensein" auf gleichaltrige Passive), und mit Jüngeren so gut wie gar keine mehr, d.h. man wird regelmässig gedisst - wobei das gar nicht das Hauptproblem ist; das Hauptproblem ist, dass die (anscheinend übrigens recht wenigen: wir Passiven scheinen in der Mehrzahl zu sein?! Oder es ist mangelnde Potenz ab einem gewissen Alter, die früher Aktive "umschwenken" lässt?) gleichaltrigen oder noch älteren Aktiven "genügend" Jüngere Passive finden, so dass sie auf uns "älteren" Passiven keinen "Bock" haben - und bei dieser "Regel" hilft es dann natürlich, wenn du wenigstens noch gut aussiehst, und wenn nicht, hast du das gezogen, was man gemeinhin die A-Karte nennt - nur genau andersrum, als du es gern hättest. Und ich denke, das ist ein Thema für viele, zumindest ab 50/55, und welches dich dann bis zum Tod (oder bis zur Demenz) begleitet, denn selbst die, die auf "Opitypen" stehen, wollen 99:1 einen aktiven, keinen passiven Opa - und die, die anderes behaupten, sind fakes, die in der zweiten Mail nach Geld fragen.

    Die - um es mal pathetisch auszudrücken - "totale Entwertung älterer Passiver" ist also nach meinem Dafürhalten ein echtes, sehr viele betreffendes Riesen-Problem, was m.E. weiter diskussionsbedürftig ist.

    Ich denke dessenungeachtet, das mit der negativen Erwartungshaltung, daVinci, ist einer der wichtigsten Schlüssel überhaupt, daher danke ich dir einstweilen nochmal ganz herzlich für die Erinnerung daran.

    An die älteren Schwestern hier: Bin ich der einzige, der erst letztens kapiert hat, wie das läuft? Man annonciert als a oder a/p, und dann hat man "leider einen schlechten Tag", und "mach du's mir stattdessen!" - mind. 3x soviel Hits, wie wenn man von vornherein ehrlich ist! Das ist doch nicht normal, oder? (Ok, ich bin naiv: Ich wundere mich noch - sollte man sich abtrainieren, wie so manches andere?)

    Aber vielleicht noch mal zu dem Aspekt, der mich in deinem Post, daVinci, wirklich gewundert hat: Du sagt, man solle sich - und das als nur mittelmässig aussehender älterer Passiver ?!!! - rar machen? Ok, man gibt Frauen diesen Rat, von wg. Respekt und so, Steigerung des Marktwerts, Vermeidung von "Billig-Eindruck" pipapo.

    Aber meine Erfahrung ist eher die, dass, wenn es einmal zum Sex gekommen ist und man "nicht schlecht" war, man eher "Chancen" auf weiteren Sex hat (wobei, wie gesagt, der Sex, den man bekommen hat, aber nicht unbedingt "Spitze" war), als wenn man auf "Vielleicht mal ein andermal, Liebling!" macht: Was, sieht schon nicht toll aus, und zickt dann auch noch rum?" Bitte erläutere doch mal, wenn du möchtest, wo hier unser (offensichtliches) Missverständnis liegt, d.h. ich denke schon, dass du wahrscheinlich recht hast, aber ich raffe im Moment noch nicht ganz, wieso, trotz meiner gegenteiligen Erfahrungen (hättest du unrecht, gäbe man ja nicht permanent Frauen den Rat: "etwas" muss also dran sein).

    Ich hätte sehr gern noch ein paar Meinungen / Tips zu dem Thema (mein "Sollen die Experten uns hier doch mal ein paar Tips geben" war nicht bös gemeint, und ich bin froh, dass es so auch nicht aufgefasst worden ist).
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#21 NochmalnachgefrAnonym
  • 13.08.2012, 00:22h
  • Jochen, du schreibst von Diskriminierung, die deines Erachtens eher auseinandertreibt; man könnte die These vertreiben, dass sie eher geeignet wäre, zusammenzuschweissen - im Ergebnis also, dass Homo-Paare im Schnitt stabiler wären als Hetero-Paare. Offensichtlich ist nun das Gegenteil der Fall, also könnte es auch sein, das da gar keine Beziehung besteht, oder gar, dass trotz des Zusammenschweissens-Effekts der männliche Freiheitsdrang (um Pierre zu paraphrasieren) dennoch stärker ist. "Männer" / "männlich" bezeichnet immer "i.a." / "in der Mehrzahl" - als Minderheit fühlt man sich schnell angegriffen, auch innerhalb der Minderheit, siehe 20ans. Oder man könnte sagen, die Diskriminierung hat so weit abgenommen, dass sie keinen Zusammenschweiss-Effekt MEHR hat - ach, ich müsste mal gucken, ob es (meine geliebten) Untersuchungen zu dem Thema gibt.

    Und du schreibst von "Glückssache" - gerade da ist ja der Witz, wenn ich schreibe, ja verdammt nochmal, wenn doch viele es eigentlich gerne so hätten (mit oder ohne Drittrammelei, das wäre dann ja die Sekundärfrage, aber wohl viele mit, gell?), warum sind dann die "Gelegenheiten" so schlecht / gering / nur pekuniär organisiert? D.h. wenn man soviel "Glück" dazu braucht, dann wäre es doch "praktisch", dem Glück "nachgeholfen", wenn man das besser institutionalisiert?

    Anders ausgedrückt, das Kennenlernen ReinZumF***en ist doch auch, und hochgradig und gratis, institutionalisiert, eben durch Gayromeo & Co. - also warum nicht auch das "Suche zwar Sex, könnte mir aber auch mehr vorstellen, wenn wir harmonieren"?

    In dem Zusammenhang spricht daVinci - zurecht - vom Klammern, "so geht's nicht", (sinngemäss) "nicht mit der Tür ins Haus Fallen" usw. - alles klar wie Klossbrühe, aber ich spreche ja nur von einer Institutionalisierung dieser "Möglichkeit" - "ja, könnte mir mehr vorstellen", was den Vorteil hätte, dass (wenn sich hier ehrlich dargestellt würde, was wohl auch wieder nicht zu erwarten ist, nach den "Beziehungs"-Rubriken hier und da), das diese Rubriken all die "Ich-will-nur-ONS" ausschlössen, die, weil von vornherein abgeneigt, bei dieser Subkategorie ja fast notwendigerweise zur Enttäuschung führen.

    Und das ist ja in der Praxis u.U. richtig schlimm: Er sieht richtig gut aus, macht es dir richtig gut, und auch du enttäuschst ihn nicht, aber er will seine 10.000 vollkriegen (und macht für dich auch keine Ausnahme, weil du dafür nicht gut genug aussiehst) - also "schö", obwohl alles paletti war.

    Hier IST ein Widerspruch, und der mich eben zu der Vermutung anregt, dass die meisten in der Tat eben keine Beziehung wollen. Ich weiss es nicht, deswegen versuche ich ja, es aufzubröseln.
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#22 Martin28a
  • 13.08.2012, 09:29h

  • Liebe gibt es überall, in Österreich hat für seine wahre Liebe sogar ein Minderjähriger gekämpft

    Der EGMR ist maßgeblich an einer sexuellen Mündigkeit von 14 ausgegangen und das halte ich auch für richtig .

    de.wikipedia.org/wiki/Sexueller_Missbrauch_von_Jugendlichen

    de.wikipedia.org/w/index.php?title=Sexueller_Missbrauch_von_
    Jugendlichen&action=history


    ;↑ EGMR: S.L. vs. Austria, appl. 45330/99, judg. 9. Januar 2003, par. 49, 52 (im Internet Archive)

    Ich finde es besonders gut, dass der EGMR im obigen Urteil das Alter auf 14 setzt, demnach wäre der sexuelle Missbrauch an Jugendlichen - wenn es denn strafbar ist- konventionswidrig, die Ausnahmr der Ausnutzung einer Zeangslage ist zu unbestimmt, wie ich finde, Pornographie ist auch nicht viel anders
    "

    Soviel dazu: Ich finde Liebe sollte es nicht nur zwischen Homo oder Hetero geben, sondern auch zwischen Jugendlichen und jungen Erwachsenen
    Liebe lässt sich nicht in Gesetze packen
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#23 Martin28a
  • 13.08.2012, 09:48h

  • Noch was vergessen:
    Der minderjährige Kläger war ein homosexueller, ein Vorreiter der Schwulenbewegung, wie ich finde :)
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#24 HomosnotPaedoAnonym
#25 PierreAnonym
  • 13.08.2012, 18:33h
  • Antwort auf #17 von vingtans
  • Hallo vingtans, Du kennst doch den Spruch: Ausnahmen bestätigen die Regel.
    Dann freue Dich, dass Du ein Mann bist und trotzden sexuell treu sein kannst... ein Leben lang.
    Ich wünsche Dir, dass Du dass auch weiterhin schaffst.
    So wirst Du wohl auch der einzige sein, der sich von dem Kommentar beleidigt fühlt.
    Du scheinst sehr gut konstruieren zu können.
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#26 Martin28a
  • 13.08.2012, 19:21h
  • Antwort auf #24 von HomosnotPaedo

  • Wenn, dann reden wir von Hephephilie, ca 25 % der Gesamtbevölkerung sind das, dass hat mit Pädophilie nichts zu tun.

    Ich hab aber Verständnis, dass das hier nicht gerne gesehen wird, weil Homosexuelle von anderen gerne in den Pädo Bereich gestellt werden, aber Schwule sollten untereinander nicht so sein

    "In mehreren phallometrischen Studien konnte nachgewiesen werden, dass ein hoher Prozentsatz erwachsener Männer durch präpubertäre Stimuli sexuell erregt wurde. So kam Wolfgang Berner in entsprechenden Studien auf einen Anteil von 25 %.."

    Wolfgang Berner: Pedophilic Sexual Orientation: A Fuzzy Expression. Archivies of Sexual Behavior, 31

    de.wikipedia.org/w/index.php?title=Pädophilie&action=history
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#27 Lapushka
  • 13.08.2012, 19:52h
  • Antwort auf #20 von Nachfass
  • Ok also zum Thema schlechter Sex. Irgendwie ist es doch so, dass keine zwei Leute gleich funktionieren. Auch keine Männer von denen man ja immer behauptet, sie seien so furchtbar einfach gestrickt auch sexuell.
    Jeder erste Sex mit einer fremden Person ist doch wieder was Neues und weil es beim vorherigen so geklappt hat, muss es beim Neuen nicht so sein. Wenn es nicht gleich beim ersten gemeinsamen Mal der Überfick ist, wo ist das Problem?
    Wenn gleich gesagt wird "Hm der Sex war aber nicht so der Bringer. NEXT!" obwohl man sich und die Vorlieben des anderen überhaupt noch nicht kennt, braucht man nicht über Beziehungslosigkeit jammern.
    Natürlich muss man nicht schlechten Sex ertragen, aber ich finde, es braucht manchmal etwas um eingespielt zu sein. Wenn man es also nicht mag wie die andere Person einen stimuliert (allein errogene Zonen sind völlig unterschiedlich manchmal und man weiss es nicht sofort), dann kann man das doch sagen?!
    Ist das so problematisch?
    Ne das ist schon wieder soooo stereotyp. männer XD
    Lieber zig mal schlechten Sex ertragen und sich hinterher darüber beklagen anstatt auch nur in Erwägung zu ziehen, sowas anzusprechen oder wie?
    ("Autsch das tut weh. Mach mal lieber so und so" *Hand nehm und zeig*)
    Wieso geht sowas nicht? Zu "uncool"?

    Was das alt und passiv angeht, ich schätze, das ist das Problem derer die hinhalten. Egal ob m oder w.
    Ältere Frauen sind meistens auch nicht erste Wahl und ältere Männer nehmen sich oft deutlich jüngere Freundinnen.
    Da scheinen die Mechanismen ähnlich.
    Ich schätze, man muss sich da eben seine Nische suchen. Es gibt sicher auch Männer die reifere Männer mögen, auch passiv.

    ich war mal in einer Erotikcommunity wo man sich auch treffen konnte. Da waren auch, das konnte man in den Diskussionen sehen, viele Bi-Männer oder "Bi-Neugierige" Männer (schwule natürlich auch) und da hatte ich nicht den Eindruck, dass da nur "jung" gesucht wurde.
    Einige bezeichneten sich als hetero, hatten aber (teilweise seit Schul- oder Unizeit) immer wieder diskret was mit einem guten/besten Freund, die Männer waren teilweise über 50, schrieben aber, dass sie, wenn sie sich sähen immer noch Sex hätten.
    Wie gesagt, die waren "eigentlich" hetero und hatten auch nur einander an männlichen Kontakten, wollten auch nicht mehr. Was ich sagen will, auf dieser Seite scheint (zumindest damals) der Alterswahn nicht so ausgeprägt zu sein.
    Vielleicht schaust du dich da mal um.

    joyclub.de

    Die Seite ist für alle sexuellen Orientierungen, also wenn dich das nicht stört, schau dich um.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #20 springen »
#28 DankeAnonym
  • 13.08.2012, 20:12h
  • Danke, Lapushka!

    Völlig richtig, Frauen haben genau dieses Problem im Alter, und einige schaffen es, mit einem (durch "nichts" gerechtfertigten) Selbstbewusstsein, das zu überspielen (was auf daVinci zurückführt).

    Du machst dich zurecht lustig über das "DenMundNichtAufmachen" - ich merke, dass ich auch da (nach schlechten Erfahrungen TROTZ Mundaufmachen, die ich aber wohl generalisiert habe) eine negative Erwartungshaltung habe - sehr schädlich!

    Zu den Bi's: Nicht, dass die mich (etwa wg. ihrer Frauenkontakte oder aus philosophischen Gründen) störten, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass die weit überwiegend passiv sind - und zwei Schraubenmuttern passen nunmal nicht wirklich zusammen! Aber ich habe mir jetzt wirklich vorgenommen, systematisch zu lügen (Notwehr!)...

    Ich hab' zum Thema Altundpassiv noch eine Beobachtung beizutragen. Viele - bereits ab 40, wo es ja schon schwieriger wird - preisen sich in den Ads an mit "Mache alles mit", "Benutz mich, wie du willst, auch in der Gruppe" - wäre alles durchaus kein Thema zum Kritisieren, aber regelmässig taucht dabei auf, dass die Leute auch ohne Präser akzeptieren - und meine Theorie ist jetzt die, dass sich die "Schlampen" damit eben "attraktiver" machen wollen, d.h. ich als jemand, der auf L-Tüte besteht, wird von diesen Vo**idi**** quasi ins Hintertreffen gedrängt, weil sich der potentielle Stecher "natürlich" eher den raussucht, der bei gleicher Attraktivität usw. eben NICHT auf den Gummis besteht. Der helle Wahnsinn.

    Vielleicht mögen manche das alles und ohne Gummi ja auch wirklich, aber mir fällt auf, dass die Passiven, die alles, und ohne Gummi, "mitmachen", mit steigendem Alter prozentual immer mehr zunehmen, also ist da wohl in der Tat der von mir beschriebene Effekt "alles akzeptieren, um akzeptabel zu bleiben" am Wirken.

    Interessant übrigens: Ich habe freundlich nette Tips von zwei Nichtbetroffenen bekommen, während sich die (doch wohl zahlreichen) Betroffenen schamvoll zurückhalten.

    Pierre, jetzt lass doch mal den Jung' in Ruh! Ich finde ja auch, dass seine Einstellung völlig unrealistisch ist, aber das wird er bald selbst feststellen. Aber wie schon gesagt, je attraktiver einer ist, desto mehr Eigenarten kann er sich "leisten", und vielleicht ist das ja sein Fall - dann käme er damit also "durch" und könnte also seine eigene Realität schaffen (für einige Jahre).

    Nochmal Danke, Lapushka, ich stelle mich ja manchmal wirklich ein bisschen blöd an, und da weiss ich konstruktiven Beistand zu schätzen!
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#29 jochenProfil
  • 14.08.2012, 19:23hmünchen
  • Antwort auf #21 von Nochmalnachgefr
  • Ich denke schon, dass es in einem Umfeld wo homosexuelle Partnerschaften (und meist auch Homosexuelle) verachtet oder sonstwie unerwünscht sind, es schwieriger ist eine Partnerschaft aufzubauen und zu halten.

    Ich meine "schwieriger"...., - und damit selterner, u. meine nicht, dass es unmöglichl ist. Bei manchen Paaren, die sich gefunden haben in günstigen Konstellationen mag die Diskriminierung vielleicht sogar eher bindend wirken.
    In der "Gay Community" wirkt Diskriminierung von aussen eher solidarisiernd, und umgekehrt weniger oder keine Diskriminierung entsolidarisierend.
    Eine (schwule) Partnerschaft ist aber keine Community.
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#30 Koechli
  • 15.07.2013, 13:21h
  • Ich bin dieses Jahr 10 Jahre mit meinem Freund/Partner/Lebensgefährten zusammen.
    Wir sind uns unsrer Treue absolut sicher. Keiner von uns muss sich hin und wieder an einem anderen Mann reiben.

    Es ist einfach schön das Vertraute im Partner zu finden, das was mir kein anderer Mann bieten kann.
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