Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?17153

Der Sieger steht fest: Miguel Ortiz bei der Verkündung des Endstandes am Samstagabend (Bild: MrGayEurope.com)

Der angehende Polizist Miguel Ortiz aus Sevilla ist am Wochenende in Rom zum Mr. Gay Europe 2012 gewählt worden.

Von Carsten Weidemann

Der jüngste der 21 Kandidaten ist am Samstagabend zum schönsten Europäer in der Gay Community gewählt worden. Damit ist der 19-Jährige der siebte Mr. Gay Europe. In Rom konnte er nach elf verschiedenen Herausforderungen, darunter ein persönliches Interview, eine schriftliche Prüfung und eine Fotosession, seine Kontrahenten Steve Grech aus Malta und Nicholas Menna aus Italien auf die Plätze zwei und drei verweisen. Ortiz gewann auch die Onlineabstimmung. Der für Deutschland angetretene 35-jährige Chris Janik konnte sich nicht in der Spitzengruppe platzieren.

Über die letzten Tage mussten die Kandidaten für sich werben, um die Jury und die schwule Öffentlichkeit zu überzeugen. Dabei war nicht nur das Äußere wichtig, sie mussten auch Fragen zu schwul-lesbischen Themen beantworten. Sieger Ortiz setzte sich besonders für die weltweite Legalisierung von Homosexualität ein: "Ich will dazu beitragen, diejenigen Menschen zu verteidigen, die mit ihrem Leben zahlen, nur weil sie homosexuell sind. Jeder sollte ohne Diskriminierung leben können. Wir müssen die ideologischen Barrieren herunterreißen, die heute noch existieren."

Streit um Sexualisierung


Miguel Ortiz war mit seinen 19 Jahren der jüngste Teilnehmer in Rom

Den Titel des "Mr. Congeniality" gewann der griechischen Bewerber Argyrios Stelios Christakis. Der 29-jährige Visagist ist taub und setzt sich insbesondere für Menschen mit Behinderungen in der LGBT-Community ein. Der "Mr. Congeniality" wird nicht von der Öffentlichkeit oder der Jury bestimmt, sondern von den Teilnehmern selbst.

Im Vorfeld des Wettbewerbes gab es Streit darüber, wie wichtig Sexualität für den Wettbewerb ist. So sagte der dänische Teilnehmer Jobbe Joller seine Teilnahme ab, weil er eine der Herausforderungen des Events, den "Sexy Car Wash", als kontraproduktiv für die Anerkennung von Homosexualität in der Öffentlichkeit empfand. Diese Aktion würde nur die Homo-Klischees verfestigen, erklärte Joller: "Ich glaube, ich wurde Mr. Gay Denmark wegen meiner Botschaft. Diese Botschaft lautet, dass man stolz und glücklich mit sich selbst sein soll, egal ob man schwul, bisexuell, transsexuell oder was auch immer ist", erklärte Joller. Er wolle deshalb nicht ein "entwürdigendes" Klischee wie das Autowaschen in Badehosen bedienen: "Ich fühle mich nicht wohl mit sexuellen Anspielungen, die unsere Message aufs Spiel setzen." Er gratulierte jedoch auf seiner Facebook-Seite dem Sieger Michael Ortiz und für seine "wundervolle Botschaft".

Youtube | Die Kandidaten in Badehosen beim Finale


#1 thorium222Profil
  • 13.08.2012, 14:21hMr
  • An den dänischen Absager:
    Ich finde es sehr wichtig, dass Männer annehmen können, dass sie unter anderem auch eine Sexualobjekt sind und damit selbstbewusst umgehen können. Vor allem nordeuropäische Männer kranken daran und reagieren verunsichert oder gar feindseelig. Es ist ein Schritt in der männlichen Emanzipation weg von obskuren altertümlichen Wertvorstellungen, dass Männer gefälligst nicht schön zu sein und niemals zu weinen haben. Wenigstens homosexuelle Männer sollten da weiter sein und mit den Facetten der verschiedenen sexuellen Rollen, als Begehrter und Begehrender, reifer umgehen können.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 lucdfProfil
  • 13.08.2012, 15:35hköln
  • Der schönste Schwule bin ich, auch wenn das keiner weiß außer mir.
    Sind solche Wettbewerbe nicht ein bisschen dämlich?
  • Antworten » | Direktlink »
#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 13.08.2012, 15:45h
  • Spanien gewinnt vor Malta und Italien - hatte denn die Jury Tomaten auf den Augen? Der maltesische Kandidat wäre der würdigere Sieger gewesen und daß der Spanier die Onlineabstimmung gewonnen hat, bezweifle ich - am besten die Ergebnisse noch einmal auswerten, ob nicht ein Fehler vorliegt!
  • Antworten » | Direktlink »
#4 Leo GAnonym
  • 13.08.2012, 17:40h
  • Boah, die deutsche Vertretung ging aber auch gar nicht, was? Wer bitte trägt heute noch Goatie, außer die in Köln?!
    Ansonsten alle zu nackstschneckig und zu tuntiger Walk von vielen.

    A bissel angereift dürfte ein Mister Schwuler schoa sein, gell?
  • Antworten » | Direktlink »
#5 alexMucEhemaliges Profil
#6 Johannes1989Profil
  • 13.08.2012, 18:40hBonn
  • Antwort auf #4 von Leo G
  • Nichts gegen Köln - die Klner hielten sich noch vor 10n Jahren für die "Gay-metropole des Westens" ... oder "denn geilsten Arsch der Welt" ... erst als die meisten Schwulen, die es irgendwie realisieren konnten, weggezogen sind (selbst München oder Hamburg erschien da vielen verlockender) hat man diesen Anspruch aufgegeben - und wartet jetzt Karnevalslieder singend auf bessere Zeiten
  • Antworten » | Direktlink »
#7 Petrillo
  • 13.08.2012, 19:20h
  • Schade, dass sich die Jungs alle derart rasiert und geölt haben - zur Betonung der Muskeln mag das helfen, weshalb das ja auch von Bodybuildern gepflegt wird - aber zum einfach gut aussehen nur selten.
    Erotisch war das Defilée jedenfalls nicht!

    Da muss man dem Deutschen das Kompliment machen, dass er körperlich mit den jungen Nacktschnecken gut mithalten konnte - was die Gesichter angeht, hätte ich auch Frankreich und Griechenland weit vorne gesehen. Auf alle Fälle Südeuropa - und wo war eigentlich Portugal, die haben auch SEHR schöne Männer!?

    Witzig auch, dass man manche Tunten selbst erkennt, wenn sie nur eine Badehose tragen: der kleine Norweger schwebte ja selbst barfüssig den Catwalk entlang...
  • Antworten » | Direktlink »
#8 GF Pr von PrAnonym
  • 13.08.2012, 19:26h
  • Ich habe so gehofft, dass Steffen Seibert die Bundesrepublik wurdig reprasentieren wird. Dann ware unser heiliges Deutschland in der Tat uber alles gestanden. Mach die Hosen runter, Steffen,- ich will dich kussen!
  • Antworten » | Direktlink »
#9 David JacobAnonym
#10 qinqiAnonym
  • 14.08.2012, 10:01h
  • Antwort auf #1 von thorium222
  • na ja ob so ein "sexy car wash" aber ein reifer umgang ist? ich find das bei frauen auch immer leicht entwürdigend. und emanzipation sollte nicht bedeuten, dass alle die gleichen demütigungen erfahren dürfen, sondern dass sie niemand mehr erfahren muss. und von altertümlichen vorstellungen lässt sich im statement des dänen ja ebensowenig etwas herauslesen, wie dass er schöne und weinende männer ablehnt. für mich wäre der däne also gewinner des contests, weil er macht, was er für richtig hält
  • Antworten » | Direktlink »