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Die katholische Kirche beharrt darauf, dass Jesus keine lesbischen Erzieherinnen mag (Bild: tonystl / flickr / by-nd 2.0)

Weil sie lesbisch ist, verlängert ein katholischer Kindergarten in Neu-Ulm den Vertrag mit einer Erzieherin nicht - die Frau wurde vom Gemeindepfarrer zudem psychisch unter Druck gesetzt.

Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, wurde die 35-jährige Tanja Junginger über eine Zeitarbeitsfirma vor einem Jahr an den Kindergarten vermittelt. Die Erzieherin machte dabei ihre Homosexualität bei ihrem neuen Arbeitgeber publik. Weil die katholische Einrichtung damals keinen anderen Bewerber für den Posten gefunden hatte, akzeptierte der Kindergarten die Frau.

Nun zog die katholische Kirche aber die Reißleine und verlängert nicht den Vertrag, der zum 31. August 2012 ausläuft. Dazu sei Junginger auch zuvor von katholischen Geistlichen gemobbt worden, berichtet sie. So habe ihr der Gemeindepfarrer Markus M. eine "unnatürliche" Lebensweise vorgeworfen. Junginger musste wegen des psychischen Drucks krankgeschrieben werden. Sie ist überzeugt, dass sie ihren Job behalten hätte, wenn sie ihre Vorgesetzten Heterosexualität vorgegaukelt hätte.

Die Erzieherin hatte ihren Fall vor wenigen Wochen publik gemacht, nachdem ihr ein Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtes in Augsburg Mut gemacht hatte: Die Richter hatten zugunsten einer 39-jährigen lesbischen Erzieherin aus Neu-Ulm entschieden, die ebenfalls von ihrem katholischen Arbeitgeber wegen ihrer sexuellen Orientierung gefeuert worden war (queer.de berichtete). Zwar habe die Frau wegen ihrer Homosexualität einen Loyalitätsverstoß gegenüber ihrem Arbeitgeber begangen, allerdings wog nach Ansicht der Richter in diesem Fall der Mutterschutz schwerer. Junginger hatte gehofft, dass die Kirche nun ihren Fall anders bewertet. Vergeblich.

Ausnahmeregelung im Gleichbehandlungsgesetz

Die katholische Kirche hat derzeit das Recht, Schwule und Lesben und andere Gruppen zu diskriminieren, da für sie als religiöser Tendenzbetrieb Ausnahmeregelungen im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz gelten. Allerdings haben Richter immer wieder allzu willkürliche Kündigungen für ungültig erklärt. So gab das Bundesarbeitsgericht im vergangenen Jahr einem Düsseldorfer Chefarzt Recht, der wegen einer Wiederverheiratung gefeuert wurde (queer.de berichtete). Die Richter bemängelten unter anderem den Eingriff ins Privatleben als schwer wiegender als der begangene "Loyalitätsverstoß".

In nordrhein-westfälischen Königswinter feuerte die Kirche im März diesen Jahres eine Erzieherin, weil sie sich scheiden gelassen hatte und eine neue Partnerschaft einging. Wegen dieses diskriminierenden Vorfalls hat die Stadt Königswinter den Kindergartenvertrag mit dem Erzbistum Köln gekündigt. Daher erhält diese Einrichtung keine Steuergelder mehr.

Innerhalb der katholischen Kirche gibt es allerdings Auseinandersetzungen, ob die Diskriminierung von sexuellen Minderheiten oder Geschiedenen noch zeitgemäß ist. So erklärte Uwe Renz, der Pressesprecher der Diözese Rottenburg-Stuttgart: "Eine homosexuelle Prägung kann kein Grund für eine Einstellung, Nichteinstellung oder Entlassung sein." Allerdings beharrt die Kirche aufgrund der grundgesetzlich garantierten Selbstbestimmung darauf, Minderheiten aufgrund ihrer Bibel-Interpretation diskriminieren zu dürfen. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 13.08.2012, 15:48h
  • Ich fordere nochmals ausdrücklich, die Ausnahmen für die Kirchen im Antidiskriminierungsgesetz AGG unverzüglich zu eliminieren! Die Katholische Kirch überspannt den Bogen jedesmal mehr und mehr und es wird Zeit, daß dem ein Riegel vorgeschoben wird!
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#2 FelixAnonym
  • 13.08.2012, 15:52h
  • Wie kann man Menschen hassen und diskriminieren, weil diese lieben?

    Was ist an Liebe so schlimm?

    Liebe statt Hass!
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#3 David77Anonym
  • 13.08.2012, 18:05h
  • "Dazu sei Junginger auch zuvor von katholischen Geistlichen gemobbt worden, berichtet sie. So habe ihr der Gemeindepfarrer Markus M. eine "unnatürliche" Lebensweise vorgeworfen."

    Wer Wind sät wird Sturm ernten... mal sehen wie lange es dauert bis Markus M. selber erfährt, wie es ist als "unnatürlich lebend" gemobbt zu werden...
    Gerade bei der derzeitigen Debatte um das Ehegattensplitting, Stichwort "Beitrag zur Erhaltung der Geburtenrate" etc... sollte man doch mal das Zölibat in den Ring schmeissen...
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#4 kirchenfeindlichAnonym
#5 alexander
  • 13.08.2012, 21:41h
  • in der bibel steht doch auch : aug um auge, zahn um zahn !!!
    wenn wir schon so bibeltreu ???? leben sollen, dann sollte genau das bei dem pfaffen markus m. angewandt werden !!!
    oder gibt es in NEU-ULM auch nur schwule weicheier, die sich nicht trauen, diesem popen die hölle heiss zu machen ???
    mobbing können wir auch betreiben, diese brüder verstehen nur die eigene sprache, wie die erfahrung zeigt !
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#6 stephan
  • 14.08.2012, 01:58h
  • Weg mit den Sondergesetzen für Kirchen und sog. religiöse Gemeinschaften. Es ist nicht einzusehen, weshalb geistige Verwirrtheit Organisationen das Recht gibt, die üblichen Rechte zu beschneiden und deshalb dürfen sie nicht Körperschaften öffentlichen Rechts mehr sein.

    Und dann bitte gleich den ganzen Dreck wegräumen:
    - Keinen Kirchensteuereinzug durch den Staat mehr,
    - Keine Beschneidungen von Minderjährigen,
    - Keine Lärmverursachung (Läuten) Emissionsschutzgesetz etc.
    - Keine Sondergenehmigungen zum Schächten von Tieren,
    - Gleichberechtigung von Frauen einführen, ansonsten wegen Verfassungswiderigkeit verbieten,
    ...

    Wie lange wollen wir uns und die anderen Wesen auf diesem Planeten von Trägern verschrobener Gedanken noch terrorisieren lassen?
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#7 MenschenhassAnonym
  • 14.08.2012, 07:05h
  • Antwort auf #4 von kirchenfeindlich
  • Hallo Herr Kirchenfeindlich.

    Ich zitiere Felix:

    "Wie kann man Menschen hassen und diskriminieren, weil diese lieben?
    Was ist an Liebe so schlimm?
    Liebe statt Hass!"

    Was bitte hat Pädophilie mit Lesbischen Erzieherinen zu tun ? Was hat Pädophilie mit Mißbrauch zu tun ?
    Und vor allem, wieso kommt man bei JEDEM Kirchen-Thema immer wieder mit den Pädos ?
    Und vor allem, was ist überhaupt DER PÄDO ?!
    Gibt es DEN PÄDO wirklich ? - oder kann es sein, dass diese Menschen ebenso vielfältig sind ?

    Also bitte ! - Gerade im Angesicht der Verfolgung von DEN SCHWULEN in der traurigen Vergangenheit - Mach nicht den gleichen Fehler !

    Die sexualfeindliche Einstellung der Kirchen ist auch die Ursache für dieses ewige DER PÄDO...
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#8 David77Anonym
#9 kirchenfeindlichAnonym
  • 14.08.2012, 08:30h
  • Antwort auf #7 von Menschenhass
  • Getroffen!

    Habe ich etwa in ein Wespennest gestochen?

    Hoere dir erst die Videos an und dann fass dich an deiner eigenen Nase.
    Was ist an dem Pfaffen an Liebe?
    Es ist eindeutig der Missbrauch von Schutzbefohlenen.

    Die Kirche hat in über 2000 Jahren der Bevölkerung so viel an Unrecht zugemutet und Unrecht getan und mischt sich noch immer in die Angelegenheiten anderer Menschen. (s. ursprünglicher Artikel!)

    Herr/Frau Menschenhass, das Thema Kirche ist fast unerschoepflich, aber ich kann dich beruhigen, irgendwann wird es kein Thema mehr sein. Auch sie geht den Weg alles irdischen: Wie sagen ihre Vasallen so schön:
    Erde zu Erde, Staub zu Staub, Asche zu Asche!

    Schönen Tag noch

    Herr/Frau kirchenfeindlich
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#10 kirchenfeindlichAnonym
  • 14.08.2012, 08:39h
  • Antwort auf #8 von David77
  • Danke dir für die Links.

    Auf dem Foto ist Mattes vorne zweiter von links zu sehen, dem platzen die sexuellen Begierden schon von weitem durch die Knopflöcher.

    Anbei eine kleine Ergänzung:

    Markus Mattes:

    stadtpfarrer.mattes@st-johann-neu-ulm.de

    Wir können auch mobben! yes we can!
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