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  • 13.08.2012           1      Teilen:   |

Debatte

Australien: Ehe-Öffnung in zwei Bundesstaaten?

Jay Weatherill, der Regierungschef von South Australia, spricht sich für die Gleichstellung im Eherecht aus
Jay Weatherill, der Regierungschef von South Australia, spricht sich für die Gleichstellung im Eherecht aus

In Australien hat sich binnen einer Woche der zweite Regierungschef eines Bundesstaates für die Öffnung der Ehe ausgesprochen.

Jay Weatherill, der Premierminister von South Australia, hat am Samstag bei einer Demo für die Ehe-Öffnung erklärt, er unterstütze einen entsprechenden Antrag der grünen Fraktion. Der Politiker der sozialdemokratischen Labor-Partei sagte: "Die Menschen sollten ein Recht haben, ihre eigene Identität zu leben." Eine Woche zuvor hatte die tasmanische Premierministerin Lara Giddings als erste australische Regierungschefin die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben befürwortet (queer.de berichtete).

Allerdings lehnt die größte Oppositionspartei, die konservative Liberal Party, die Öffnung der Ehe ebenso ab wie die australische Premierministerin Julia Gillard von der Labor-Partei. Innerhalb ihrer Partei ist bereits ein Streit um die Ehe-Öffnung entbrannt: Ein Parteitag hatte bereits im Dezember 2011 entschieden, den Fraktionszwang im Bundesparlament in der Frage der Ehe-Öffnung aufzuheben. Da Labor aber nur über eine knappe Mehrheit verfügt und die Liberalen die Aufhebung des Fraktionszwanges ablehnen, hat die Ehe-Öffnung derzeit auf Bundesebene keine Chance.

Es ist unklar, ob einzelne Bundesstaaten das Recht haben, die Ehe-Öffnung ohne Zustimmung des Bundes durchzuführen. Derzeit bieten fünf von sechs Bundesstaaten eingetragene Partnerschaften mit beschränkten Rechten für Schwule und Lesben an. (dk)

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Tags: homo-ehe, australien, jay weatherill
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Reaktionen zu "Australien: Ehe-Öffnung in zwei Bundesstaaten?"


 1 User-Kommentar
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Die ersten:   
#1
13.08.2012
15:55:18


(0, 0 Vote)

Von Felix


Schade, dass es nicht in ganz Australien der Fall ist, aber besser in zwei Bundesstaaten als nirgends.

Dann ziehen die anderen früher oder später auch nach.

Wollen wir hoffen, dass es klappt.


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