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  • 14.08.2012           8      Teilen:   |

Zuhälter-Mord: Achteinhalb Jahre Haft für Callboys gefordert

Den beiden Angeklagten droht eine lange Zeit hinter Gittern: Wachturm der JVA Celle - Quelle: Wiki Commons / Hundehalter / CC-BY-SA-3.0
Den beiden Angeklagten droht eine lange Zeit hinter Gittern: Wachturm der JVA Celle (Bild: Wiki Commons / Hundehalter / CC-BY-SA-3.0)

In Berliner Prozess gegen zwei schwule Callboys, die ihren Zuhälter umgebracht haben sollen, forderte die Staatsanwaltschaft am Montag je achteinhalb Jahre Jugendstrafe wegen Mordes. Die Anwälte der Angeklagten plädierten dagegen auf Totschlag. Das Urteil soll am kommenden Montag verkündet werden.

Den beiden Angeklagten Jokubas S. (19) und Sergejus A. (20) wird vorgeworfen, in der Nacht zum 1. November 2011 ihren Zuhälter Renaldas D. (37) in dessen Wohnung in Berlin-Tempelhof ermordet haben (queer.de berichtete). Die aus Litauen stammenden Männer hatten für ihren Landsmann Renaldas als Callboys gearbeitet. Den Mord, den sie bereits eingestanden haben, hätten sie aus Verzweiflung begangen. Vor Gericht sagten sie aus, sie seien von ihrem Zuhälter täglich sexuell genötigt und drangsaliert worden.

Fortsetzung nach Anzeige


Staatsanwältin: Keine ausweglose Zwangslage

"Er war ein übler Zeitgenosse, aber das rechtfertigt nicht seine Tötung", erklärte die Staatsanwältin in ihrem Plädoyer. Auch hätten sich die Angeklagten nicht in einer ausweglosen Zwangslage befunden. Es gebe keine Hinweise auf eine sklavenartige Behandlung. Die beiden jungen Männer seien zwar ausgenutzt worden, hätten sich aber bewusst in die Hände des Zuhälters begeben. Sie seien nicht eingesperrt gewesen und hätten jederzeit gehen können, so die Anklägerin.

Der Prozess in Berlin erregte bundesweite Schlagzeilen vor allem in der Boulevardpresse, weil einer der Angeklagten mit dem NDR-Moderator Frank Breuner verlobt ist. Der Journalist hatte einst die Dienstleistungen von Jokubas S. in Anspruch genommen und sich dann in ihn verliebt. Nach der Tat und seiner Flucht konnte er den mutmaßlichen Mörder davon überzeugen, sich der Polizei zu stellen. Der Sender hatte sich daraufhin hinter Breuner gestellt: "Seine persönlichen Angelegenheiten sind seine Sache - wir haben keine Veranlassung, uns dazu zu äußern", so NDR-Sprecherin Iris Bents (queer.de berichtete).

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Tags: zuhälter, callboy, mord, frank breuner
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Reaktionen zu "Zuhälter-Mord: Achteinhalb Jahre Haft für Callboys gefordert"


 8 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
14.08.2012
11:34:42


(+5, 5 Votes)

Von VolumePro
Aus Mönchengladbach (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 23.06.2008


Was denen im Gefängnis bevorstehen wird, kann man sich gar nicht ausmalen.
Die anderen Inhaftierten werden das schon mitbekommen, wer da mit denen zusammen absitzt.


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#2
14.08.2012
11:56:07


(-2, 4 Votes)

Von Medman


Ich denke mit 81/2 Jahren kommen die noch ganz gut weg. Ehrlich finde ich das für einen Mord einfach zu wenig - da sie sich ja anscheinend relativ frei bewegen konnten, wäre es ein leichtes gewesen zur Polizei zu gehen. Es hätte zwar bedeutet zurück in das Heimatland zu müssen, aber Litauen ist in der EU und hat somit ähnliche Antidiskrimminierungsgesetze wie wir hier in Deutschland. Klar ist ein katholisch geprägtes Land in Osteuropa nicht gerade das Wunschland für Homosexuelle. Wer sich freiwillig in die Hände eines Zuhälters begibt ist selbst schuld. Einen Mord im Sinne von Notwehr oder keinen anderen Ausweg sehen rechtfertigt die Gesamtsituation wohl nicht.


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#3
14.08.2012
12:44:57


(0, 4 Votes)

Von stromboli
Aus berlin (Berlin)
Mitglied seit 01.05.2008
Antwort zu Kommentar #1 von VolumePro


ich hoffe du hattest dein fewa-wisch- und- weg tuch zur hand beim schreiben...


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#4
14.08.2012
13:53:25


(+1, 1 Vote)

Von Cimy


Ja so ist das wenn es jetzt 2 Frauen gewesen wären dann würde es heissen die armen Frauen hatte ja kein anderen ausweg gesehen und konnten sich ja nicht helfen ...

Wenn es zwei typen sind heisst es hätten ja gehen können ......

ein hoch auf die gleich berechtigung


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#5
14.08.2012
14:16:48


(0, 4 Votes)

Von papahem
Aus Wien (Österreich)
Mitglied seit 10.08.2012


Was ich an der Berichtreihe zu diesem verbrechen nicht verstehen kann, ist die ständige Erwähnung des Bekannschaftsverhältnisses von einem der Täter. Das hat doch zur Tat selbst absolut keine Relevanz.

Dass BILD und RTL auf solchen Nebenschauplätzen herumreiten, bis der Gaul unter ihnen krepiert, ist klar, das ist auch deren erklärter Auftrag: Unterhalten, bis das Objekt der Unterhaltung verreckt ist und/oder nichts mehr hergibt.

Meinem Bauchgefühl nach sollte man den erwähnten Moderator in der Berichterstattung zu diesem Verbrechen komplett außen vor lassen; die Hinzufügung dieses Bekanntschaftsdetails bereichert die Berichterstattung um keine wesentlichen Fakten.


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#6
14.08.2012
14:30:45


(0, 2 Votes)

Von GF Pr von Pr


Dass Jokubas S. am 7. Juli im Gefangnis brutal zusammengeschlagen wurde und ins Krankenhaus gelang, interessiert - doch naturlich - keine Nachrichtenagentur. Nur ob ein sich verliebter Schwuler eine Sendung im Regionalsender moderieren kann. Der Selbstmord von einem von ihnen, oder noch besser - von beiden Verliebten, konnte schon Schlagzeilen fur einen Tag machen, mehr aber auch nicht. Genug als Warnung eben - fur die, die in einer Heterowelt leben und lieben etwas anders wagen.


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#7
14.08.2012
15:26:58


(0, 0 Vote)

Von Justizia


Ich fordere Freispruch und plädiere auf Notwehr!


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#8
14.08.2012
15:30:24


(+1, 1 Vote)

Von Rechtsgelehrter
Antwort zu Kommentar #2 von Medman


Die Beiden hätten zu keiner Zeit nacht Litauen zurück gemusst. Beide sind Unionsbürger und haben somit ein uneingeschränktes Aufenthaltsrecht in Deutschland.

Auch haben sie hier eine ständige Arbeitserlaubnis. Sie hätten somit sofort Leistungen nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (im Volksmund "Hartz IV" genannt) erhalten.


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