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Britisches Containerleben

Transsexueller gewinnt "Big Brother"


Luke freut sich mit seiner Ehefrau über 50.000 Pfund (Bild: Channel Five)

In Großbritannien hat mit Luke Anderson zum zweiten Mal ein Transsexueller die Spielshow "Big Brother" gewonnen.

Der 31-jährige Koch aus Wales wurde am Montagabend von den Zuschauern der Fernsehsendung zum Sieger gewählt und hat damit 50.000 Pfund (64.000 Euro) Preisgeld gewonnen. Die Sendung läuft in Großbritannien bereits in der 13. Staffel und verfolgte die 17 Teilnehmer insgesamt 70 Tage lang auf Schritt und Tritt.

Der in Südafrika geborene Luke hat sich gleich am ersten Tag gegenüber seinen Mitbewohnern geoutet. Der frisch vermählte Kandidat erklärte damals: "Ich bin eine biologische Frau. Ich hatte eine Brustoperation, aber bislang nicht die andere. Wenn Ihr mich je was über das Thema fragen wollt, macht das ruhig. Das ist cool." Auf die Frage seiner verwirrten Mitbewohnerin Lydia, ob er ein Hermaphrodit sei, antwortete er lässig: "Nein, ich bin transsexuell. Ich habe es sehr lange zurückgedrängt, weil ich meine Eltern nicht aufregen wollte. In meinem Gehirn bin ich aber ein Mann."

Youtube | Lukes Profil bei "Big Brother"

Das Thema Transsexualität wurde während der Show nur am Rande erwähnt. So war es Luke wegen seiner Narben peinlich, bei Whirlpoolpartys mitzumachen. In einer Sendung bezeichnete die 20-jährige Caroline Luke zudem als Frau, was zu teils heftigen Reaktionen von Zuschauern führte. Sie wurde kurze Zeit später aus dem Haus hinausgewählt.

Damit hat bereits zum zweiten Mal eine transsexuelle Person bei "Big Brother UK" gewonnen. Vor acht Jahren konnte bereits die damals 27-jährige Nadia aus Surrey den Wettbewerb für sich entscheiden (queer.de berichtete). Damals begleitete die Boulevardpresse noch mit Enthüllungsgeschichten die transsexuelle Kandidatin, während es in dieser Staffel weitgehend ruhig blieb. Das wird auch in den Einschaltquoten deutlich. So war Staffel fünf, in der Nadia gewonnen hatte, mit durchschnittlich 5,1 Millionen Zuschauern bislang die erfolgreichste - in der Spitze sahen über zehn Millionen Briten dem Geschehen im Container zu, das damals noch im Hauptprogramm von Channel Four lief. Die jetzige Staffel schaffte es beim traditionell quotenschwachen Channel Five dagegen nur auf eine durchschnittliche Zuschauerzahl von 1,6 Millionen, hatte aber mit den Olympischen Spielen in London eine starke Konkurrenz. (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 14.08.2012, 15:25h
  • Eigenartig, daß die Briten trotz Olympischer Spiele in London noch Zeit für Trash-TV hatten!
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#2 HastiAnonym
#3 bügelköppAnonym