Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 14.08.2012           30      Teilen:   |

Tiere = Schwule

Schwuler PETA-Vizepräsident kritisiert Lady Gaga

Ob das Ding um Lady Gaga auch mal ein Tier war? - Quelle: Wiki Commons / Sricsi / CC-BY-2.0
Ob das Ding um Lady Gaga auch mal ein Tier war? (Bild: Wiki Commons / Sricsi / CC-BY-2.0)

PETA-Vizepräsident Dan Mathews bezeichnet sich selbst als "schwulen Fan" von Lady Gaga. Er ist jetzt aber sauer auf die Sängerin, weil sie in Pelzmänteln abgelichtet wurde – und Tiere wie Schwule unterdrückt werden würden.

In einem offenen Brief beschuldigt Mathews die 26-jährige Künstlerin, das Versprechen gebrochen zu haben, nie wieder Pelz zu tragen. Er berief sich dabei auf einen Fernsehauftritt der Sängerin aus dem Jahr 2009, in dem sie der Moderatorin Ellen DeGeneres gesagt hatte: "Ich hasse Pelz und ziehe das nicht an".

"Viele deiner schwulen Fans, unter ihnen auch ich, haben dich lange bewundert dafür, was du Ellen gesagt hast", schreibt Mathews. Bei einer Internetsuche hat er aber mehrere Bilder gefunden, die Gaga in edlen Pelzen zeigen: "Diese Fotos, die dich in Fuchs und Hasen oder mit dem Kadaver eines Wolfes zeigen, scheinen anzudeuten, dass du unter Gedächtnisschwund leidest".

Fortsetzung nach Anzeige


PETA: Tiere werden wie Schwule diskriminiert

PETA-Vizechef Dan Mathews belegte 2007 im US-Schwulenmagazin "Out" Platz 37 der 50 mächtigsten homosexuellen Männer und Frauen in Amerika - Quelle: Wiki Commons / David Shankbone / CC-BY-1.2
PETA-Vizechef Dan Mathews belegte 2007 im US-Schwulenmagazin "Out" Platz 37 der 50 mächtigsten homosexuellen Männer und Frauen in Amerika (Bild: Wiki Commons / David Shankbone / CC-BY-1.2)

Unter Schwulen seien besonders viele Tierschutzaktivisten, so Mathews weiter. Das habe einen Grund: "Wir erkennen an, dass die gleiche Arroganz und Gleichgültigkeit, die manche gegenüber dem Leiden von Tieren an den Tag legen, auch gegen uns gerichtet ist wegen unserer Orientierung." Daher engagiere sich PETA auch bei CSDs und bei den Protesten gegen die Fastfood-Kette Chick-fil-A.

PETA hat bereits in der Vergangenheit mit gewagten Vergleichen für Aufregung gesorgt: So geriet die amerikanische Tierschutzorganisation 2004 in Deutschland mit einer Werbekampagne in Verruf, in der die Massentierhaltung von Hühnern mit der Behandlung von Juden in Konzentrationslagern verglichen wurde. Jüdische Organisationen warfen den Tierschützern daraufhin eine Relativierung des Holocausts vor, mehrere deutsche Gerichte untersagten die Werbeaktion.

Vegetarische Aktivisten haben sich bereits 2010 über Lady Gaga empört, weil bei den MTV Video Music Awards ein aus rohen Steaks bestehendes Kleid getragen hatte. (dk)

Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 30 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 13                  
Service: | pdf | mailen
Tags: lady gaga, peta, pelz
Schwerpunkt:
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

Reaktionen zu "Schwuler PETA-Vizepräsident kritisiert Lady Gaga"


 30 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
14.08.2012
18:49:56


(-4, 8 Votes)

Von Jeff


Auch wenn PETA natürlich bekannt dafür ist, mit schlecht platzierten Vergleichen ins Fettnäpfchen zu treten, so Unrecht haben sie hier leider nicht.

Hinter dieser Aussage würden wohl auch einige Soziolog_innen und Psycholog_innen stehen, wenn sie auch andere Worte wählen würden.

Tatsächlich gibt es soziologische Untersuchungen, die zeigen, dass die Art und Weise, wie wir andere Tiere behandeln und unterdrücken (Speziesismus genannt) die Basisfolie bildet für menschliche Diskriminierungen, wie Rassismus, Sexismus und auch Homophobie. Viele erkennen das leider nicht, was ja auch normal ist, sonst würden die meisten wohl schon lange vegetarisch oder vegan leben. Es gibt ein wunderbares Zitat vom deutschen Soziologen und Philosophen Theodor W. Adorno zu den Verbindungen von menschlichen Diskriminierungen mit der Unterdrückung von anderen Tieren:
„Vielleicht ist der gesellschaftliche Schematismus bei der Wahrnehmung bei den Antisemiten so geartet, dass sie die Juden überhaupt nicht als Menschen sehen. Die stets wieder begegnende Aussage, Wilde, Schwarze, Japaner glichen Tieren, etwa Affen, enthält bereits den Schlüssel zum Pogrom. Über dessen Möglichkeit wird entschieden in dem Augenblick, in dem das Auge eines tödlich verwundeten Tiers den Menschen trifft. Der Trotz, mit dem er dieses Bild von sich schiebt – ‚es ist ja bloß ein Tier’ –, wiederholt sich unaufhaltsam in den Grausamkeiten an Menschen, in denen die Täter das ‚Nur ein Tier’ immer wieder sich bestätigen müssen, weil sie es schon am Tier nie ganz glauben konnten.“

Zudem ist der Holocaust-Vergleich natürlich vor allem in Deutschland extrem heikel und ein riesengroßes Tabu. Das ist schade. Wir sollten offen darüber reden können ohne gleich dumpfsinnig alles mit der Massenvernichtung in Nazi-Deutschland vergleichen zu müssen. Aber Tatsache ist, dass Hitler sich die Baupläne für die Konzentrationslager von amerikanischen Massentierhaltungsbetrieben abgeschaut hat.

Doch das Thema ist äußerst komplex. Ich empfehle zur Lektüre folgenden Artikel:

Link zu www.jeffmannes.blogspot.com


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
14.08.2012
19:01:21


(+3, 7 Votes)

Von Bauer Huber
Antwort zu Kommentar #1 von Jeff


Unsere Tiere können zum Arzt!

Bei den Männern gab es laut BKK-Verband einen Zuwachs der Krankschreibungen wegen psychischer Leiden um 20 Prozent, bei Frauen um 18 Prozent.

Link zu www.spiegel.de


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#3
14.08.2012
19:08:05


(+4, 8 Votes)

Von jochen
Aus münchen (Bayern)
Mitglied seit 03.05.2008


Ich , als Schwuler , würde niemanden wg. Pelztragens öffentlich so angehen, wenn jemand sich schon in der Vergangenheit engagiert für die Rechte Homosexueller eingesetzt hat wie Lady Gaga. Ich finde die Reaktion des schwulen Matthews menschlich gesehen total übertrieben und "over the top". Als PETA Vize-Chef ist es seine Aufgabe , für den er bezahlt wird, Pelze tragen öffentliclh zu verurteilen.

Den Vergleich mit der Behandlung von Tieren und Homosexuellen finde ich nicht gelungen.

Obwohl ich das Tragen von Pelzen auch nicht gutheisse, wirkt auf mich die Aufregung von Matthews eher professionell konstruiert und bemüht.

Alles etwas "over the top".


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#4
14.08.2012
19:24:07


(+1, 7 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Die Kritik ist berechtigt und ich erinnere da an die Kampagne "Lieber nackt als Pelz", für die sich auch zahlreiche Promis engagiert haben! Vielleicht wäre es gut, die zu "reanimieren"!

PETA ist eine gute Organisation, wenn die nicht ständig die Nichtvegetarier und -veganer ständig diskriminieren würden!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#5
14.08.2012
19:36:38


(+3, 5 Votes)
 
#6
14.08.2012
21:24:24


(+2, 4 Votes)

Von RealTruth
Antwort zu Kommentar #3 von jochen


“würde niemanden wg. Pelztragens öffentlich so angehen"

ich auch nicht. vor allem, wenn ich das essen meines steaks dafür unterbrechen müsste.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#7
14.08.2012
22:37:01


(+1, 3 Votes)

Von alexander
Profil nur für angemeldete User sichtbar


es ist wie immer mit sektierern !
ich liebe pelz und esse auch gerne fleisch, auch wenn mir die armen viecherln leid tun !
natürlich muss man nicht pelze von seltenen tieren tragen, aber "häute von tieren die ohnehin geschlachtet werden", sollten da ein kleineres übel sein ! dann dürfte auch keiner mehr leder tragen ???


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#8
14.08.2012
23:33:06


(+2, 4 Votes)

Von GoGaga


Lassen wir Gaga mal die ollen Pelze.
Und nehmen wir zur Kenntnis das sie die einzige derart populäre Künstlerin dieser Welt ist die sich sooo engagiert für unsere Rechte einsetzt.

Für Tiere, ma ehrlich, tun das doch sooooo viele Leute.

Für Gleichberechtigung und gegen Hass und Mobbing nicht.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#9
15.08.2012
07:42:35


(+3, 3 Votes)

Von sanscapote
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Dass Tiere ein tierwuerdiges Leben braucht wie Menschen ein menschenwuerdiges, ist verstaendlich, odrrrrr?

Ich komme viel auf Bauernhoefen herum - schon allein beruflich. In den vielen Jahren habe ich bei all den Bauern, die eine betriebswirtschaftliche Ausbildung hatten nur die Betriebswirtschaftlichkeit im Vordergrund gesehen. Auch in den Nicht-Euro-Laendern. Die Tiere galten nur so viel, so viel sie leisten konnten. Typische "Leistungsgesellschaft" in der Rinder-, Schweine- Gefluegelhaltung. Trotz Fortbildungen nahm das gewohnheitsgemaesse Denken und Handeln (wie von den Vorbildern uebernommen) wieder ueberhand.

Dennoch ist jegliche Form von Fanatismus der falsche Weg!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#10
15.08.2012
10:11:33


(-4, 4 Votes)

Von Mariposa


Klar, daß sich hier einige auf den Schlips getreten fühlen, weil Ihre Göttin kritisiert wird. Tstststs....

Meiner Meinung hat Matthew vollkommen Recht !!! Eine "Schwulenikone" im Pelzmantel ist für mich absolut inakzeptabel - Lady Gaga sollte sich schämen, Tiermord zu propagieren. Vor allem, weil sie es früher immer abgelehnt hat. Unabhängig davon war die Dame eh noch nie mein Fall.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
« zurück  123  vor »


 BOULEVARD - INTERNATIONAL

Top-Links (Werbung)

 BOULEVARD



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
Niederlande: Kommission empfiehlt bis zu vier Eltern pro Kind Israel: Gleichstellung ausländischer Homo-Partner geplant Tag der Menschenrechte: EKD wirbt für LGBTI-Gleichbehandlung Die Poesie der ersten schwulen Liebe
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt