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Mahnwache gegen homophobe Gewalt (2010)

Künftig wird eine Spezialabteilung in Berlin homophobe Straftaten gesondert bearbeiten - Opfer von Gewalt erhalten mit Oberstaatsanwältin Ines Karl eine Ansprechpartnerin.

Justizsenator Thomas Heilmann (CDU) hat am Dienstag die Pläne zum Kampf gegen Homophobie vorgestellt. Er ernannte Karl zur ersten Ansprechpartnerin für gleichgeschlechtliche Lebensweisen bei der Staatsanwaltschaft. Das sei für Betroffene ein "Signal des Vertrauens in den Rechtsstaat", erklärte der Senator. Karl soll künftig nicht nur Beschwerden und Anzeigen entgegen nehmen, sondern Kontakte zur Polizei oder zu Hilfsorganisationen herstellen. Damit soll es Opfern einfacher gemacht werden, ihre Peniger anzuzeigen.

Dem schwulen Anti-Gewalt-Projekt Maneo wurden 2011 über 400 Fälle von homophober Gewalt gemeldet (queer.de berichtete). Die Aktivisten gehen allerdings von einer hohen Dunkelziffer aus. Bis zu 90 Prozent aller homophoben Gewalttaten würden nicht gemeldet werden, glauben Maneo und die Berliner Polizei. Deshalb sei die Stadt Berlin gefordert, erklärte die neue Ansprechpartnerin Ines Karl.

Zukünftig will die Stadt zudem die Straftaten aus homophoben Motiven gesondert erfassen. Darum würden sich neben anderen Delikten ein Oberstaatsanwalt und sechs Dezernenten kümmern.

Ziel: "Gesellschaftliche Ächtung" homophober Gewalt

"Wir begrüßen das öffentliche Interesse an der Verfolgung homophober Straftaten. Wir setzen damit ein wichtiges Zeichen der gesellschaftlichen Ächtung jeder Form von Hasskriminalität", erklärte CDU-Vizefraktionschef Stefan Evers. Die neue Ansprechpartnerin werde künftig "einen wertvollen Beitrag leisten, das Bewusstsein für den Schutz sexueller Minderheiten zu schärfen".

Im Koalitionsvertrag der rot-schwarzen Regierung haben sich die Partner unter Führung des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit (SPD) auf einen Ausbau der Projekte gegen Homophobie geeinigt (queer.de berichtete). (dk)

Opfer homophober Gewalt können das Büro der neuen Ansprechpartnerin unter Tel. (030) 90 14 26 97 oder per E-Mail unter lsbt@sta.berlin.de erreichen. Bei der Polizei gibt es bereits Ansprechpartner für gleichgeschlechtliche Lebensweisen (Mehr Infos hier).



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