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Channing Tatum als "Magic Mike": Der Film basiert auf seinen eigenen Erinnerungen (Bild: Warner Bros. Pictures)

Ab Donnerstag startet der Stripper-Film "Magic Mike" im Kino. Im Interview mit queer.de erzählt Hauptdarsteller Channing Tatum, warum er einst auch im wahren Leben die Hüllen fallen ließ.

Von Peter Fuchs

Er war jung und brauchte das Geld. Bei seinen ersten Erfahrungen im Showbiz trug Filmbeau Channing Tatum nur Socken und String-Tanga. Er strippte in Florida für die "Chippendales". Ein Skandal? Nein, der heute 32-jährige Schauspieler verheimlicht seine Vergangenheit nicht. Das Drehbuch zum aktuellen Film "Magic Mike" basiert sogar auf seinen Erinnerungen aus dieser Zeit.

Damit schließt sich ein Kreis. Channing Tatum, der in seiner Karriere wohl häufig wegen seines guten Aussehens besetzt wurde, spielt nun unter Top-Regisseur Steven Soderbergh einen Charakter mit Tiefgang. Dass er dabei trotzdem noch viel nackte Haut zeigt, schadet dem Film sicher nicht. Humorvoll und direkt beantwortet Channing Tatum unsere Fragen im "Bayerischen Hof" in München. Und beweist elegant nebenbei, dass ein Mann im Anzug mit einem charmanten Lächeln sich gar nicht ausziehen muss, um sexy zu sein.


Sieht auch angezogen gut aus: Sein Schauspieldebüt hatte Tatum 2004 in einer Folge von "CSI: Miami" (Bild: discutivo / flickr / by-sa 2.0)

Warum haben Sie gestrippt?

Ich war 18 Jahre alt und pleite, da kam das Angebot zum Strippen genau richtig. Darauf bin zwar nicht übermäßig stolz, aber ich schäme mich auch nicht dafür.

War auch eine Stange im Spiel?

(lacht) Nein, alles ohne Stange. Aber ich musste dafür richtig tanzen können, bestimmte Moves und Hip-Hop-Skits drauf haben. Mein erster Auftritt war bizarr. Ich tänzelte als Pfadfinder vor das Publikum und trällerte (singt) "Hello father, hello mother, here I am at Camp Granada". Ja, so albern ist das. Und soll es auch sein, denn die Frauen im Publikum schauen nicht lüstern, sondern wollen lachen.

Wo bleibt dann die Erotik?

Frauen suchen nicht die sexuelle Erregung oder Befriedigung, es geht um Unterhaltung. Das ist anders als bei Männern, die mehr so auf "Uh Uh" drauf sind, also etwas - nun ja - fleischlicher. Frauen wollen Spaß haben und erwarten von einem männlichen Stripper auch, dass er sie heftig in Verlegenheit bringt. Aber danach verwandeln sie sich in wilde Tiere. Sobald die Türen geschlossen sind, geht es los: Kreisch! Sie fetzen dir alles vom Leib, jegliche Zurückhaltung geht verloren. Strippen sollte man nicht zu seinem Hauptberuf machen, aber ich empfehle jedem Mann, es zu probieren, allein schon um sich in Demut zu üben.


Anders als seine Kollegen hat Channing Tatum nur vor Frauen gestrippt (Bild: Warner Bros. Pictures)

Tanzten Sie auch vor schwulen Männern?

Nein, Kollegen von mir machten das. Bei mir kam es nie dazu.

Schade... Was sagten Ihre Eltern zu diesem Job?

Die wussten damals nichts davon. Mir war klar, dass sie das nicht gutheißen würden. Ich war jung und sehr stolz, ich wollte auch kein Geld von meinen Eltern nehmen.

Verdienten Sie viel als Stripper?

Es gab so an die 150 Dollar pro Abend, was damals viel Geld für mich war. Und es waren auch nur eineinhalb Stunden Arbeit.

Was haben Sie damals für die Schauspielerei gelernt?

Strippen war wohl das erste Mal, dass ich etwas vor Publikum aufgeführt habe. Mitglied einer Theatergruppe in der High School war ich nie. Ich bekam eine positive Einstellung dazu, mich zu exponieren. Es gefiel mir, auf der Bühne etwas zu machen und eine Reaktion darauf zu erhalten.

Fühlten Sie sich nicht als Objekt behandelt?

Das gehört wohl auch zum Beruf des Schauspielers dazu, ich denke, es ist sogar Teil des Lebens. Jeder betrachtet dich und beurteilt dich. Deshalb bewundere ich auch alle, die diesen Beruf ausüben. Wir sind dabei die meiste Zeit nackt, jetzt zur Abwechslung mal metaphorisch gesprochen. Wir tun es aber nicht aus Anmaßung oder weil wir zeigen wollen, wie cool wir sind. Jedes Mal, wenn da einer raus auf eine Bühne geht oder vor eine Kamera tritt, dann heißt das auch immer "Bitte, habt mich lieb".

Youtube | Offizieller deutscher Trailer zum Film
Infos zum Film

Magic Mike, Spielfilm , USA 2012, Regie: Steven Soderbergh. Darsteller:; Channing Tatum, Alex Pettyfer, Matthew McConaughey, Matt Bomer, Joe Manganiello u.v.m., Kinostart: 16. August 2012


#1 Leo GAnonym
  • 15.08.2012, 17:49h
  • Apropos Strippen. Im neuen Playboy strippt Lafee. Knackige 21. Ich hab mir nur einmal im leben vor Jaaaahren einen Playboy gekauft. Aber jetzt würds wieder passen.

    Channing Tatum kannte ich nicht. Zu übertrainiert und nicht attraktiv genug. Oder was meint ihr?
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
#3 queckAnonym
#4 daVinci6667
  • 15.08.2012, 19:56h

  • Der sind wirklich gut aus, zum träumen! Gute Nacht Lektüre!

    Oh nein, doch nicht:
    "Aber danach verwandeln sie (Frauen) sich in wilde Tiere. Sobald die Türen geschlossen sind, geht es los: Kreisch! Sie fetzen dir alles vom Leib, jegliche Zurückhaltung geht verloren."!

    OMG! Solches sollte man abends echt nicht lesen, davon kriegt man ja Albträume!!
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#5 PierreAnonym
  • 15.08.2012, 22:33h
  • Zuerst wollen Frauen nur unter harmlos unterhalten werden und unterscheiden sich dadurch ja so sehr von den gemeinen Männern, die ja nur das Eine wollen. Und dann im zweiten Teil des Interviews erfahren wir plötzlich, dass dem gar nicht so ist.
    Denn wenn die Türen geschlossen sind (Frauen und Stripper unter sich), dann verwandeln sie sich in wilde Tiere
    Wo bitte ist jetzt tatsächlich der Unterschied zu männlichem Publikum bei einer weiblichen Stripshow?
    Ich komme über diese gegensätzliche Darstellung doch sehr in Grübeln.
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#6 GF Pr von PrAnonym
  • 16.08.2012, 00:33h
  • Ich habe doch alles gut verstanden: er ist nicht schwul, strippt nicht vor Schwulen, plant nicht das irgendwann im Leben zu machen, spielt keinen Schwulen und landet doch auf queer.de, weil einfach gut aussieht, ja? Ach so... Na dann - wann kommt die Reihe fur den hubschen Rick Santorum?
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#7 chrisProfil
  • 16.08.2012, 00:58hDortmund
  • Antwort auf #5 von Pierre
  • Es gibt keinen echten Unterschied. Frauen tun nur gerne so, als wären sie die lieben, schutzbedürftigen und unverdorbenen Geschöpfe, die die Gesellschaft gerne hätte. Glauben kann ich das jedenfalls schon lange nicht mehr. Umgekehrt ist es sogar tatsächlich so, dass sich Männer viel leichter verlieben als Frauen.
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#8 alexMucEhemaliges Profil
  • 16.08.2012, 07:10h
  • Mächtig gut tanzen kann er. Im Tanzfilm "Step up" von 2006 fand ich Ihn toll. OK er war jünger. Der kann aber auch gefühlvoll. Toll gespielt im Heul.-und Schluchzfilm "Das Leuchten der Stille"
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#9 Leo GAnonym
  • 16.08.2012, 17:10h
  • Antwort auf #7 von chris
  • "Umgekehrt ist es sogar tatsächlich so, dass sich Männer viel leichter verlieben als Frauen."

    Also ich verliebe mich voll schwer bis(s) gar nicht, deswegen bin ich ja ein Streuner. Mal hier, mal da. Mal gay, mal Pussy.
    Kristen Stewart is hot. Und ich nehme zurück, Tatum ist doch attraktiv, hat nur de shitty Frisur.
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#10 alexander