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Nach der Tat wird Floyd C. von Polizisten abgeführt

Ein 28-jähriger Mann hat im Washingtoner Büro des homofeindlichen Family Research Council einen Wachmann angeschossen, bevor er überwältigt wurde. Der mutmaßliche Täter arbeitete ehrenamtlich für eine Homo-Gruppe.

Wie die Polizei mitteilte, habe Floyd C. am Mittwochmorgen um 10:45 Uhr den Eingangsbereich des Büros betreten und nach einer hitzigen Diskussion mit dem Wachmann mit einer Pistole um sich geschossen. Dabei wurde der Wachmann am Arm getroffen, er konnte den Täter jedoch mit Hilfe von anderen Anwesenden überwältigen. Die Polizei ermittelt nun, ob C. wegen eines Hassverbrechens oder wegen Terrorismus angeklagt werden kann.

C. hat in den letzten sechs Monaten ehrenamtlich für das schwul-lesbische Zentrum "DC Center for the LGBT Community" gearbeitet, wie der verantwortliche Direktor David Mariner bestätigte. Für ihn ist die radikale Tat ein Rätsel: "Er kam mir immer wie ein netter, feinfühliger und bescheidener Mensch vor. Ich bin sehr überrascht, dass er in so eine Sache verwickelt sein kann", erklärte Mariner.

Homo-Gegner werfen schwul-lesbischen Gruppen "Hass" vor

Christlich-konservative Aktivisten beschuldigen Homo-Gruppen, für die Tat verantwortlich zu sein: "Der Anschlag ist das deutlichste Zeichen dafür, welche Konsequenzen es hat, Gruppen, die für die Ehe eintreten, als 'hasserfüllt' zu beschreiben", erklärte Brian Brown von der National Organization for Marriage. Diese Organisation wird ebenso wie das Family Research Council von der Bürgerrechtsorganisationen als Hass-Gruppe eingestuft. Das Hauptanliegen beider Gruppen ist es, Homo-Rechte zu verhindern. So hat das Family Research Council vor wenigen Monaten zu einem Boykott des neuen "Star Wars"-Computerspiels aufgerufen, weil darin gleichgeschlechtliche Paare vorkommen (queer.de berichtete). Im Mai konnten die christlichen Lobby-Organisationen den außenpolitischen Sprecher von Präsidentschaftskandidat Mitt Romney zum Rücktritt zwingen - sein "Vergehen" war seine Homosexualität (queer.de berichtete).

Homo-Gruppen verurteilen Tat

23 amerikanische Homo-Gruppen haben sich am Mittwochnachmittag in einer gemeinsamen Erklärung von der Tat distanziert und dem angeschossenen Wachmann gute Besserung gewünscht: "Die Motivation hinter der Tragödie ist noch nicht bekannt. Aber was auch immer als Grund für die Schießerei angegeben wird, wir lehnen solche Gewalt entschieden ab und verurteilen sie", erklärten die Aktivisten.

Laut NBC Washington hat der Täter in seinem Rucksack auch Werbematerialien der Fast-Food-Kette Chick-Fil-A in seinem Rucksack gehabt. Der Chef des Schnellrestaurants hatte sich kürzlich gegen Homo-Rechte ausgesprochen, was zu heftigen Reaktionen führte (queer.de berichtete). Außerdem seien in dem Rucksack mehrere weitere Magazine mit Munition gefunden worden. (dk)



#1 CimyAnonym
#2 lucdfProfil
  • 16.08.2012, 13:27hköln
  • Blöd gelaufen! Gewalt ist no way! Auch wenn die Nerven blank liegen! Das ist nur kontraproduktiv.
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#3 goddamn liberalAnonym
#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 16.08.2012, 13:46h
  • Dieser Vorfall heizt in den USA die Diskussion um schärfere Waffengesetze erneut an. Andererseits hat das "Family Research Council" aber auch damit rechnen müssen, daß es wegen seiner provokanter und homophober Äußerungen irgendwann einmal zur Zielscheibe wird.
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#5 Lich KingAnonym
  • 16.08.2012, 14:12h
  • Antwort auf #4 von FoXXXyness
  • Überteib mal nicht, nur weil jemand mal was provokantes oder homophobes gesagt hat bedeutet das nicht das wir ihn erschiessen dürfen. Soweit kommst noch! Sinnlose Gewalt ist für unser Anliegen kontraproduktiv und sollte auch nicht gerechtfertigt sein. Wobei es auch "nur" ein Wachmann war und nicht die homohassenden Pappheimer. Das Family Research Council kann sich jetzt als Opfer von bösen gewalttätigen Homos hochstilisieren.
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#6 seb1983
  • 16.08.2012, 14:38h
  • Antwort auf #5 von Lich King
  • Das werden sie definitiv. In den USA wird sowas ja als großer Kulturkampf Schwule gegen Christen dargestellt.

    Wenn die Tat jetzt als "Hate crime" behandelt wird zeigt sich allerdings mal wieder der dämliche Ansatz dieses Konstruktes.
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#7 Sveni-MausiAnonym
  • 16.08.2012, 20:51h
  • Na komm, das sind Christen, christliche Christen, die christlichsten Christen überhaupt und überall. Die lieben die Bibel und auch das Alte Testament, erst wenn so viele von denen getötet wurden wie Schwule und Lesben ist die göttliche Ordnung "Auge um Auge, Zahn um Zahn" erfüllt. Glaubt mir, die sterben gerne für eine gute Sache!
    Und gibt es etwas besseres als die Bibel??
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#8 MarekAnonym
  • 16.08.2012, 21:46h
  • Der völlig falsche Weg.

    Mit solchen Aktionen gibt man den Homohassern nur Munition und spielt ihnen in die Hände. Dann können die sich wieder als arme Opfer darstellen und so tun, als seien die Schwulen und Lesben eine Gefahr für die Menschheit, die vor nichts zurückschrecken.

    Ich kann verstehen, dass man deren Hass und deren perverse Tricks und Manipulationen irgendwann nicht mehr ertagen kann. Aber mit solchen Aktionen spielt man denen nur in die Hände. Das nützt nicht uns, sondern nur den Homohassern.

    Dann lieber Aktionen wie Demos, Kiss-Ins, Homohasser einglittern, etc.

    Und vor allem Aufklärung der Bürger...
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#9 Mullah v d AlmAnonym
  • 16.08.2012, 22:22h
  • Antwort auf #8 von Marek
  • Nicht dass ich es lustig fände, wenn Gestörte umsich schiessen, aber diese ganzen Hasstruppen spielen sich schon seit Jahren als Opfer extremistischer Homos auf. Realiter ist es völlig wumpe, ob du denen eine Briefbombe schickst, oder mit deinem Lover händchenhaltend durch die Stadt läufst.
    Guck dir doch die Penner von der FDP an, die Polizeischutz gefordert haben, weil drei Tunten damit drohten Zettel hoch zu halten ...
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#10 finkAnonym