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  • 20.08.2012           29      Teilen:   |

"Moralischer Schaden"

Putintreue Gruppen wollen Millionen von Madonna

Madonna hat während ihrer Konzerte in Russland für die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben geworben
Madonna hat während ihrer Konzerte in Russland für die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben geworben

Die "Gewerkschaft russischer Bürger" und andere kremlnahe Organisationen haben Madonna und die Organisatoren ihrer Konzerte in Moskau und St. Petersburg wegen Blasphemie und Homo-Propaganda auf die Zahlung von 333 Millionen Rubel (8,5 Millionen Euro) verklagt.

Die Lobby-Gruppen haben die Klage nach einem Bericht des russischen Nachrichtensenders RT in St. Petersburg eingereicht. "Sie hat die Gläubigen beleidigt, sie hat Werbung für Homosexualität gemacht, obwohl Kinder dieses Konzert besucht haben - das ist verboten in St. Petersburg", erklärte die Sprecherin der "Gewerkschaft russischer Bürger", Daria Dedowa. "Wir, die Einwohner dieser Kulturstadt, haben deshalb einen riesigen moralischen Schaden davontragen müssen." Madonna sei vor ihrem Auftritt gewarnt worden, dass sie sich an die russischen Gesetze halten müsse. "Nun spricht die Sprache des Geldes", so Dedowa. Die "Gewerkschaft russischer Bürger" behauptet unter anderem, Madonna sei während des Konzertes mit ihren Füßen auf einem christlichen Kreuz herumgetrampelt, wodurch Christen beleidigt worden seien. Dieser Vorwurf ist neu. Ferner kritisierte die Gruppe, dass beim Konzert rosafarbene Armbänder verteilt worden sind, um für Homo-Rechte zu werben (queer.de berichtete).

Fortsetzung nach Anzeige


Noch keine "Scheiterhaufen"

Der Anwalt der Gruppen wehrte sich gegenüber der Nachrichtenagentur Interfax gegen Kritik, dass die Anklage ein Rückfall ins Mittelalter sei: "Bislang wurde noch niemand auf dem Scheiterhaufen verbrannt - es gibt keine Inquisition", so Alexander Potschujew.

St. Petersburg hatte erst Anfang des Jahres gegen internationale Proteste ein Gesetz gegen "Homo-Propaganda" erlassen (queer.de berichtete). Demnach darf in der Öffentlichkeit keine "Werbung" für "Unzucht, Lesbischsein, Bisexualität und Transgender-Identität" gemacht werden, ansonsten drohen Geldstrafen. Derartige Maulkorb-Gesetze gibt es bereits in mehreren russischen Regionen.

Die "Gewerkschaft russischer Bürger" ist nach den Parlamentswahlen im Dezember 2011 durch Demonstrationen für die Staatsmacht international bekannt geworden. (dk)

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Tags: madonna, russland
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Reaktionen zu "Putintreue Gruppen wollen Millionen von Madonna"


 29 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
20.08.2012
15:25:35


(+5, 7 Votes)

Von anonymus


"Wir, die Einwohner dieser Kulturstadt, haben deshalb einen riesigen moralischen Schaden davontragen müssen."

Wie wahr, wie wahr, die Einwohner dieser Stadt haben einen riesigen Schaden ... aber der stammt nun wirklich nicht vom Madonna Konzert ....


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#2
20.08.2012
15:38:26


(0, 2 Votes)

Von Boyfriend


"Demnach darf in der Öffentlichkeit keine "Werbung" für "Unzucht, Lesbischsein, Bisexualität und Transgender-Identität" gemacht werden"

Mit Unzucht ist schwulsein gemeint oder?


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#3
20.08.2012
16:17:50


(-1, 5 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Diese Lobbygruppen haben nicht mehr alle Latten am Zaun! Und schon die Begründungen, mit denen dieses Pack auch noch die Geldstrafe fordert, sind menschenverachtend und grenzen auch fast schon an Volksverhetzung! Hoffentlich wird die Klage mit Pauken und Trompeten abgewiesen!


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#4
20.08.2012
16:19:04


(+7, 7 Votes)

Von probondage
Aus Dortmund (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 10.07.2008


Noch brennen keine Scheiterhaufen, noch!!!, alleine dieses Wort. Unfassbar. Geschichte wiederholt sich anscheinend immer und immer wieder. Wetten, irgendwann hören wir ein "wir haben davon nichts gewusst oder was sollten wir tun"?

Übrigens, warum wird dann für Madonna keine 2 Jahre Straflager gefordert? Wenn schon, denn schon - Pah, Geld, da haben Menschen extreme Verletzungen ihrer religiösen Gefühle erlebt und eine ganze Stadt hat seelisch Schaden erlitten, die armen Kinder!!! Dass muss KÖRPERLICH bestraft werden mit allen Mitteln des "GESETZES!!!

Willkommen Mütterchen Russland im Faschismus.


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#5
20.08.2012
16:41:16


(+6, 6 Votes)

Von CarstenFfm
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Klasse von Madonna, dass sie sich über das Verbot von "Homo-Werbung" hinweggesetzt hat und somit die Absurdität des Ganzen zeigt.


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#6
20.08.2012
17:05:24


(+5, 7 Votes)

Von pussy riot


Moskau verweist nach Pussy-Riot-Urteil auf deutsches Gesetz

Der Kreml verteidigt sich gegen die Empörung.

Ein deutsches Gesetz sehe für die Beleidigung religiöser Gefühle bis zu drei Jahre Haft vor.

Link zu www.morgenpost.de


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#7
20.08.2012
18:17:48


(+6, 6 Votes)

Von Dedowa Bekloppta


"obwohl Kinder dieses Konzert besucht haben - das ist verboten in St. Petersburg",

Was ?? Es ist verboten dass Kinder ein Konzert besuchen ???

"Sie hat die Gläubigen beleidigt, sie hat Werbung für Homosexualität gemacht,"

Kommt Leute, lasst uns das Internet unterwandern und Werbung machen. Und wir sollten auf die Straße gehen und die Leute mit Homosexualität "anstecken" ... und lasst uns Kreuze verbrennen... die, wo dieser komische Typ mit Rock dranhängt .

Meine Fresse, die sind so Banane da drüben. Ich hoffe, daß sie von "Unsereins", mal gewaltig eins in die Fresse kriegen .


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#8
20.08.2012
19:22:06


(-9, 9 Votes)

Von ehemaligem User alexMuc


Das ist schon alles bisserl absurd. Aber das ist nun mal in einer Diktatur so, die es nur noch so in Nordkorea oder Cuba gibt. Der einzigste Grund, den ich verstehen würde, Madonna anzuzeigen, wäre wegen öffentlichen Ärgernisses. Die Oma tritt im Cheerleader-Kostüm auf. Mir ist das Frühstück aus dem Gesicht gefallen, als ich das sah.

Bild-Link:
tumblr_m52iu9ibcG1qlrtq2o5_r1_1280.jpg


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#9
20.08.2012
19:34:26


(+5, 7 Votes)

Von Felix


Madonna wird da niemals auch nur einen Cent bezahlen. Diese Spinner sollen ruhig weiter ihren Zwergenaufstand probieren...


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#10
20.08.2012
19:43:45


(+8, 10 Votes)

Von probondage
Aus Dortmund (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 10.07.2008


So, das neue Totschlagargument – religiöse Gefühle werden verletzt. Dachte immer die Religionsfreiheit beschränkt sich auf die freie Ausübung dieser, aber bitte, dann drehen wir den Spieß doch mal um. Ich bin Hardcore-Atheist und dazu noch stockschwul. Viele Gläubige meinen auch ich wäre gläubig, nämlich dass ich glaube es gäbe keinen Gott und das ich glaube schwul zu sein. Ich würde mich zwar nicht als gläubig in dieser Beziehung bezeichnen, eher als wissend, aber lassen wir sie ihren Glauben. Ergo, können auch meine „religiösen“ Gefühle verletzt werden und das werden sie, tagtäglich! Das ständige Gebimmel der Glocken, die Hasstriaden gegen meinesgleichen aus unterschiedlichen Ecken aller Weltregionen. Zurzeit muss ich sogar täglich die Rufe eines Imans ertragen, weil ganz in der Nähe ein Islamfestival stattfindet. Das alles verletzt in tiefstem Maß meine „religiösen“ Gefühle.

Es wird Zeit, dass geistig nicht umnachtete den Religionen endlich ihre Grenzen aufzeigen. Zumal der Mensch mit Religion einfach nicht umgehen kann, sehr schön zu sehen an der unheilvollen Verquickung von Kirche und Staat in Russland. Religion ist und war und wird immer ein Machtinstrument sein die Gedanken, Meinungen und Taten von Menschen zu beherrschen.

Vielleicht sollten wir uns selber als Religion darstellen, schließlich glaubt uns ja auch keiner, dass wir schwul sind, sondern unbedingt sein wollen. (Stimmt zwar im zweiten Teil für mich) - Aber egal, dann glauben wir halt daran und wollen unseren Glauben auch unter dem Schutz des Grundgesetz sehen. Sämtliche Angriffe von "Nichtgläubigen" verletzten unsere Religionsfreiheit und können geahndet werden. Man stelle sich vor 5 Millionen "wahrhaft" Gläubige, wir wären größer als die RKK hierzulande ;)

Scherz beiseite, das ist ernst, sehr ernst sogar. Nicht nur Russland betrifft das, sondern auch uns hier. Die Kirche versucht koste es was es wolle wieder an Einfluß zu gewinnen. Wir müssen uns dagegen wehren. Es gibt keinen anderen Weg, wir haben hier freie Meinungsäußerung und MÜSSEN ständig davon Gebrauch machen. Der gepredigte Hass auf uns muss ein Ende finden. Unsere gelebte Realität ist höher einzustufen, als irgendein GLAUBE an überirdische Märchenwesen oder an seit 100derten Jahre tote Religionsstifter.


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