Die CDU-Politikerin Katherina Reiche sieht die Gleichbehandlung der "kleinen Gruppe" Homosexueller als Gefahr an, weil nur verheiratete Heterosexuelle die Gesellschaft zusammenhielten.
"Unsere Zukunft liegt in der Hand der Familien, nicht in gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften. Neben der Euro-Krise ist die demografische Entwicklung die größte Bedrohung unseres Wohlstands", erklärte die Staatssekretärin in Peter Altmaiers Bundesumweltministerium gegenüber der "Bild"-Zeitung. Auch wenn die heterosexuelle Ehe an Bedeutung verloren habe, "dürfen wir sie als Lebensentwurf nicht grundsätzlich in Frage stellen."
Die Union müsse klar sagen, dass sie nicht auf Homosexuelle, sondern "auf Familie, Kinder, Ehe" setze: "Die Gesellschaft wird nicht von kleinen Gruppen zusammengehalten, sondern von der stabilen Mitte". Gleichgeschlechtliche Partnerschaften dürften zwar nicht diskriminiert werden, aber niemand werde diskriminiert, wenn das Lebensmodell, das den Erhalt unserer Gesellschaft garantiert, besonders geschützt und gefördert wird."
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Gleichstellung: Gefahr für Heterosexuelle
Die Familie sei der "Gegenpol zur Globalisierung in einer raschen Arbeitswelt". Würden Homosexuelle gleichgestellt, sieht Reiche offenbar eine Gefahr für diese heterosexuelle Familienwelt: "Welches Signal wollen wir an [die Familie] richten? Alles egal? Nein, ich meine, das Signal muss sein: Familie ist der Ort der Werte, Überzeugungen und Normen, die unsere Gesellschaft zusammenhält. Ohne Familie mit Kindern keine Zukunft für Deutschland".
Die 39-jährige Potsdamerin ist 2002 vom damaligen Kanzlerkandidaten Edmund Stoiber (CSU) als Schatten-Familienministerin ins sogenannte Kompetenzteam berufen worden. Sie hat sich in der Vergangenheit bereits wiederholt gegen Homo-Rechte ausgesprochen. So erklärte sie im vergangenen Jahr in einer Talk-Show, dass Homopaare "nicht normal" seien (queer.de berichtete).
Anfang August haben 13 CDU-Abgeordnete mit ihrer Forderung nach Gleichbehandlung von eingetragenen Lebenspartnern im Steuerrecht für Aufruhr in der Union gesorgt (queer.de berichtete). Während Familienministerin Kristina Schröder (CDU) die Gleichbehandlung befürwortete, lehnte Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Gesetzesänderung ab. (dk)
Kommentare:Selbst kommentieren | Bisher 148 KommentareArtikel teilen:(mehr) Klicke hier, um Buttons undähnliche Dienste von sozialen Netzwerken dauerhaft auf queer.de anzuzeigen. Dabei werden bereits bei einem Seitenbesuch auf queer.de Daten an die Dienste übertragen. Du kannst das später wieder abschalten. Mehr Infos in den AGB.Dieser Bericht ist mir etwas wert:(Info)
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Wenn diese "Dame" doch so viel Wert auf die traditionelle Familie legt, soll sie sich schwängern lassen, Kinder kriegen, ihren Beruf aufgeben und ihren Mund halten. In der Küche ist sie sicherlich besser aufgehoben als in einem Ministerium. Aber wer schon von Edmund Stoiber protigiert wird.........na ja! Es spottet jeder Beschreibung.
Soviel zu den 'Fortschritten' in der Partei Heinrich Globkes...
Der Markenkern der CDU/CSU ist der homopobe Hass, der sich ein frommes Mäntelchen überstülpt.
Erstaunlich ist das nicht. Eher erstaunlich ist die allgemeine Tendenz, sich diesen Verein schönzureden und ihm die 'Hand reichen' zu wollen. Das bringt nichts.
Die Schönrednerei wird verwerflich, wenn man als 'liberaler' und vielleeicht auch persönlich betroffener Minister so eine Staatssekretärin hat und wenn man diesen verrotteten Verein als Lesbe und Schwuler mit Mitgliedsbeiträgen unterstützt!
"(...) als Gesellschafterin der Luckenwalder Hesco GmbH, die später Gegenstand schwerer Wirtschaftskriminalität war. Staatsanwaltschaftliche Erkenntnisse brachten sie während des langjährigen Verfahrens in Bedrängnis (...)
Im Wahlkampf zur Bundestagswahl 2005 hat sie Gentechnikgegner als „Bioterroristen“ bezeichnet und deren angebliche Duldung durch die rot-grüne Regierung als Skandal angeprangert (...)
ausgerechnet Sie, mit ihrer fragwürdigen Vergangenheit, wollen Moral predigen? Sie sind wohl ein Fan unfreiwilligen Humors, wie?
Dass Sie, mit ihrer angestaubten und der gesellschaftlichen Relität in keiner Weise entsprechenden, Verklärung der Hetero-Ehe neben schwulen und lesbischen Paaren, die bereits heute (trotz rechtlicher Benachteiligungen) häufig Beziehungen mit Kindern führen, so ganz nebenbei auch die vielen alleinerziehenden Mütter und Väter diskriminieren, die eindeutig mehr Bewunderung verdienen, als eine "Wendehals-Karrieristin" aus der DDR, wird sich hoffentlich noch als Rohrkrepierer für Ihre Karriere erweisen.
Das mediale Sommerloch, spricht auch Sie nicht davon frei verantwortungsbewusst mit sensiblen Themen umzugehen und ... Wahltag ist Zahltag, Frau Dr. Reiche!
Keine schwule und lesbische Wahlstimme mehr für die CDU !!!
Noch so ein dummes Geschöpf. Wünsche so sehr, daß eines ihrer Kinder oder alle schwul werden. Oder doch nicht, bei der Mutter. Arme Kinder. Aber ein Ziehkind von Stoiber, was erwarten wir.
Von ehemaligem User alexMuc Antwort zu Kommentar #1 von Peter 1
Sie hat 3 Kinder, aber irgendwie nicht ausgelastet. Staatssekretär ist ja auch nur so ein Schnarchposten, für ehemalige Spitzenpolitiker. Abstellgleis würde zutreffen.
Ich kann es kaum fassen, wie unverschämt momentan die Mappusse und Mappussinnen der CDU unterstützt von der Springer-Presse in die Öffentlichkeit drängen.
Dass die Politiker der anderen Parteien sich zu diesen Ausfällen bequem nach hinten lehnen, ist zwar verständlich, müffelt aber trotzdem.
Liebe CDU, lass es dir gesagt sein:
Diese Schläge gehen alle nach hinten los!
Soso, wir tragen also nichts zur Gesellschaft bei? Dann brauche ich ja keine Steuern und Sozialabgaben mehr zahlen. Und mich nicht mehr ehrenamtlich engagieren.
JEDER Bürger ist Teil dieser Gesellschaft, nicht nur diejenigen, die der Union in ihr totalitäres, mittelalterliches Weltbild passen.
Außerdem wundert es mich, dass für die CDU 15% eine "kleine Gruppe" sind. Es gibt andere, deutlich kleinere, Gruppen für die sich die Union sehr wohl zuständig fühlt.
Es wird höchste Zeit, dass die schwarz-gelbe Gurkentruppe endlich verschwindet. Besser heute als morgen...