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"Sexualität soll entmenschlicht werden"

Hugh Hefner kritisiert Konservative für Homo-Politik


Hugh Hefner brachte 1953 mit ein paar tausend Dollar Startkapital die erste "Playboy"-Ausgabe heraus - inzwischen hat er sich ein Medienimperium aufgebaut (Bild: Wiki Commons / Toglenn / CC-BY-SA-3.0)

Es lohnt sich, den "Playboy" für die Artikel zu lesen: In der neuesten Ausgabe argumentiert Verleger Hugh Hefner, dass die Bürgerrechte für alle eingeschränkt würden, sollten Konservative Homo-Rechte zurückdrängen.

Der 86-Jährige schreibt nach Angaben von "Politico" in einem Leitartikel seines amerikanischen Magazins: "Der Kampf für die Ehe-Öffnung ist in Wirklichkeit der Kampf für die Rechte von uns allen. Ohne ihn würde die sexuelle Revolution zurückgedrängt werden und eine alte puritanische Zeit anbrechen."

Hefner kritisiert konservative Politiker, weil sie versuchten, Bürgerrechte zurückzudrängen: "Gesetze werden uns aufgedrängt, die unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit Diskriminierung erlauben. Die Sexualität von allen soll entmenschlicht werden und nur noch der Fortpflanzung dienen". Ziel der Politiker sei es, das "gesamte Sexleben" zu kriminalisieren.

Als Beispiel für diese Anstrengungen nennt Hefner ein geplantes Gesetz in Kansas, dass es Vermietern, Geschäftsinhabern und Arbeitgebern erlauben würde, gegen Schwule und Lesben zu diskriminieren - zumindest solange sie die Ungleichbehandlung mit ihren religiösen Überzeugen begründen. Er appellierte an die Politiker, die Freiheit aller Menschen zu achten, nicht nur von Gläubigen: "Das ist Amerika und wir müssen die Rechte aller Amerikaner schützen."

Hefner, ein überzeugter Anhänger und Unterstützer der demokratischen Partei, hat sich bereits wiederholt für die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben ausgesprochen. So sagte er 2009: "Die Idee, dass das Konzept der Ehe von gleichgeschlechtlichen Eheschließungen kaputt gemacht wird, ist albern. Heterosexuelle haben mit dem Konzept Probleme, ohne dass sie von außen beeinflusst werden."

In einer 2008 veröffentlichten Biografie hat Hefner auch erklärt, in der Vergangenheit gleichgeschlechtlichen Sex ausprobiert zu haben (queer.de berichtete). Er soll die Intimitäten als "interessantes Erlebnis" beschrieben haben. (dk)



#1 olafAnonym
  • 22.08.2012, 15:15h
  • wer so etwas toll findet, darf nicht vergessen das die lebensart die er führt, mit mehreren frauen liiert, erzkonservativ ist. denn die frauen, die sich nur an ihn binden, sind alles andere als fortschrittlich. oder haben die ihrerseits auch mehrere männer?

    mit queer hat das rein gar nichts zutun, denn patriachale strukturen sind nicht queer.

    echte polygamie beschreibt eine gruppe von menschen die sich lieben/ sex haben und nicht ein seniler heteromacker der sich durch geld mehrere frauen hlt wie haustiere.

    ich hoffe das zumindest wir schwulen endlich erkennen das nicht nur die klassische ehe, sondern auch solch angeblich moderner heterosexismus nichts mit wirklicher freiheit zutun hat.

    btw, der vorschlag von queer.de sich als schwuler den playboy kaufen zu wollen ist nur noch lächerlich.

    wie häufig wird heten auf deren seiten den empfohlen sich wichsvorlagen für schwule zu kaufen?
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#2 ZustimmungAnonym
  • 22.08.2012, 15:40h
  • Merkwürdig...es gab bei queer.de vor kurzem Kommentare von Bisexuellen das irgend so eine Tussi es Wert wäre nach "jahrzehnten mal wieder" den neuesten Playboy zu kaufen. (Stellt sich nur die Frage, warum man als Schwuler Nacktfotos von Frauen interessant finden sollte)
    Jetzt erscheint hier plötzlich ein Artikel der ebenfalls suggeriert sich eben diese Playboyausgabe kaufen zu sollen...
    Was geht hier ab?
    Davon abgesehen das stundenlanges zurecht machen, schminken und retuschieren vor und während eines Fotoshootings nicht dem realen Aussehen abgebildeter Personen entsprechen, was hat Werbung für den Playboy in einem schwul-lesbischen Magazin zu suchen?
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
#4 CarstenFfm
#5 ArthurDentProfil
  • 22.08.2012, 17:59hHalle / Saale
  • Man kann von Hugh Hefner und seiner Herde eingekaufter Luxusweibchen halten, was man will.
    Doch wo er recht hat, hat er recht.

    Den Menschen vorzuschreiben, wie sie ihr Leben zu gestalten haben, ist praktische Machtausübung durch die konservative Politik
    und die etablierten Kirchen.

    Und das es Ungleichbehandlung durch Arbeitgeber, Vermieter, etc. erlaubt, solange es "religiös begründet" ist, ermutigt die Homohasser.

    Die Schleichwerbung für "Playboy" und Hefner- Biografie musste echt nicht sein !
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#6 Julian SAnonym
#7 NickAnonym
#8 Leo GAnonym
#9 goddamn liberalAnonym
  • 22.08.2012, 21:18h
  • "After it was rejected by Esquire magazine in 1955, Hefner agreed to publish in Playboy the Charles Beaumont science fiction short story, "The Crooked Man", about straight men being persecuted in a world where homosexuality was the norm. After receiving angry letters to the magazine, Hefner wrote a response to criticism where he said, "If it was wrong to persecute heterosexuals in a homosexual society then the reverse was wrong, too."[13]

    Schon 1955 für unsere Menschenrechte? Hut ab!
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#10 Timm JohannesAnonym
  • 22.08.2012, 21:52h
  • Also Hugh Hefner ist sehr positiv zu bewerten.

    Natürlich kann man auf die Idee kommen, wenn man Ihn heute mit 86 Jahren betrachtet, er sei ein "alter Geldsack", der sich Frauen als Spielzeug hält.
    Doch selbst hier gilt: die Frauen, die sich auf Ihn einlassen, machen es freiwillig und nutzen die grossen Vorteile: Geld, Publicity und Partyleben. Die Frauen, die um Hefner herumwedeln, wissen sehr genau, worauf Sie sich da einlassen. Und für Hefner gilt da, wenn diese Frauen sich darauf einlassen, warum sollte er es mit 86 Jahren dann ablehnen.

    Viel wichtiger als sein Leben im Alter finde ich aber die Gesamtbetrachtung seiner Person: nicht nur dass er sich seit den 1950er bereits für LGBT Rechte dezidiert eingesetzt hat: er war sehr, sehr wichtig für die sexuelle Revolution im damaligen prüden Amerika.

    Daher er gehört sicherlich zu den wahren Helden Amerikas.
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